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Blutblase am Finger - was tun?

Blutblase am Finger - was tun?1:23
Video von Liane Spindler1:23

Eine Blutblase sieht bedrohlich aus und die Stelle schmerzt empfindlich. Nun haben Sie eine Blutblase bekommen, nachdem Sie sich Ihren Finger gequetscht haben. Was können Sie aber nun selber dagegen tun?

Was Sie benötigen:

  • 1 Kanüle
  • 1 abgekochte Nähnadel (optional)
  • 1 steriler, mindestens aber Keim armer Tupfer oder Kompressen
  • 1 sauberes Papiertaschentuch (optional)
  • 1 entzündungshemmende Salbe
  • 1 Salbe gegen Quetschungen (optional)

Eine Blutblase entsteht durch Quetschungen in Türen oder Fenster oder wenn sich ein Heimwerker versehentlich den Hammer auf seinen Finger gehauen hat. In jedem Fall schmerzen Blutblasen sehr, da das Blut in der Blase, ähnlich einer Wasserblase, Druck auf das umliegende Gewebe ausübt. Wie behandeln Sie eine Blutblase aber richtig?

Sie haben eine Blutblase an der Hand bekommen

Typischer Fall: Als Freizeithandwerker waren Sie, wie viele andere vor Ihnen auch, nicht so geschickt im Umgang mit Hammer und Nagel. Sie haben sich nun den Hammer anstatt auf den Nagel auf den Finger gehauen und dadurch ist eine hässliche große Blutblase entstanden, die noch dazu höllisch schmerzt. Was jetzt tun?

  1. Wenn die Blutblase nicht so arg schmerzt und nicht sehr groß ist, sollten Sie die Blutblase geschlossen halten, da dies die sterilste Vorgehensweise ist. Öffnen Sie eine Blut- oder Wasserblase, können allein schon mithilfe des Werkzeuges, das Sie zum Öffnen benutzen, Keime in die Wunde eindringen und zu Entzündungen führen. 
  2. Nach dem Öffnen ist die Wunde auch noch eine ganze Zeit Bakterien und Keimen ausgesetzt, die sich im Inneren der Blase schnell vermehren können. Bei einer geschlossenen Blase können Sie etwas Salbe gegen Quetschungen auf die Blase auftragen, damit das Blut schneller abgebaut wird.
  3. Ist die Blutblase sehr groß und schmerzt arg, weil sehr viel Druck darauf lastet, können Sie die Blase unter sauberen Bedingungen auch anstechen, damit die Flüssigkeit herauslaufen kann. Das nutzt aber nur etwas, wenn die Blase noch "jung" ist, da sich nach längerer Zeit das Blut verfestigt. Kochen Sie dazu eine Nähnadel ca. 20 Minuten ab oder benutzen Sie eine sterile Kanüle.
  4. Waschen Sie sich vor dem Aufstechen der Blutblase am Finger gründlich die Hände mit Seife und legen Sie sich ein Paar Papiertaschentücher oder Kompressen zum Aufsaugen des Blutes zurecht. Stechen Sie nun die Blase nur kurz einmal an und saugen mit den Kompressen das austretende Blut auf. 
  5. Anschließend geben Sie noch etwas entzündungshemmende Salbe auf die Blase und kleben ein Pflaster um den Finger. Normalerweise, wenn die Wunde am Finger nicht mehr nässt, kann das Pflaster dann über Nacht weggelassen werden, damit die Blase in Ruhe abtrocknen kann.

Nicht nur am Finger entstehen Quetschungen

Natürlich gibt es nicht nur am Finger Blutblasen, nein auch an anderen Stellen können schmerzhafte Blutblasen entstehen.

  • Unter dem Fingernagel oder Zehennagel beispielsweise müsste im schlimmsten Fall die Nagelplatte aufgebohrt werden, um eine Druckentlastung herbeizuführen. Dies ist aber doch eher ein Fall für medizinisches Fachpersonal.
  • Befindet sich die Blutblase an einer eher sehr empfindlichen Stelle, der weiblichen Brust beispielsweise, so muss darauf geachtet werden, dass daraus keine Gewebeveränderungen entstehen, wenn sich der innen liegende Bluterguss manifestiert. Das liegt aber an der Größe und am genauen Ort der Blase. Bei einer kleinen Blase besteht sicher kein Grund zur Besorgnis. Im Zweifelsfall sollten Sie jedoch einen Arzt aufsuchen.
  • Auch zu enge Schuhe können, wenn sie zu lange getragen werden, zu einer Blutblase führen. Hier hilft nur, in Zukunft dieses Paar Schuhe zu meiden. Die Behandlung geht auch hier wie oben beschrieben, nur dass dazu noch die Druckentlastung kommt. Das heißt, Sie sollten, wenn irgendwie möglich, die in der nächsten Zeit nur mit Strümpfen in der Wohnung umherlaufen.
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