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Brandblase am Finger behandeln - Anleitung für Sofortmaßnahmen

80 % aller Brandverletzungen betreffen unsere Hände. Bei Kindern ereignen sich die Unfälle meist in der Küche oder im Bad, wenn sie mit heißen Flüssigkeiten in Berührung kommen. Wie Sie eine Brandblase am Finger richtig behandeln, erfahren Sie hier.

Bei Verbrennungen muss sofort gekühlt werden.
Bei Verbrennungen muss sofort gekühlt werden.

Was Sie benötigen:

  • kaltes Wasser
  • steriles Verbandsmaterial
  • antibakterielle Brandsalbe
  • ausreichender Tetanusschutz

Sofortmaßnahmen bei einer Brandblase am Finger

Verbrennungen werden in unterschiedliche Schweregrade eingeteilt. Kommt es lediglich zu einer Rötung der Haut wie bei einem Sonnenbrand, spricht man von einer erstgradigen Verbrennung. Entwickeln sich die typischen Brandblasen, handelt es sich um eine zweitgradige Verbrennung, die in eine oberflächliche und tiefe Form unterteilt wird.

  • Die erste Maßnahme, die Sie nach einer Verbrennung durchführen müssen, ist sofortiges Kühlen.
  • Kühlen können Sie am besten mit ganz normalem Leitungswasser, es sollte ohne Unterbrechung mindestens 15 min lang durchgeführt werden.
  • Eine Wassertemperatur von 15-20 °C ist vollkommen ausreichend, Sie benötigen kein Eiswasser oder dergleichen.
  • Wenn das sofortige Kühlen nicht möglich ist, ist auch ein verspäteter Beginn noch sinnvoll. Selbst 30 min nach der Hitzeeinwirkung ist die Temperatur des Gewebes noch erhöht und profitiert noch von den Kühlmaßnahmen. Sie werden merken, dass selbst ein verspätet einsetzendes Kühlen noch einen schmerzlindernden Effekt hat.
  • Anschließend sollten Sie die Verbrennungswunde mit einem möglichst sterilen Verband abdecken.

Vergessen Sie auch nicht den Tetanusschutz zu überprüfen, der alle zehn Jahre aufgefrischt werden muss.

Das Behandeln einer zweitgradigen Verbrennung an der Hand

Sofern es sich nur um eine kleine Brandblase am Finger handelt, können Sie diese selbst behandeln.

  • Sie sollten die Verbrennungswunde täglich mit einem Wasserbad reinigen und einen frischen Verband anlegen.
  • Erfahrungsgemäß benötigt eine unkomplizierte Verbrennung 2. Grades 10-14 Tage bis zur Abheilung. Während dieser Zeit müssen Sie die Brandwunde vor einer Besiedlung mit Bakterien und vor dem Austrocknen schützen.
  • Hilfreich ist beim Behandeln von unkomplizierten, kleinflächigen Verbrennungen daher das Auftragen einer antibakteriell wirksamen Brandsalbe, die Sie sich rezeptfrei besorgen können und die in keiner Hausapotheke fehlen sollte.
  • Nach dem Abheilen der Brandblase am Finger besteht meist noch für eine längere Zeit eine rötlich-violette Hautverfärbung, die nur langsam abblasst. Solange die Hautverfärbung noch sichtbar ist, müssen Sie auf einen sorgfältigen Sonnenschutz achten, da es ansonsten zu einer dauerhaften Pigmentierung kommen kann.
  • Diskussionen gibt es immer wieder um die Frage, ob man eine Brandblase aufstechen soll. Als Faustregel gilt, dass Sie kleine Brandblasen, die einen Durchmesser von weniger als 1 cm aufweisen, intakt belassen können.
  • Bei größeren Brandblasen ist die Öffnung sinnvoll, da das in den Blasen befindliche Sekret hohe Konzentrationen an Substanzen enthält, die durch die Verbrennung entstanden sind und weitere Gewebeschäden verursachen können (sog. Nachbrennen). In diesem Fall sollten Sie jedoch nicht selbst ans Werk gehen, sondern allein schon wegen der Größe der Brandblase ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Die Eröffnung der Brandblase sollte unter sterilen Bedingungen erfolgen.

Generell sollten Sie mit Kindern, die eine größere Brandblase am Finger entwickeln, sicherheitshalber den Haus- oder Kinderarzt konsultieren.

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