- 09.02.2012 Sabine Sanftleben
- Kaffeesatz
- eine Sprühflasche
- ein Einmachglas
- Kaffeesatz
- Zigarettenkippen
- Geschirrspülmittel
- Schmierseife
- Wasser
- Marienkäfer
Die kleinen - meist nur wenige Millimeter großen - Blattläuse richten erhebliche Schäden an Nutz- und Zierpflanzen an. Achten Sie bei Ihren Pflanzen besonders auf die Unterseiten der Blätter, denn dort halten sich die Blattläuse besonders gerne auf.
Blattläuse vermehren sich rasant
Ein Problem für jeden (Hobby-) Gärtner sind Blattläuse.
- Ganz gleich, ob es sich nun um die Petunien auf Ihrem Balkon, die Blumen in Ihrem Garten oder um landwirtschaftliche Nutzpflanzen handelt - die kleinen Insekten mit dem Stechrüssel machen vor kaum etwas Halt.
- Anfangs fast unbemerkt, vermehren sich die Pflanzenläuse schon bald explosionsartig. Die Fortpflanzung verläuft eingeschlechtlich. Die weiblichen Blattläuse sorgen ohne Unterbrechung für Nachkommen - die Blattlauskolonie vergrößert sich schnell.
- An der schnellen - und manchmal leider auch großflächigen - Verbreitung der Blattläuse sind auch die Ameisen nicht ganz unschuldig, denn sie sind diejenigen, die die lästigen kleinen Insekten auf Ihre Pflanzen tragen.
Vertreiben Sie die Schädlinge von Ihren Petunien
Haben Sie entdeckt, dass Ihre Petunien von Blattläusen befallen sind? Dann sollten Sie schnell etwas gegen die kleinen Schädlinge unternehmen, bevor die gierigen Winzlinge Ihren Pflanzen den letzten Saft aussaugen.
- Greifen Sie ein, bevor es zu spät ist. Je schneller Sie den Kampf gegen die Blattläuse aufnehmen, umso einfacher - und effektiver - wird Ihre "Läusejagd" ausfallen. Sollten Sie die Schädlinge rechtzeitig entdeckt haben - und nur wenige Exemplare belagern Ihre Pflanzen - dann versuchen Sie, die Schädlinge mit Ihren Händen von den Blättern zu streifen. Anschließend sollten Sie die kleinen Insekten "zerquetschen".
- Zur "chemischen Keule" sollten Sie nur im äußersten Notfall greifen - behalten Sie diese Methode im Hinterkopf, wenden Sie sie aber erst an, wenn Sie den Schädlingsbefall nicht mit "gesünderen" Mitteln beenden können. Chemische Präparate erhalten Sie im Fachhandel - das Angebot ist groß - Sie erhalten die Mittel beispielsweise als Granulat, Spray oder als Stäbchen.
- Versuchen Sie zunächst, ob Sie der Plage nicht durch den Einsatz von Hausmitteln "Herr" werden. Dass Kaffeesatz sich als Dünger eignet, haben Sie vielleicht schon einmal gehört. Sie müssen den Kaffee einfach auf die Pflanzerde aufstreuen und vorsichtig untermischen. Das ist nicht nur gut für das Wachstum Ihrer Pflanzen, es ist zudem schlecht für die Blattläuse, die sich darauf niedergelassen haben, denn die vertragen das "schwarze Pulver" überhaupt nicht. Kaffeesatz kann die Schädlinge - auf eine natürliche Weise - abtöten.
- Sollten Sie zu denen gehören, die zu Ihrem Frühstückskaffee auch gerne mal rauchen, dann sollten Sie von nun an nicht nur den Kaffeesatz, sondern auch die Kippen Ihrer Zigaretten aufbewahren. Füllen Sie den Inhalt Ihres Aschenbechers in ein Einmachglas. Fügen Sie Wasser hinzu, verschließen Sie das Glas und warten Sie einige Tage. Füllen Sie das Hausmittel dann in eine Sprühflasche und tragen Sie die Lösung auf die befallenen Blätter auf. Das riecht übel - aber es hilft.
- Eine weitere beliebte Methode ist das Einsprühen der befallenen Blätter mit einer Lösung, die Sie sich aus Geschirrspülmittel (oder Schmierseife) und Wasser ganz einfach selbst mischen können. Zu drei Teilen Wasser sollten Sie einen Teil Spülmittel (oder Seife) hinzufügen. Füllen Sie die Lösung in eine Sprühflasche und benetzen Sie die befallenen Teile der Pflanze mit dem Gemisch.
Wenn all diese Methoden nichts für Sie sind, dann verbünden Sie sich mit dem natürlichen Feind der Blattlaus - bringen Sie den Marienkäfer zum Einsatz. Marienkäfer erhalten Sie im Fachhandel. Die niedlichen kleinen Glückskäfer haben eine besondere Vorliebe für Blattläuse und sie werden Sie sicherlich gerne bei Ihrem Kampf gegen die Schädlinge unterstützen.