Was Sie benötigen:
  • Alkohol
  • Schlämmkreide
  • Wiener Kalk
  • Autopolitur
  • Edelstahlpflege

Kleine Edelstahlkunde für den Hausgebrauch

  • Unter der Bezeichnung "Edelstahl" werden verschiedene Stahlsorten angeboten, die alle gemeinsam haben, dass sie nicht rosten. Einige Edelstahllegierungen sind sehr empfindlich. Sand, der Salat anhaftet, kann bei ihnen schon zu Kratzern führen.
  • Edelstahl gibt es mit verschiedenen Oberflächen, auf Hochglanz poliert oder gebürstet. Beide Oberflächenstrukturen sind gleich empfindlich, allerdings ist Hochglanz schwerer zu polieren. Glänzende Zierleisten sind übrigens meistens nicht aus Edelstahl sondern aus Chrom oder Plastik. Das sollten Sie wissen, denn die üblichen Polituren können Leisten aus Plastik völlig zerstören.
  • Edelstahl ist nicht so unempfindlich, wie viele meinen. Die gute Meinung über Edelstahl rührt daher, dass er nicht, wie Eisen, rostet, also haltbarer ist. Auch gibt es spezielle Legierungen von Edelstahl, die nahezu alles aushalten. Der übliche Edelstahl, aus dem zum Beispiel Küchenmöbel gemacht werden, ist aber empfindlich gegenüber Fingerspuren und verkratzt leicht.

Kratzer aus Stahlmöbeln polieren

Kratzer sind längliche Vertiefungen mit schartigen und gratigen Kanten. Ein Kratzer in Edelstahl ist erst dann beseitigt, wenn der Rest des Edelstahls auf das Kratzerniveau runterpoliert wurde. Zum Glück werden Kratzer aber oft schon unsichtbar, wenn Sie die Kanten des Kratzers glätten.

  • Bei hochglänzendem Edelstahl kann es genügen, wenn Sie mit einem mit hochprozentigem Alkohol getränktem Wattebausch über den Kratzer fahren. Da Sie damit nichts kaputt machen können, sollten Sie es versuchen. Wenn es nichts nützt, müssen Sie abrasive (abtragende) Mittel verwenden. Je zarter diese Mittel abtragen, um so besser.
  • Eine Mischung aus Schlämmkreide & Seife, die Sie mit einem weichen Lappen auftragen, ist, ein sehr gutes Mittel, um Kratzer zu  beseitigen. Wenn Sie diese Mischung für die tägliche Reinigung der Edelstahlflächen verwenden, werden die Kratzer, wenn Sie nicht zu tief sind, von alleine verschwinden. Rühren Sie einen Brei aus Zitronensaft und Schlämmkreide an, dem Sie etwas Spülmittel zufügen. Tragen Sie ihn mit einem weichen Tuch auf und waschen ihn ab. Die feinen Schleifkörper aus der Schlämmkreide polieren die Edelstahlfläche nach und nach auf.
  • Ähnliche Ergebnisse können Sie mit dem Mittel "Wiener Kalk" erreichen, das ebenfalls feine und weiche Schleifpartikel enthält, während normale Scheuermilch mit viel zu harten und groben Schleifkörpern Edelstahl schadet. 
  • Sie können den Kratzern auch mit Autopolitur (Lackaufbereitern) und Edelstahlpflege zu Leibe rücken. Denken Sie dabei aber daran, die Flächen anschließend gut abzuwaschen, denn die Inhaltsstoffe dieser Produkte dürfen nicht mit Lebensmitteln in Berührung kommen - das wäre ungesund.
  • Wenn gar nichts hilft, können Sie Kratzer aus  Edelstahl entfernen, in dem Sie  versuchen, die Kratzer mit Schleifpaste herauszupolieren. Verwenden Sie dafür eine kleine Bohrmaschine mit entsprechenden Polieraufsätzen und verfahren Sie nach einer Anleitung, die Sie im Internet finden. Achten Sie aber bei gebürstetem Edelstahl darauf, dass Sie nicht auf Hochglanz polieren. Testen Sie verschiedene Polieraufsätze und Polituren an einer versteckten Stelle aus. Gebürsteter Edelstahl muss in Richtung der Struktur bearbeitet werden.