Alle Kategorien
Suche

Wie lange muss Silikon trocknen?

Wie lange muss Silikon trocknen? - Die Unterschiede erklärt1:39
Video von Lars Schmidt1:39

Das Dichtungsmaterial Silikon wird zur Verfugung an Wasch- und Duschbecken sowie Badewannen verwendet. Wichtig ist eine sorgsame Verarbeitung.

Wie trocknet Silikon?

Silikon wird an Waschbecken, Bade- und Duschwannen als Fugenisolation verwendet oder zum Kleben verschiedenster Materialien. Bereits nach einer Stunde erscheint die äußerste Schicht der Silikonfuge hart, ist aber noch nicht belastbar. Das Material härtet immer von außen nach innen aus, sodass unter der harten Schale noch ein weicher Kern ist. Sie sollten die Silikonfugen während der Austrocknung nicht belasten.

Mechanische Belastungen sind genauso schädlich wie Feuchtigkeitsbelastungen. Mechanische Belastungen verformen das noch weiche Material und machen die Fugen undicht. Wasser dagegen trägt zum Lösen der Silikonfugen bei und verursacht so ebenfalls Schaden.

Trockenzeit - mit Faustregel berechnen

Eine Faustregel besagt, dass ein Millimeter Dicke der Silikonverfugung etwa einen Tag zum Aushärten benötigt. Die Trockenzeit hängt also davon ab, wie viele Millimeter Silikon verarbeitet wurden. So benötigen beispielsweise drei Millimeter rund drei Tage zum Aushärten. Beachten Sie auch immer die Angaben auf der Kartusche, die von Hersteller zu Hersteller variieren können.

Das Trocknen beschleunigen

Nehmen Sie die Trockenzeit beziehungsweise Trocknungszeit bei Silikon nicht zu wörtlich. Der Silikon-Kunststoff ist beim Auftragen zwar weich, aber nicht nass. Zum Aushärten benötigt er allerdings Luftkontakt. Eine Beschleunigung des Trocknens erreichen Sie deshalb im verfugten Raum mit gutem Durchlüften. 

Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit erschwert die Aushärtung. Am Anfang der Trockenzeit ist das Material immer noch wasserlöslich. Ebenso verlängert eine zu warme Raumtemperatur das Trocknen. Die ideale Raumtemperatur ist für das Austrocknen des Materials ganz entscheidend und liegt idealerweise bei etwa 20 Grad.

Silikon richtig verarbeiten

Bevor Sie mit einer Neuverfugung beginnen, entfernen Sie alle Rückstände alter Fugen. Mithilfe eines flüssigen Silikonentferners reinigen Sie die Fugen wie ein Profi. Nur so gehen Sie nach der Aushärtung sicher, dass die Dichtigkeit gewährleistet ist.

Das Auftragen des Materials mit der Kartuschenpistole sollte rasch erfolgen. Bereits nach 15 Minuten können Sie keine Ausbesserungen mehr vornehmen. Das Silikon wird schnell starr und wasserunlöslich. Für Korrekturen tauchen Sie die Fingerkuppe Ihres Zeige- oder Mittelfingers in etwas Wasser mit Spülmittel und streichen die entsprechende Stelle vorsichtig glatt.

Das beachten Sie bei der Silikonverarbeitung:

  • Zuvor alle alten Fugenrückstände beseitigen.
  • Die zu verfugende Stelle mit Spezialmittel reinigen.
  • Das Silikon mit einer Kartuschenpistole rasch auftragen.
  • Korrekturen nur kurz nach dem Auftragen mit Finger und Spülmittelwasser vornehmen.
  • Ausreichende Austrocknungszeit beachten.

Silikon ist ein vielseitig einsetzbares Material. Halten Sie bei der Verwendung aber stets eine lange Trocknungszeit ein, damit keine Schäden entstehen.

Verwandte Artikel

Redaktionstipp: Hilfreiche Videos