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Dauerelastische Fugen selber ziehen - so geht's

Fugenmasse ist nicht gleich Fugenmasse. Diese Weisheit müssen Sie im Hinterkopf behalten, wenn Sie beim Renovieren, Bauen und Fliesenlegen Fugen abdichten und auffüllen müssen. Nicht jede Fuge darf hier mit Masse auf Zement- oder Harzbasis ausgefüllt werden. Denn diese Materialien werden starr, hart und undehnbar. Aber gerade wenn zum Beispiel verschiedene Werkstoffe aufeinandertreffen oder Übergänge von Fließen zu Sanitäranlagen geschaffen werden müssen, wobei dauerelastische Fugen nötig sind, müssen Sie Fugenmaterial nutzen, das elastisch bleibt.

Mit einer Kartusche ist Verfugen einfach.
Mit einer Kartusche ist Verfugen einfach.

Was Sie benötigen:

  • Fugenmaterial
  • Kartuschenpresse
  • Fugenglätter
  • Spülmittel
  • Messer

Dauerelastisches Fugenmaterial beim Heimwerken benutzen

In den meisten Fällen wird bei Bedarf dauerelastisches Fugenmaterial auf Kautschuk- oder Silikonbasis benutzt. Diese Dichtungsmasse erreicht nach seiner Aushärtung eine gewisse Reißfestigkeit, die das Material dehnbar macht, sie verbindet sich hervorragend mit den meisten fettfreien und sauberen Untergründen, ist sehr hitzebeständig und kann meist rückstandsfrei entfernt oder erneuert werden. In der Regel werden in diesem Dichtstoff auch keine Lösungsmittel verarbeitet und es wird nicht von den üblichen Reinigungsmitteln für Bad und Küche angegriffen. Beim Verfugen sollten Sie einige Dinge beachten, damit die Fuge lange schön bleibt:

  1. Sie benötigen die Dichtmasse, die Sie in einer Kartusche im Baumarkt erwerben können. Zusätzlich benötigen Sie eine Kartuschenpresse. Diese kann elektrisch oder manuell im Angebot sein. Für den einfachen Heimwerkergebrauch ist eine teure elektrische Presse nicht wirklich nötig.
  2. An der Kartusche befindet sich vorne ein kleiner Nippel, der mit Gewinde versehen ist. Auf diesen Nippel schrauben Sie die Hülse, die ebenfalls mit an der Kartusche hängt. Bevor Sie dies tun, müssen Sie allerdings mit einem scharfen Messer die Kartusche an der Front aufschneiden, also das kleine Häubchen am Nippel entfernen.
  3. Die Hülse, die Sie nun draufgeschraubt haben, besitzt schon eine kleine Öffnung. Schneiden Sie diese Öffnung leicht schräg etwas größer. Damit lässt sich das Material leichter herausdrücken und die Kartusche besser an der Fuge entlangführen.
  4. Die Fuge selbst müssen Sie natürlich nässe-, staub- und fettfrei gemacht haben. Setzen Sie die Presse, in die Sie die Kartusche eingelegt haben, so an, dass die schräge Hülsenöffnung gerade über der Fuge bewegt werden kann, also die Presse leicht schräg gehalten werden muss.
  5. Pumpen Sie die dauerelastische Masse in die Fuge und ziehen dabei die Presse immer ein Stück weiter voran. Achten Sie darauf, dass keine Wurst entsteht, sondern dass Sie überschüssiges Material mithilfe der Hülsenspitze immer mit sich mit ziehen, sodass schon allein beim Verfugen eine ansehnliche glatte Fugenfläche entsteht.
  6. Mit einem ebenfalls im Baumarkt erhältlichen Fugenglätter ziehen Sie überschüssiges Material von Ihrer eben gefüllten Fuge ab.
  7. Wenn dies getan ist, bleibt Ihnen noch die Glättung der Oberfläche. Hierzu reicht gewöhnliches Spülmittel aus, womit Sie Ihre Fingerkuppe benetzen und damit dann die Fuge entlangrutschen und Kanten und Fuge glätten. Durch das Spülmittel bleibt die Fugenmasse nicht an Ihren Händen kleben und beschädigt die noch frische Fuge nicht.

Sind Sie mit Ihrer Arbeit zufrieden, dann bitte in Ruhe aushärten lassen.

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