Monopoly spielen Sie mit zwei bis acht Personen. Ziel des Spiels ist es, durch geschickte Grundstückskäufe und Mieteintreibung das größte Vermögen anzuhäufen.

Spielanleitung für kapitalistische Imperien

  • Monopoly variiert ein wenig je nach Edition. Diese Spielanleitung bezieht sich auf das klassische Monopoly in der Euro-Version.
  • Vor Spielbeginn erhält jeder Spieler 1500 Euro Startkapital in einer bestimmten Zusammensetzung (2x500, 4x100,1x50, 1x20, 2x10, 1x5, 5x1 Euro) und eine Spielfigur. Auf die beiden Kartenfelder in der Mitte des Spielbretts werden die entsprechenden Karten in zwei verdeckten Stapeln hingelegt. Ein Mitspieler erklärt sich bereit, die Bank zu leiten.
  • Der erste Spieler würfelt mit zwei Würfeln und setzt seine Spielfigur, vom Los-Feld aus startend, auf das entsprechende Feld. Bei einem Pasch würfelt er nach Ausführung des Spielzuges noch einmal. Sollte er eine Reihe von 3 Paschs hintereinander haben, geht er allerdings ins Gefängnis.
  • Landet er auf einem Feld mit einem Straßennamen, kann er sich entscheiden, ob er die Straße für den angegebenen Preis kauft. Kauft er die Straße, so müssen alle folgenden Spieler, die auf diesem Feld landen, Miete an ihn zahlen. Auch die Bahnhöfe, das Elektrizitäts- und das Wasserwerk können gekauft werden. Die Preise sind auf der Besitzrechtkarte angegeben.
  • Auf den Bahnhöfen dürfen keine Häuser gebaut werden. Allerdings wird der Mietanteil mit der Anzahl der besessenen Bahnhöfe multipliziert - im Idealfall kassiert man also auf jedem Bahnhof die vierfache Miete. Auch Elektrizitäts- und Wasserwerk werden nicht bebaut. Die Miete richtet sich nach der Augenzahl des Wurfes, mit dem der Spieler auf dem Feld gelandet ist: Diese Zahl wird mit 4 multipliziert, falls man beide Werke besitzt mit 10.
  • Falls der Spieler die Karte nicht kaufen möchte, wird sie von der Bank versteigert und alle Spieler haben die Möglichkeit, sie zu ersteigern.
  • Landet der Spieler auf einem Ereignis- oder Gemeinschaftsfeld, deckt er die oberste Karte auf dem entsprechenden Stapel auf und befolgt die Anweisung.
  • Auf den Feldern mit den besonderen Steuern oder Abgaben sind die zu zahlenden Beträge angegeben. Wenn Sie auf dem Gefängnisfeld landen, sind Sie als Besucher dort und es passiert nichts. Landen Sie allerdings auf dem Feld "Gehen Sie in das Gefängnis" , ziehen die entsprechende Karte oder würfeln dreimal einen Pasch, dann sitzt Ihre Spielfigur im Gefängnis ein. Mieten eintreiben und Häuser bauen können Sie trotzdem noch.
  • Um aus dem Gefängnis freizukommen, können Sie in der nächsten Runde entweder die Karte "Du kommst aus dem Gefängnis frei" nutzen, 50 Euro an die Bank zahlen oder einen Pasch würfeln.
  • Jedes Mal, wenn ein Spieler das Los-Feld passiert, bekommt er 200 Euro.
  • Die Miete für die Straßen ist auf den Straßenkarten angegeben. Besitzt ein Spieler alle Straßen einer Farbe, so kann er darauf Häuser bauen und die Miete entsprechend erhöhen. Für die beiden Werke wird die Miete wie folgt berechnet: Hat der Besitzer nur eines der Werke, beträgt die Miete 4x die gewürfelte Zahl. Hat er beide Werke, zahlt der Mieter 10x die gewürfelte Zahl.

Häuser und Hotels bei Monopoly

  • Wenn ein Spieler alle Häuser einer Farbgruppe besitzt, kann er dort Häuser bauen. Die Häuser müssen gleichmäßig auf die Farbgruppe verteilt werden; es darf also in einer Straße erst das zweite Haus gebaut werden, wenn in allen Straßen der Gruppe je ein Haus steht.
  • Die Kaufpreise für die Häuser und die Mieten für die Grundstücke mit den unterschiedlichen Häuserzahlen können Sie der Straßenkarte entnehmen.
  • In jeder Straße dürfen nur vier grüne Häuser stehen. Das fünfte Gebäude wird dann ein rotes Hotel: Es kostet die vier Häuser plus den Preis für ein fünftes Haus. Pro Straße kann es nur ein Hotel geben.
  • Auf Grundstücke können Hypotheken aufgenommen werden. Die Bedingungen sind auf der Besitzkarte geregelt.
  • Wer bankrott geht, scheidet aus dem Spiel aus. Gewonnen hat, wer am Schluss als Letzter übrigbleibt.

Varianten bei Monopoly

  • Es gibt viele Möglichkeiten, das Spiel neben der regulären Spielanleitung etwas zu verfeinern oder die Spieldauer zu verkürzen. Bei sehr vielen Mitspielern kann es sehr lange dauern, bis alle Spieler außer einem bankrott sind. Stattdessen kann man sich vorher auf eine Zeitspanne festlegen - wer zu diesem Zeitpunkt dann am meisten Geld hat, ist der Sieger.
  • Sehr gängig ist die Variante, dass Spieler ihre Häuser und Hotels bei Geldmangel an die Bank zurückgeben können, meist zum halben Kaufpreis.
  • Häufig wird auf die Versteigerung von Grundstücken verzichtet. Das Grundstück kann nur von jemandem gekauft werden, der darauf landet, solange es noch frei ist.
  • Das Feld "Frei Parken" ist normalerweise ein reines Ausruhfeld ohne Funktion. Als Variante können Sie festlegen, dass alle Strafzahlungen durch die Ereignis- und Gemeinschaftskarten nicht an die Bank gehen, sondern in die Mitte des Spielbretts gelegt werden. Jedes Mal, wenn ein Spieler auf das "Frei Parken"-Feld gelangt, darf er das gesamte Geld in der Spielbrettmitte einkassieren. Diese Variante verlängert die Spieldauer gewöhnlich, denn so können auch fast bankrotte Spieler durch Glück wieder an eine erhebliche Geldsumme kommen.

Weitere Autorin: Eva Schuster