Was Sie benötigen:
  • Tacker

Die Auswahl des richtigen Materials für Ihre Polstermöbel

Lassen Sie sich im Fachgeschäft für Innendekoration beraten, welches Material für Ihren Verwendungszweck am besten geeignet ist. Bedenken Sie dabei die Eigenschaften für eine leichte Reinigung bei zum Beispiel Polstermöbeln, die von Kindern benutzt werden. Auch würde ich Ihnen empfehlen, für Ihren ersten Versuch als Polsterer ein nicht zu schweres Material zu verwenden.

    Bevor etwas neu entsteht, muss Altes verschwinden

    • Reißen Sie den alten Bezug nicht in blindem Aktionismus herunter. Sie müssen die alten Nägel, beziehungsweise Tackerkrallen sowieso alle entfernen. Also schauen Sie genau hin, wie der Vorgänger die Falten gelegt hat, wie er es erreichte, dass der Stoff überall glatt liegt und Falten nur dort entstanden sind, wo es nicht sichtbar ist.
    • Werfen Sie den alten Bezug nicht gleich in den Müll. Er gibt ein absolut passendes Schnittmuster ab, wenn Sie ihn einfach auf Ihren neuen Polstermöbelbezug auflegen und nach dieser Form die Schere ansetzen. Ein Zentimeter mehr Stoff schadet nie, wohl aber kann ein Zentimeter zuwenig den Verlust des Zuschnitts bedeuten und das Neubeziehen soll ja nicht teurer werden als nötig.

    Wie Sie beim Neubeziehen Ihrer Polstermöbel vorgehen

    • Nehmen Sie sich zum Neubeziehen für den Anfang ein einfaches Werkstück vor, zum Beispiel einen Stuhlsitz. Legen Sie den neuen Bezug so auf, dass die Ränder gleichmässig weit überstehen. Nun beginnen Sie an einer geraden Seite mit der Befestigung des Stoffes in gleicher Manier, wie der alte Stoff befestigt war. Achten Sie dabei immer auf eine straffe Lage des Bezuges an der Oberfläche.
    • Ist die erste Seite angetackert, beginnen Sie auf der gegenüberliegenden Seite, und zwar in der Mitte und arbeiten sich sowohl nach links, wie nach rechts zum Rand vor. So vermeiden Sie die Gefahr, am Ende eine sichtbare Falte zu haben. Immer schön straff ziehen, bevor getackert wird! Genau so verfahren Sie mit den anderen beiden Seiten.
    • Jetzt sind noch die Ecken lose. Dort lassen sich Falten nicht vermeiden. Verteilen Sie also den Überschuss an Stoff möglichst gleichmässig an der Unterseite und vermeiden Sie allzu große Verdickungen. Nur in der Ausnahme darf mit der Schere etwas entfernt werden. So wird dann angetackert. Wenn jetzt das Teil nach dem Neubeziehen wieder gut auf Ihr Polstermöbel passt, haben Sie alles richtig gemacht.
    • Dieses Prinzip gilt auch für größere Flächen bei Polstermöbeln, wie zum Beispiel eine Polsterbank. Haben Sie dort eine Rundecke mit Lehne neu zu beziehen,  müssen Sie den neuen Stoff der Lehne besonders straff nach oben und unten ziehen, um ein Abheben von der Polsterung zu vermeiden.