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Pokern - Anleitung für Anfänger

Neben zahlreichen Varianten des Pokerns gilt Texas Hold’em, das hier vorgestellt wird, als anspruchsvollste Spielart. Aber auch als Glücksspiel und Zeitvertreib der Unterwelt verkannt, braucht es doch ein gewisses Maß an Denkvermögen und Menschenkenntnis, um mit möglichst vielen Chips den Spieltisch zu verlassen. Es empfiehlt sich, in der Anfangsphase Spielgeld zu verwenden und mit Freunden zu spielen, die einem mit Ratschlägen zur Seite stehen und sich nicht einer gierigen Pokergemeinde auszusetzen. Zu einem coolen Auftreten gehört auch die Pokersprache, die dem anglophilen Sprachterrain entstammt, was die Lektüre von Spielanleitungen erschwert.

Pokern - Anleitung für Anfänger
Video von Benjamin Elting

Was Sie benötigen:

  • Pokerspielkarten
  • Chips
  • grüne Filz-Tischdecke
  • Geld für Einsätze

Grundlagen des Pokerns

  1. Zwei bis zehn Spieler können an einem Pokerspiel teilnehmen.
  2. Gespielt wird mit 52 französischen Spielkarten und Chips (oder Jetons).
  3. Bevor Sie zu pokern beginnen, bestimmen Sie die Limits für die Einsätze.
  4. Wenn Sie sich für No-Limit entscheiden, wird die Partie spannender, aber auch gefährlicher.
  5. Als Sieger gilt der Spieler mit der besten Pokerhand bzw. der letzte aktive Spieler der Runde.
  6. Eine Pokerhand besteht aus fünf Karten, die höchste Pokerhand gewinnt das Spiel, und der Sieger erhält sämtliche Chips.

Anleitung für Texas Hold’em

Vor Spielbeginn wird der Dealer (Kartengeber) bestimmt und vor seinem Platz ein Button abgelegt.

  1. Die beiden Spieler links vom Dealer müssen die Blinds (vorgeschriebene Zwangseinsätze) entrichten.
  2. Der erste Spieler links vom Dealer zahlt den Small Blind (erster und niedriger Zwangseinsatz), der Spieler links daneben setzt den Big Blind (doppelter Small Blind).
  3. Jeder Spieler erhält nun zwei verdeckte Karten (Pocket Cards).
  4. Der Spieler neben den Blinds startet die Setzrunde und geht mit (call), passt (fold) oder erhöht (raise). Bei einem Call muss der Big Blind bezahlt werden, bei einem Raise der zweifache Big Blind.
  5. So gibt im Uhrzeigersinn jeder Spieler seinen Einsatz bekannt. Die Runde endet schließlich beim Dealer. Er hat die beste Position, weil er als Letzter das Verhalten und die Einsätze aller anderen Spieler beobachten konnte.
  6. Beim nun folgenden Flop werden die ersten drei Gemeinschaftskarten aufgedeckt. Diese Karten gehören allen am Spiel aktiv Beteiligten.
  7. Die aktiven Spieler können nun aus den Gemeinschaftskarten und ihren persönlichen Startkarten eine eigene Pokerhand zusammenstellen.
  8. Jetzt folgt die zweite Setzrunde - entsprechend der ersten.
  9. Anschließend wird die vierte Gemeinschaftskarte ausgelegt (Turn).
  10. Wieder kann jeder aktive Spieler seine beste Hand finden.
  11. Nach der dritten Setzrunde wird die letzte Gemeinschaftskarte, die Riverkarte, offengelegt.
  12. Nun wird die letzte Setzrunde gespielt. Es kommt zum Showdown.
  13. Beim finalen Kartenabgleich wird der Gewinner des Pots (Gesamteinsatz am Tisch) ermittelt. Es zählen immer die besten Karten.
  14. Wenn mehrere Spieler die gleich gute Kombination einer Pokerhand haben, wird der Pot geteilt.

Kartenhände bei Internet-Anleitungen zum Pokern

Asse können auch als „1“ eingesetzt werden, um eine Straße (straight) oder einen straight flush zu bilden. Die Wertigkeit der verschiedenen Kartenkombinationen wird durch die Wahrscheinlichkeit, wie oft sie auftritt, begründet. Zum Beispiel liegt die prozentuale Wahrscheinlichkeit eines ROYAL FLUSH bei 0,00015 %.  Wahrscheinlichkeitsrechnungen sind in guten Poker-Anleitungen zu finden. Prägen Sie sich die gültigen Kombinationen in absteigender Reihenfolge gut ein:

  1. Der ROYAL FLUSH ist die höchstmögliche Hand beim Pokern. Ass - König - Dame - Bube - Zehn müssen in einer Farbe vorliegen.
  2. Der STRAIGHT FLUSH besteht aus fünf aufeinanderfolgenden Karten in einer Farbe.
  3. FOUR OF A KIND (Vierling) bedeutet vier gleiche Karten.
  4. Für ein FULL HOUSE brauchen Sie drei gleiche Karten + zwei gleiche Karten.
  5. Der FLUSH setzt sich aus fünf beliebigen Karten in einer Farbe zusammen.
  6. Fünf aufeinanderfolgende Karten in beliebigen Farben bilden den Straight (Straße).
  7. Drei gleiche Karten werden als Drilling bzw. THREE OF A KIND bezeichnet.
  8. TWO PAIRS (Zwei Paare) sind zweimal zwei gleiche Karten.
  9. Zwei gleiche Karten nennt man ein Paar bzw. ONE PAIR.
  10. Mit HIGH-CARD ist die höchste Karte einer beliebigen Farbe gemeint.

Der Wert Ihres Blattes setzt sich zusammen aus Ihren beiden Pocket Cards und den fünf Community Cards (Gemeinschaftskarten). Jedoch nur die besten fünf dieser sieben Karten werden gewertet. Sollten Sie zum Beispiel einen Vierling und Drilling haben, zählen nur der Vierling und die höchste Beikarte (Kicker).

Die zehn Gebote des Pokerns

  1. Beobachten Sie unauffällig die anderen Spieler und ihre Reaktionen.
  2. Passen Sie, wenn Sie keine gute Karte im Flop finden. Spielen Sie nur die wirklich guten Hole Cards.
  3. Ein Ass macht noch keine gute Hand. Die Beikarte entscheidet über die Kombinationsmöglichkeit.
  4. Wagen Sie aber bei einem guten Blatt einen hohen Einsatz.
  5. Achten Sie auf Ihre Position am Tisch. Bluffen oder spielen Sie aggressiver in einer späteren Position, wenn Sie mehr Informationen haben.
  6. Lernen Sie, den Tisch zu „lesen“, indem Sie in Online-Pokerräumen gute Spieler studieren.
  7. Zeigen Sie keine Gefühle, denn Ihre Gegner beobachten Sie sehr genau.
  8. Haben Sie Geduld und lassen sich Zeit, wenn Sie sich Ihre Chancen ausrechnen.
  9. Verpassen Sie nicht den richtigen Moment, auszusteigen, wenn Sie entweder zu frustriert sind oder die Chipberge immer höher werden. Gönnen Sie sich öfter mal eine Pause.
  10. Seien Sie zu Ihren Mitspielern höflich und bleiben stets cool.

Empfehlung: Poker-Anleitung für Anfänger:  "Die zehn goldenen Pokerregeln", Michael Körner, AniMazing GmbH Regensburg.

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