Manche Orchideen müssen zurückgeschnitten werden, damit ihre Blütenbildung sowie ihr gesamtes Wachstum angeregt werden. Die Art des Rückschnitts sowie der perfekte Zeitpunkt sind von Orchidee zu Orchidee unterschiedlich. Die folgende Anweisung entspricht den Bedürfnissen der Phalaenopsis-Orchidee, der in Deutschland meistverkauften und mit Abstand beliebtesten Art.
- 02.08.2010 Alexandra Forster
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
- Schere oder Messer, scharf
Orchideen sind sehr empfindliche Pflanzen
- Da Orchideen auf falsches Zurückschneiden sehr empfindlich reagieren, sollten Sie grundsätzlich eher zu wenig als zu viel schneiden. Es hat sich bewährt, scharfe Scheren oder Messer zu verwenden und diese vor der Nutzung zu desinfizieren.
- Die Blüten der Orchidee fallen nach dem Verwelken von alleine ab und müssen nicht abgeschnitten werden. Auch die Blätter der Orchidee werden von Zeit zu Zeit gelb und runzelig und dürfen erst von der Orchidee gezupft werden, wenn sie sich schon von alleine lösen.
- Grüne Pflanzenteile werden grundsätzlich nicht geschnitten. Wenn Sie nur sichtlich abgestorbene Stängel, Blätter, Wurzeln und Triebe zurückschneiden, können Sie nicht viel falsch machen.
- Man unterscheidet zwischen einem Rückschnitt der Triebe nach der ersten Blüte, der die Bildung einer zweiten Blühphase anregen soll und dem kompletten Orchideenschnitt nach dem Absterben der sichtbaren Pflanzenteile.
- Wenn die Blüten Ihrer Orchidee abgefallen sind, können Sie die einzelnen Stängel über dem dritten Auge, eine knospenähnliche Verdickung des Stängels, zurückschneiden. Bis zu dieser Stelle kann die Orchidee dann ein weiteres Mal austreiben und neue Blüten bilden.
Das Zurückschneiden sollte geschehen, wenn die Blätter welk sind
- Nach der zweiten Blüte färben sich meist die Blätter gelb und werden welk. Jetzt sollten Sie die Orchidee ganz zurückschneiden. Zupfen Sie die abgestorbenen Blätter ab und schneiden Sie die vertrockneten Stängel zurück. Es kann sein, dass Sie die Orchidee bis wenige Zentimeter über dem Substrat abschneiden müssen.
- Achten Sie beim Zurückschneiden darauf, keine Wurzeln zu verletzen. Manchmal kommen beim Umtopfen einzelne verfaulte Wurzeln ans Licht, die dann ebenfalls zurückgeschnitten werden sollten.
- Manche Orchideen trocknen nie völlig ein und müssen deshalb auch nicht radikal zurückgeschnitten werden. Andere Arten halten nach dem Zurückschneiden eine bis zu 6 Monate dauernde Ruhephase, in denen weder neue Blätter noch Triebe gebildet werden.