Katzennahrung selber machen - ein Rezept für Katzenfutter

Katzenbesitzer in Deutschland geben jährlich Millionen von Euro für Katzennahrung aus. Im Großen und Ganzen ist gegen industrielles Katzenfutter nichts einzuwenden. Ihre Katze bekommt alle wichtigen Nährstoffe und ist rundherum gut versorgt. Aber vielleicht liebt es Ihre Katze noch mehr, wenn Sie Katzenfutter mal selber machen. Versuchen Sie es einfach mal.
Ina Seyfried
30.09.2010 Ina Seyfried
Was Sie benötigen
  • ca. 200 gr Hühnerfleisch/ Innereien/ Kaninchen oder gefrorenen Fisch
  • ca. 70 gr Leber
  • 1 Eßlöffel Gemüse z.B. geraspelte Möhre, gekochte Kartoffel/ Brokkoli vom Vortag
  • Vitaminflocken
  • Taurintablette
  • 1 Kapsel Lachsöl
  • Topf zum kochen
  • Pürrierstab

Katzenfutter selber machen ist gar nicht so schwer und zeitaufwändig ist es auch nicht wirklich. Sollten Sie allerdings vorhaben Katzennahrung nur noch selber zu machen, wäre es ratsam sich bei einem Tierarzt zu informieren. Er kann Sie genau über die Zusammensetzung von Tiernahrung beraten, da Katzen schnell Mangelerscheinungen bekommen können. Außerdem wäre eine Untersuchung auf Krankheiten ratsam, da Katzen mit Diabetes oder Nierenproblemen spezielle Nahrung bekommen sollten.

Wie Sie Katzennahrung selber machen können

  • Waschen Sie das Fleisch gründlich mit warmen Wasser ab. Schneiden Sie das Fleisch in kleinere Stücke.
  • Da das Fleisch abgekocht werden soll, nehmen Sie einen Topf und füllen Sie ihn mit etwas Wasser. Das Fleisch soll nur mit wenig Wasser bedeckt sein. Kochen Sie das Wasser auf und geben Sie das Fleisch in das kochende Wasser.
  • Danach schalten Sie auf die mittlere Stufe Ihres Herd und lassen das Fleisch mit geschlossenem Topfdeckel ca. 20- 30 Minuten kochen.
  • Sollten Sie sich für den gefrorenen Fisch (damit wird purer Fisch gemeint, bloß keine Fischstäbchen) entschieden haben, sollte er so lange gekocht werden, bis er aufgetaut ist.
  • In der Zwischenzeit kann ein Stück Möhre klein geraspelt werden. Sie können aber auch ein Stück gekochte Kartoffel oder Brokkoli vom Vortag bereit stehen lassen.
  • Wenn das Fleisch fertig gekocht ist, schütten Sie das Kochwasser ab und geben Sie das Fleisch in ein Gefäß, indem es püriert werden kann.
  • In dieses Gefäß kommt das Fleisch, Gemüse, Vitaminflocken und ca. 1/2 Taurintablette ( schauen Sie hier bitte genau auf die Dosierangabe auf der Verpackung).
  • Sie können auch eine Lachsölkapsel aus einem Tierfachmarkt hineingeben. Schauen Sie auch hier auf die Angaben des Herstellers. Pürieren Sie die Fleisch-Gemüsemasse und füllen Sie diese nach dem Abkühlen in den Futternapf.

Einige Ratschläge zum selbstgemachten Katzenfutter

  • Kochen Sie Fleisch, vor allem Hühnerfleisch immer gut durch. Die Belastung durch Salmonellen ist hier sehr hoch.
  • Geben Sie Ihrer Katze nicht allzu oft Leber. Der hohe Vitamin A Gehalt kann zu einer Stoffwechselkrankheit führen. Verwenden Sie keine scharfen Gewürze, Zwiebeln oder Knoblauch.
  • Füttern Sie nicht heiße Katzennahrung. Auch Ihre Katze kann sich die Zunge verbrennen.
  • Die direkte Gabe aus dem Kühlschrank kann Durchfall verursachen. Lassen Sie es ca. 20 min bei Raumtemperatur stehen, bevor Sie es verfüttern.
  • Selbstgemachtes Katzenfutter kann portionsweise eingefroren werden. Sie können sich so gut einen Vorrat anlegen.

Auch wenn Sie mit Liebe gekocht haben und alles richtig gemacht haben, kann es sein, dass Ihre Katze Ihre Arbeit nicht würdigt und den Futternapf unberührt lässt. Katzen haben nun mal Ihren eigenen Willen und diesem Ruf müssen sie natürlich auch gerecht werden.

Diese Anleitung
helpster
31.05.2011 Videoproducer helpster

Leser-Tipps (3) Ihren Tipp zur Anleitung schreiben
  • Michael | 20.10.2011, 08:43

    >> Waschen Sie das Fleisch gründlich mit warmen Wasser ab. Schneiden Sie das Fleisch in kleinere Stücke. << Ich kenne mich zwar mit Katzenfutter nicht aus, davon würde ich allerdings dringend abraten. Fleisch sollte möglichst nicht mit Trinkwasser in berührung kommen da es viele Bakterien enthält und gerade warmes Trinkwasser ist hier besonders gefärlich. Das abwaschen schadet definitv und bringt auch nichts. Bakterien aus dem Wasser finden auf dem aufgewärmten Fleisch einen wunderbaren Nährboden. Auch Fleisch niemals unter warmen Wasser auftauen ( wenn dann nur im Plastikbeutel damit es nicht mit dem Wasser in berührung kommt. Ich würde es dahingehend ändern ;) >> Schneiden Sie das Fleisch in kleinere Stücke. Waschen Sie die Hände gründlich mit warmen Wasser und Seife ab. << ( Gerade bei Geflügel wäre das angebracht/ auch Schneidunterlage und Messer sollte nur für das Geflügel und nicht direkt auch für das Gemüse verwendet werden)

  • Gina | 29.10.2011, 20:33

    1. Trinkwasser ist garantiert nicht schädlich, da es sowas von gründlich kontrolliert ist, dass es teilweise gesünder als Mineralwasser ist. 2. Da das Fleisch in dem heißem Wasser sowas von abgekocht wird, haben Bakterien eh keine Chance, deshalb verstehe ich diese Thematisierung des Wassers auch nicht.

  • Barferin | 25.12.2011, 13:08

    Herzlichen Dank für die Informationen. Bei aller Angst vor einer Infektion sollte man wissen, dass rohes Fleisch für die Katze immer noch die gesündeste Ernährungsform ist und das Kauen größerer Fleischstücke die Zähne reinigt (im Gegensatz zum Irrglauben, Trockenfutter würde das tun!!). Wenn man sorgsam mit rohem Fleisch umgeht, sollte man das Risiko gering halten können und eine gesunde Katze hat normalerweise sowieso eine hohe Widerstandskraft gegen Salmonellen. Ich füttere seit Jahren meine Katzen zu einem gewissen Anteil roh und wir hatten noch nie ! eine Infektion. Aber sehr gesunde und glückliche Katzen :-).

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