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ITC in Erdkunde - eine Definition

ITC in Erdkunde - eine Definition 1:36
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Die ITC, die innertropische Konvergenzzone, bestimmt das Klima in Äquatornähe und beeinflusst auch die Entstehung der Klimazonen. Im Fach Erdkunde gehört die ITC zum Unterrichtsstoff. Im folgenden Artikel erfahren Sie, wie die ITC entsteht und welche Auswirkungen sie hat.

Die Innertropische Konvergenzzone - ein Begriff aus der Erdkunde

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  • ITC, ein Fachbegriff aus der Erdkunde, ist die Abkürzung für Inter Tropic Convergence. Auf Deutsch heißt das intertropische oder auch innertropische Konvergenzzone. Das ist eine Tiefdruckrinne, die sich in der Nähe des Äquators um den gesamten Erdball herum bildet. Diese Rinne ist einige hundert Kilometer breit.
  • In der innertropischen Konvergenzzone treffen die nördlichen und südlichen Passatwinde aufeinander, denn die Entstehung der ITC hängt auch mit der Entstehung der Passatwinde zusammen.
  • In Äquatornähe, je nachdem wo die Sonne jeweils im Zenit steht, erwärmen sich Erde und Luft durch die intensive Sonneneinstrahlung am stärksten. Die warme Luft steigt auf und dehnt sich in der Höhe aus, wodurch dort der Luftdruck wieder abnimmt.
  • Die Luftmassen kühlen ab und fließen in nördliche und südliche Richtung. Dort sinken sie bei jeweils ungefähr 30 Grad nördliche und südliche Breite, das ist variabel, wieder nach unten.
  • Das Aufsteigen der Luft führt in Bodennähe zu einem Tiefdruckgebiet, der Tiefdruckrinne. Dieses saugt die im Norden und Süden absinkende Luft wieder an, wodurch die Passatwinde entstehen.
  • In der ITC treffen die nördlichen und südlichen Passatwinde aufeinander. Diesen Vorgang nennt man Konvergenz. Von dort aus steigen die Luftmassen wieder nach oben, sodass eine Art Kreislauf entsteht.
  • Aufgrund der Erdrotation und der damit zusammenhängenden Corioliskraft kommen die Passatwinde jedoch nicht exakt aus nördlicher und südlicher Richtung, sondern sie werden etwas nach Westen abgelenkt und kommen demnach aus Südost und Nordost.
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Klima und Besonderheiten der ITC

  • Durch die aufsteigende feuchte Luft kommt es innerhalb der ITC zu starken Wolkenbildungen. Die schnelle Kondensation in der Höhe führt mehrmals am Tag zu kurzen Niederschlägen, dem Zenitalregen, und auch zu Gewittern. Sonst ist es innerhalb der innertropischen Konvergenzzone meist windstill.
  • Diese Wetterercharakteristik ist besonders über den Ozeanen ausgeprägt, da über den Landmassen zusätzlich andere Faktoren auf die Wetterlage Einfluss nehmen.
  • Die Lage der ITC schwankt im Jahresverlauf. Das hängt damit zusammen, dass sich auch der Zenitstand der Sonne im Jahresverlauf verändert. Die ITC bildet sich immer dort, wo die Erde am stärksten durch Sonnenstrahlen erwärmt wird und folgt dem Zenitstand der Sonne ungefähr mit einer Verzögerung von einem Monat.
  • Im Nordsommer liegt die innertropische Konvergenzzone nördlich und im Südsommer südlich des Äquators, im Frühjahr und Herbst dementsprechend nah am Äquator.
  • Aber auch die Verteilung von Landmassen und Ozeanen beeinflusst die Bildung der ITC. Der Grund liegt im unterschiedlichen Erwärmungsverhalten von Land- oder Wassermassen. Über den Ozeanen verschiebt sich die ITC weniger vom Äquator weg als über den Landmassen.
  • Die größte Entfernung der ITC vom Äquator tritt im Sommer auf der Nordhalbkugel auf, besonders über Asien. Daneben bildet sich eine schwächere, sekundäre ITC in der Nähe des Äquators. Der Grund dafür ist, dass der Südostpassat zum Äquator strömt und dort ein Teil dieser Luftmassen aufgrund der Ablenkung durch die Erdrotation wieder nach oben steigt. Zwischen der ITC und der sekundären ITC bildet sich der Südwestmonsun, ein weiteres Phänomen auf dem Gebiet der Erdkunde.
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