Hund kommt nicht, wenn ich rufe - so lernt Ihr Hund auf Abruf zu kommen

Loben Sie den Hund stets, wenn er zu Ihnen kommt, wenn Sie ihn rufen. Loben Sie den Hund stets, wenn er zu Ihnen kommt, wenn Sie ihn rufen.
Dass der Hund nicht kommt, wenn man ihn ruft, kann daran liegen, dass der Hund die Rangordnung nicht anerkennt und den Menschen nicht als Herrchen ansieht. Meist ist es allerdings lediglich eine Frage mangelhafter Erziehung, die sich mit konsequenten Übungen leicht verbessern lässt.
Frauke Itzerott
21.09.2010 Frauke Itzerott
Was Sie benötigen
Hierbei könnten Sie Hilfe brauchen
  • Schleppleine
  • Leckerli oder Spielzeug zur Belohnung
  • Geduld und Konsequenz

Ein gut erzogener Hund kommt auf Abruf

  • Das zuverlässige Abrufen des Hundes ist eine der wichtigsten Kommandos, die der Hund beherrschen sollte. Deshalb ist es besonders wichtig dieses Kommando schon dem kleinen Welpen konsequent beizubringen. Doch, keine Sorge, auch ein erwachsener, aber schlecht erzogener Hund kann dies noch lernen.
  • Der Hund muss das Kommando zum Herkommen (z.B. „Hier!“) mit etwas positivem in Verbindung bringen: Warum sollte er sonst die spannende Welt mit Gerüchen, anderen Hunden und Jagdbeute stehen und liegen lassen, um zu Ihnen zu kommen? Am besten gelingt das mit einer Belohnung in Form von einem Leckerli, da die meisten Hunde recht verfressen sind. Hunde, die sich nicht so sehr für einen Happen zwischendurch begeistern können, können auch mit einem bevorzugten Spielzeug und einem kurzen Spiel belohnt werden. Dies kann zusätzlich mit einem verbalen Lob kombiniert werden.

Das ist zu tun, wenn der Hund nicht kommt

  1. Zunächst rufen Sie den Hund mit dem späteren Kommando zu seinem Futternapf, immer wenn er gefüttert wird. Sie stellen den Futternapf auf dem üblichen Platz ab und rufen: „Hier!“. Schon nach wenigen Wiederholungen wird der Hund das Kommando „Hier!“ mit seinem Fressen in Verbindung bringen.

  2. Als nächsten Schritt rufen Sie den Hund mit dem Kommando in der Wohnung zu sich, ohne Futternapf, sondern mit einem Leckerli als Belohnung.

  3. Dann rufen Sie ihn aus dem Garten zu sich, wo sich ihm schon weitaus mehr Ablenkung bietet. Falls Sie keinen Garten besitzen, fällt dieser Schritt natürlich weg.

  4. Ist der Hund nun im häuslichen Bereich zuverlässig abrufbar, können Sie das Training auf die Spaziergänge ausweiten. In der Zeit des Trainings sollte der Hund natürlich keine Spaziergänge ohne Leine unternehmen. Denn das wichtigste ist, dass der Hund lernt, dass er Ihren Befehl nicht ignorieren darf. Durch diese Lernerfahrung kam es vermutlich dazu, dass er nicht mehr gekommen ist, wenn er gerufen wurde.

  5. Beim Spaziergang benutzen Sie nun am besten eine Schleppleine. Dadurch hat der Hund Bewegungsfreiheit, kann sich aber Ihrem Einfluss nicht entziehen. Zunächst können Sie den Hund erstmal zu sich locken und dann, wenn er fast bei Ihnen ist, erst das Kommando „Hier!“ geben. Dadurch ist gewährleistet, dass der Hund sich nicht doch noch ablenken lässt und das Kommando ignoriert. Die Schleppleine dient dazu, den Hund zu sich zu ziehen, falls er das Kommando doch nicht befolgt. Ziehen Sie bestimmt, aber nicht brutal, der Hund soll schließlich nicht verletzt werden. Loben Sie den Hund stets, wenn er sich Ihnen zuwendet, auch wenn dies nicht auf ein Kommando hin geschieht.

Bedenken Sie, immer den nächsten Erziehungsschritt erst zu gehen, wenn der Hund das geforderte Ziel absolut zuverlässig erfüllt hat. Bleiben Sie geduldig und konsequent, dann wird Ihr Hund Ihnen bald wieder gehorchen und zu Ihnen kommen, wenn Sie ihn rufen.

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