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Hunderudel gemeinsam beschäftigen - so geht's

Hunderudel gemeinsam beschäftigen - so geht's3:46
Video von Sabine Gert-Schlühr3:46

Sie betreuen mehrere Hunde im Haushalt. Da ist es oftmals nicht einfach allen Tieren gerecht zu werden. Sicherlich braucht jeder einzelne Hund Zeiten nur mit seinem Menschen alleine, aber das können Sie auch geschickt in einer gemeinsamen Hunderudel-Stunde unterbringen. Spielen Sie einfach "Hundeschule" zuhause.

Was Sie benötigen:

  • Leckerchen

Grundsätzlich sind zwei Hunde im Haushalt natürlich auch schon ein kleines Rudel, aber die gemeinsame Beschäftigung ab drei Hunden aufwärts stellt schon einen besonderen Anspruch an den Besitzer und soll in diesem Artikel thematisiert werden.

Vorbereitung der einzelnen Hunde auf das Rudeltraining

Jeder einzelne Hund des Rudels sollte über einen gewissen Grundgehorsam verfügen, den Sie dem Tier in Einzelübungen beibringen müssen.

  • Dazu gehört auf jeden Fall das "Sitz" bzw. "Platz" mit einem "Bleib". Sie müssen sich darauf verlassen können, dass Ihr Tier auf einer zugewiesenen Stelle bleibt, auch wenn Sie sich entfernen und anschließend aus Hundesicht etwas ganz Interessantes machen.
  • Ihr Hund sollte möglichst nicht futterneidisch sein. Das können Sie schon im Rudel trainieren. Lassen Sie immer mal wieder Ihre Hunde vor sich absitzen und geben Sie jedem Hund nacheinander ein kleines Futterstück. Dieses Ritual sollten Sie mehrmals am Tag für wenige Minuten wiederholen. Wichtig ist hier am Anfang, dass es keine Superleckerchen sind, sondern beispielsweise das normale Trockenfutter. Auch ist es hilfreich, wenn die Hunde nicht ausgehungert sind, sonst ist der Impuls, dem anderen etwas wegzuschnappen, umso größer. Ihre Hunde lernen so, dass wirklich jeder von ihnen an die Reihe kommt.
  • Weiterhin ist wichtig, dass jeder Hund seinen Namen kennt. Während Einhunde-Besitzer nur die jeweiligen Kommandos geben brauchen, sollten Rudelbesitzer vor jedem Kommando auch den Hundenamen setzen. Soll Hund Bello das Kommando "Sitz" ausführen, heißt es dann also immer "Bello - Sitz".

Beschäftigung eines Hunderudels

Wenn Sie mit Ihrem Hund an einer Trainingsstunde in der Hundeschule teilnehmen, kommen Sie und Ihr Tier auch im Verhältnis wenig an die Reihe, denn oftmals läuft es so ab, dass ein Team etwas vorführt und die anderen zuschauen. Trotzdem ist Ihr Hund nach der Hundestunde müde und kaputt, weil auch das Zuschauen und Nicht-Agieren für das Tier anstrengend ist. Das können Sie mit Ihrem Rudel auch zu Hause machen.

  • Betrachten Sie Ihr Hunderudel als eine Einheit. Lassen Sie alle Hunde vor sich absitzen und geben allen eine Belohnung. Drehen Sie sich um und gehen ein paar Schritte weg. Der Hund, der Ihnen als Erstes folgt und sich wieder vor Sie hinsetzt, wird belohnt. Am Anfang sollten Sie nicht so streng sein und allen Tieren eine Belohnung geben, wenn sie denn gefolgt sind. Später bekommt aber nur noch der Hund, der als Erstes vor Ihnen sitzt, ein Leckerchen. Was meinen Sie, wie schnell Ihnen die Hunde irgendwann folgen werden.
  • Trainieren Sie im Rudel mit jedem einzelnen Hund, während die anderen Hunde am Rande zuschauen müssen. Am besten geht es, wenn Sie alle Hunde erst einmal am Rand der Trainingsfläche abliegen lassen. Nun nehmen Sie einen Hund heraus und trainieren mit ihm so, dass die anderen zuschauen können. Mit dem Hund in der Mitte rufen Sie am Anfang einfach nur gängige Kommandos wie "Sitz", "Platz", "Pfötchen" ab. Sind die Hunde am Rande noch nicht so weit, dass sie sicher liegen bleiben, können Sie sie auch am Geschirr anbinden. Bringen Sie den Hund aus der Mitte nach ca. 5 Übungen wieder an den Rand und wählen ein anderes Tier aus. Nach einer halben Stunde werden alle Hunde müde sein, vor allem, wenn Sie schnell und zügig wechseln.

Steigerungsmöglichkeit der Trainingseinheiten

  • Am Anfang sollten Sie die Übungen im Haus ohne Ablenkungen durchführen. Danach verlegen Sie die Hundestunde in den Garten oder sogar in den Wald. Im Wald haben Sie zudem die Möglichkeit, dass Sie einzelne Hunde für eine kurze Zeit an Bäumen anbinden können, um mit einem anderen Hund in Ruhe trainieren können.
  • Wenn Sie das Rudel als Einheit trainieren, variieren Sie in der Wahl der Leckerchen. Mal gibt es Superleckerchen, mal nur ganz gewöhnliches Futter und manchmal gibt es auch einfach gar nichts für eine Übung. So bleiben Sie als Rudelführer spannend.
  • Seien Sie einfallsreich und sorgen Sie auch im Rudeltraining für Überraschungen. Wandeln Sie Übungen spontan ab, indem Sie nicht immer die gleiche Reihenfolge benutzen. Hunde sind schlau und achten sehr auf Ihre Körpersprache.

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