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Hund ohne Leine - Training für einen gehorsamen Hund

Wer einen jungen Hund hat, hat zunächst alle Hände voll zu tun mit der grundsätzlichen Erziehung und dem Training der Grundkommandos. Sind die gröbsten Probleme überstanden, wollen Sie den Hund gern von der Leine lassen. Doch wie stellen Sie sicher, dass Ihr Hund zuverlässig gehorcht?

Wenn der Hund Ihnen vertraut, ist das Laufen ohne Leine ein Kinderspiel.
Wenn der Hund Ihnen vertraut, ist das Laufen ohne Leine ein Kinderspiel.

Was Sie benötigen:

  • Schleppleine
  • Leckerlis
  • viel Geduld

Voraussetzung und Regeln für das Laufen ohne Leine

Hunde sind meistens laufbegeisterte Tiere - ein Leben an der Leine ist für sie eintönig und öde. Doch nicht jeder Hund kann überall frei laufen.

  • Sie sollten sich zunächst über die rechtliche Lage an Ihrem Wohnort informieren. In vielen Städten ist das Freilassen von Hunden nur auf bestimmten Flächen und Wegen erlaubt. Extra ausgeschilderte Hundewiesen sind ein guter Übungsort.
  • Ihr Hund muss einige Voraussetzungen erfüllen: Er muss die Grundkommandos "Sitz" und "Platz" sicher beherrschen und auf seinen Namen hören. Außerdem darf er natürlich keinesfalls aggressiv gegenüber anderen Menschen und Tieren sein.
  • Ebenfalls als problematisch sind Hunde mit einem starken Jagdtrieb zu betrachten. Besonders in Wäldern sollte das Tier nicht ohne Leine laufen, damit es nicht in Versuchung kommt zu wildern.
  • Auch wenn der Hund schon sicher ohne Leine läuft, sollten Sie ihn immer unter Kontrolle haben. Es versteht sich von selbst, dass Sie ihn nicht auf fremde Menschen oder angeleinte Hunde zulaufen lassen. Bei Begegnungen rufen Sie ihn ab und leinen ihn an.
  • Grundvoraussetzung für das Training ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Halter und Tier. Wenn der Hund Sie als Beschützer sieht, wird er auch abgeleint seine Konzentration auf Sie richten.

Möglichkeiten des Trainings

  • Das Training mit einem jungen oder unerfahrenen Hund beginnen Sie zunächst an einer Schleppleine, die etwa zehn bis 15 Meter lang sein sollte. So haben Sie den Hund noch im Griff und können im Zweifelsfall die Leine verkürzen. 
  • Überlegen Sie sich ein Wort, auf welches der Hund hören soll, beispielsweise "Komm".
  • Lassen Sie die Schleppleine locker und den Hund neben sich laufen. Hier können Leckerlis behilflich sein. In regelmäßigen Abständen rufen Sie Ihr Kommando und loben Ihren Schützling überschwänglich, wenn er gehorcht. 
  • Mit der Zeit können Sie die Leine immer länger lassen und irgendwann den Hund komplett ableinen. Vergessen Sie nie, ihn nach einer Lektion zu loben!
  • Besonders junge Hunde haben einen starken Folgetrieb. Wenn er einmal zurückbleibt und die Gegend erkundet, müssen Sie ihn nicht sofort rufen. Nach wenigen Minuten wird er von selbst nach Ihnen schauen und auf Ihr Rufen hören.
  • Alternativ können Sie ihn mithilfe eines Clickers trainieren. Bei der Clickermethode gewöhnen Sie ihn zunächst daran, dass mit dem Klick-Geräusch eine Belohnung erfolgt. So verknüpft er das Geräusch mit einem positiven Erlebnis. Wenn er nun im Training gehorcht, benutzen Sie den Clicker, woraufhin der Hund weiß, dass sein Verhalten richtig ist.

Der Hund ist ausgebüxt - wie Sie das Vertrauen wieder herstellen

  • Wenn der Hund einmal nicht gehorcht hat, sollten Sie versuchen herauszufinden, wie es dazu kam. Meist liegen solche Situationen daran, dass er sich erschrocken hat, beispielsweise vor einem lauten Geräusch. 
  • Ursächlich kann auch eine Unterforderung des Hundes sein. Wenn er zu wenig Auslauf und Beschäftigung bekommt, kann es sein, dass sein Bewegungsdrang zu groß geworden ist.
  • In einem solchen Fall sollten Sie wieder mit der Schleppleine im Training beginnen. Überlegen Sie sich ein neues Kommando - zum Beispiel "Bei Fuß".
  • Wenn sich das Verhalten des Hundes nicht ändert und er nicht zuverlässig ohne Leine gehorcht, sollten Sie eine professionelle Hundeschule aufsuchen.

Nicht jeder Hund ist ein Engel und für das Laufen ohne Leine geboren. Doch mit Geduld und Konsequenz kann beinahe jeder Hund lernen, Sie als Vertrauensperson zu sehen.

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