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Holz bemalen - so klappt's

Holz bemalen - so klappt's3:32
Video von Brigitte Aehnelt3:32

Holz zu bemalen ist - je nach Methode - unterschiedlich schwierig. Außerdem müssen Sie sich im Vorfeld Gedanken darüber machen, welchen Effekt Sie erzielen wollen. Wenn Sie Holz bemalen, haben Sie die Wahl zwischen Beizen, Lasieren und Lackieren.

Wenn das Holz nach dem Bemalen heller sein soll, als der originale Ton, kommt Lackieren oder Lasieren infrage. Beim Lackieren wird die Maserung des Holzes komplett mit Farbpigmenten abgedeckt. So können Sie zum Beispiel dunkle Eiche weiß anmalen. Beim Lasieren scheint die Maserung durch den Farbauftrag hindurch; es bleibt so der Charakter des Holzes erhalten. Mit der Methode des Beizens können Sie Holz nicht heller, sondern nur dunkler machen. Die Farbpigmente der Holzbeize ziehen in das Holz ein. So können Sie zum Beispiel einem hellen Kiefernbrett einen dunklen Mahagoni-Ton verpassen; anders herum geht das nicht.

Holz vor dem Anstrich schleifen - Das ist wichtig!

  • Unabhängig davon, mit welcher Methode Sie das Holz bemalen wollen, muss es möglichst glatt geschliffen sein. Wenn Sie lackieren möchten, und dafür vielleicht sogar Hochglanzlack vorgesehen haben, müssen Sie darauf gefasst sein, dass jede, noch so kleinste Unebenheit, danach sichtbar bleibt.
  • Bei der Methode des Lasierens wird der Farbauftrag gleichmäßiger, wenn Sie das Holz vorher gut schleifen.
  • Beizen - die schwierigste Methode - setzt perfekt geschliffenes Holz voraus, da die Beize ansonsten unterschiedlich stark vom Holz aufgesaugt wird und das Ergebnis fleckig würde.
  • Für alle drei Methoden gilt, dass das Holz vor dem Bemalen frei von Fett, Wachs, Politur und Schleifstaub sein muss. Außerdem muss es trocken sein.

So geht das Bemalen

  • Möchten Sie Lackieren, haben Sie die Wahl zwischen lösemittelhaltigem und lösemittelfreiem Lack. Der Lack ohne Lösemittel ist in flüssigem Zustand wasserlöslich, was das Auftragen etwas erleichtert. Außerdem können Sie nach dem Anmalen die Pinsel einfach mit Wasser auswaschen. Rühren Sie die Farbe gut auf, bevor Sie mit der Arbeit beginnen. Tragen Sie beim Lackieren lieber mehrere dünne Schichten übereinander auf, als eine dicke. Dies ergibt eine gleichmäßigere Oberfläche und vermindert das Risiko, dass sich sogenannte Farbnasen und Tropfen bilden. Lassen Sie den Anstrich jedes Mal gut trocknen, bevor Sie die nächste Schicht aufbringen. Am besten lesen Sie die Anwendungshinweise auf der Farbdose.
  • Beim Lasieren können Sie ebenfalls mehrere Farbschichten auftragen, je nachdem, wie intensiv der Farbton sein soll. Arbeiten Sie zügig und gleichmäßig, dann wird das Ergebnis Ihren Vorstellungen entsprechen. Weitere Hinweise zu dieser Methode finden Sie hier.
  • Das Beizen von Holz ist deshalb so schwierig, weil die Beize, sobald Sie auf das Holz trifft, in die Fasern einzieht. Dies bedeutet, dass Sie sehr, sehr schnell arbeiten müssen, damit keine Übergänge sichtbar werden. Diese Methode sollten Sie möglicherweise erst mal an einem Probestück testen, denn die in das Holz eingezogenen Farbpigmente lassen sich nicht mehr entfernen.

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