Dill pflanzen, pflegen und verwenden - Hinweise

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Dill wird - soweit bekannt - seit dem frühen Mittelalter als Heilpflanze verwendet. Schon damals wurde er vor allem wegen seiner wohltuenden Wirkung auf die Verdauung geschätzt. Außerdem wandte man ihn offenbar auch als Abwehrmittel gegen bösen Zauber an.

  • Dill hat Ähnlichkeiten mit Fenchel. Wenn Sie planen, ihn in Ihrem Garten anzupflanzen, wählen Sie einen Platz, an dem er genügend Abstand zu Fenchelpflanzen hat, um eine Kreuzbestäubung zu vermeiden.
  • Dill können Sie im späten Frühjahr als Samen einpflanzen. Verwenden Sie einen nährstoffreichen, durchlässigen Boden, den Sie mit viel Feuchtigkeit versorgen.
  • Schneiden Sie Ihren Dill regelmäßig, so haben Sie lange Freude an dem aromatischen Küchenkraut. Zum Würzen verwenden Sie Blätter und Samen, letztere können Sie im Spätsommer ernten.
  • Dill können Sie neben seiner Verwendung als Küchenkraut, z. B. zum Salat oder in Suppen, auch als Aufguss der Blätter bei (stressbedingten) Verdauungsbeschwerden, wie Magenkrämpfen und Blähungen, einsetzen. Wegen seiner milden und gleichzeitig positiven Wirkung können ihn auch Kinder ab etwa sechs Jahren trinken.
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Das Konservieren von Dill  

Kräuter wie Dill können Sie auf verschiedene Weise konservieren. Die Methode wählt man u. a. nach der Konsistenz des frischen Krautes. Hier einige Hinweise zur Haltbarmachung von Dill.

  • Trocknen: Schnell und effizient können Sie frischen Dill konservieren, indem Sie ihn zu lockeren Sträußen gebunden an einem warmen und dunklen Ort kopfüber aufhängen. Durch das Zirkulieren warmer Luft ist er binnen weniger Tage bereit zur Aufbewahrung. Wenn Sie feststellen, dass die Blätter leicht spröde geworden sind, können Sie sie abstreifen und in Schraubgläsern an einem dunklen Ort lagern. Auf diese Weise halten sie sich etwa ein Jahr.
  • Einfrieren: Eine andere Methode der Konservierung, die sich vor allem für den zarten Dill sehr gut eignet, ist das Einfrieren. Verpacken Sie dazu das frische Kraut einfach in Gefrierbeutel und legen Sie diese ins Tiefkühlfach.
  • Salzmethode: Pflücken Sie einen Strauß Dill, schneiden Sie ihn klein und breiten Sie ihn auf einem Backblech aus. Für die Herstellung eines Kräutersalzes können Sie ganz nach Ihrem Geschmack auch gut weitere Arten mitverwenden. Verteilen Sie nun 120 g Meersalz darüber und erhitzen Sie alles bei etwas mehr als dreißig Grad so lange im Backofen, bis sie die Kräuter getrocknet sind. Anschließend zerstoßen Sie Salz und Kräuter sorgfältig in einem Mörser und füllen die Mischung in Schraubgläser.
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Egal, welche Form der Konservierung Sie ausprobieren möchten, achten Sie bitte immer darauf, dass die verwendeten Kräuter makellos sind. Nur so haben Sie lange Freude an Ihrem Vorrat.

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