Was Sie benötigen:
  • Winkelmesser oder Geodreieick
  • Papier
  • Bleistift

Geometrie - wie man Winkel misst

Winkel zu messen ist eine typische Aufgabe der Geometrie, egal ob diese Anwendung in Bauzeichnungen, in der Geografie oder in anderen wissenschaftlichen Bereichen findet. Mit einem Winkelmesser oder (besser) einem Geodreieck gelingt es jedoch leicht, Winkel zu messen.

  1. Voraussetzung für die folgende Anleitung ist, dass Sie wissen, dass Winkel im Gradmaß von 0° bis 360° (Vollkreis) gemessen werden. Weiterhin sollten Sie prägnante Winkel wie 90° (Senkrechte) sowie 180° (Gerade), 270° (Außenwinkel von 90°) und 360° (Vollkreis) kennen.
  2. Zeichnen Sie zunächst einen beliebigen Winkel auf Ihr Zeichenpapier, den Sie dann ausmessen wollen. Oder Sie benutzen bereits vorgegebene Winkel, zum Beispiel aus Plänen oder einem Mathematikbuch. Beachten Sie, dass jeder Winkel, egal ob spitz, stumpf oder gar überstumpf aus zwei Schenkeln besteht, die sich an der Spitze des Winkels treffen und einem sogenannten Winkelpfeil, der ins Innere der beiden Schenkel gezeichnet wird und den eigentlichen Winkel vorgibt.
  3. Wie misst man nun diesen gezeichneten Winkel aus? Zunächst machen Sie sich mit der Winkelskala auf Ihrem Winkelmesser bzw. Geodreieck vertraut. Dort sind Winkelmaße von 0° bis 180° vorgegeben.
  4. Legen Sie das Geodreieck nun auf (!) den Winkel, deswegen ist es ja durchsichtig. Die Null in der Mitte der langen Dreiecksseite kommt auf die Spitze des Winkels zu liegen.
  5. Einen der beiden Schenkel (es ist tatsächlich egal, welcher) muss nun an der langen Seite des Geodreiecks anliegen, so, als wollten Sie seine Länge messen (was übrigens auch möglich ist).
  6. Nun wählen Sie die an dieser Seite beginnende Skala, die bei 0° beginnt, aus, und marschieren im wahrsten Sinne des Wortes auf dieser hoch, bis Sie auf den anderen Schenkel des Winkels treffen. Lesen Sie die dazugehörige Winkelzahl ab. Wichtig ist es, bei der Wahl der Skala keinen Fehler zu machen, sonst misst man falsch.
  7. Bei Winkel über 180° (überstumpfer Winkel) sollten Sie zunächst 180° markieren (Gerade durch den Winkel) und dann den Restwinkel mit dem Geodreieck wie oben beschrieben bestimmen. Zum Messwert müssen Sie dann allerdings die 180° noch hinzuzählen.