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Forsythie vermehren - so geht's mit Stecklingen

Forsythie vermehren - so geht's mit Stecklingen2:58
Video von Brigitte Aehnelt2:58

Die Forsythie fällt am Anfang des Jahres durch ihre leuchtenden gelben Blüten auf, die sich schon ab März bilden und damit zusammen mit den kleinen Frühlingsblühern wieder Farbe in die ansonsten noch triste Landschaft bringen. Diese Pflanze können Sie leicht durch Stecklinge oder Absenker vermehren, um sie auch in Ihren eigenen Garten zu pflanzen.

Was Sie benötigen:

  • Blumentopf
  • Anzuchterde
  • scharfes Messer
  • Stein

Die Forsythie wächst als Strauch, der bis zu drei oder vier Meter hoch werden kann. Noch bevor der Strauch im Frühling wieder neue Blätter austreibt, bilden sich schon die Blüten in einer großen Anzahl. Wegen dieser Blütenpracht wird die Forsythie auch Goldglöckchen oder Goldflieder genannt.

Die Stecklingsvermehrung bei einer Forsythie

Die beste Zeit, um eine Forsythie zu vermehren, ist nach der Blüte, also ab Juni. Wenn in Ihrem Bekanntenkreis jemand eine Forsythie in seinem Garten stehen hat, wird er seinen Strauch sehr wahrscheinlich nach der Blüte zurückschneiden. Das wäre dann eine günstige Gelegenheit für Sie, einen Steckling abzustauben.

  1. Um eine Forsythie zu vermehren, schneiden Sie von dem Strauch einen Trieb von 10 bis 15 Zentimetern ab. Er sollte am unteren Ende schon etwas verholzt sein, weil er dann leichter wurzelt als ein noch ganz grüner Trieb und dort auch einige Blätter haben, weil sich an diesen Stellen am leichtesten neue Wurzeln bilden.
  2. Entfernen Sie, soweit vorhanden, Blüten und Blütenansätze, damit die Forsythie nicht unnötig Energie für die Blüten verbraucht.
  3. Nehmen Sie dann einen Blumentopf und füllen Sie Blumenerde oder noch besser Anzuchterde hinein. Entfernen Sie die unteren Blätter, stecken Sie den Trieb vorsichtig in den Topf und drücken Sie die Erde rund um den Steckling etwas fest.
  4. Halten Sie die Erde immer feucht, aber nicht zu nass und stellen Sie den Topf an einen schattigen Platz. Dort sollte es idealerweise etwa 20° C warm sein.
  5. Wenn die neue Forsythie kräftig genug geworden ist und den ganzen Topfballen durchwurzelt hat, können Sie sie in den Garten pflanzen. Einen Trieb, den Sie im Sommer geschnitten haben, können Sie normalerweise im nächsten Frühling nach draußen pflanzen.

Die Pflanze durch Absenker vermehren

Eine Forsythie in Ihrem eigenen Garten können Sie auch durch Absenker vermehren, wenn Sie mehrere Pflanzen benötigen oder eine ganze Forsythien-Hecke pflanzen möchten. Das ist genauso einfach wie mit einem Steckling.

  1. Suchen Sie sich einen Trieb des Strauchs aus, den Sie mühelos bis auf den Boden biegen können.
  2. Dort wo der Absenker auf den Boden trifft, machen Sie eine Rinne in die Erde, so dass Sie den Trieb hineinlegen können. Lockern Sie aber auch die Erde darunter etwas auf, damit der Absenker leicht wurzeln kann.
  3. Schneiden Sie die Rinde mit einem scharfen Messer etwas an, das hilft bei der Wurzelbildung.
  4. Legen Sie dann den Absenker in die Rinne und bedecken Sie ihn mit Erde. Das Ende des Triebs muss aber noch herausschauen. Um ihn auf dem Boden zu fixieren, können Sie ihn mit einem Stein beschweren oder mit einem Draht feststecken. Manche Menschen benutzen hierzu gern die Heringe von Campingzelten.
  5. Damit die neue Forsythie gerade wächst, sollten Sie das Ende des Absenkers, das aus der Erde ragt, dann noch an einen Stab binden.
  6. Dieser Absenker wird bald damit beginnen, neue Wurzeln zu bilden. Im folgenden Jahr können Sie ihn von der Mutterpflanze trennen und dann an die gewünschte Stelle setzen.

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