Fahrradbremsen einstellen - so geht es richtig

Die Bremse gehört zu den wichtigsten Bauteilen eines Fahrrads und sollte regelmäßig auf ihre Funktion hin überprüft werden. Ab und an wird es nötig sein, die Fahrradbremsen neu einzustellen, weil sich die Beläge abgenutzt haben oder der Bowdenzug ausgeleiert ist. Mit etwas Geduld und dem richtigen Werkzeug ist das schnell erledigt.
Michael Neißendorfer
08.12.2010 Michael Neißendorfer
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
  • Inbus
  • Gabelschlüssel

Nicht auszudenken was passiert, wenn man in einer Extremsituation einen Unfall verursacht, nur weil die Bremsen nicht richtig funktionieren. Es liegt auf der Hand ihre Funktion regelmäßig zu prüfen, vor allem dann, wenn ein Fahrrad längere Zeit nicht benutzt wurde. Die meisten Fahrräder haben eine sogenannte Felgenbremse. Bei einer solchen wird über zwei Hebel an der Gabel links und rechts des Reifens die Felge zwischen die Bremsbacken geklemmt, wodurch der Vortrieb gebremst wird.

Fahrradbremsen richtig einstellen

Im Normalfall reicht es aus, das Rändelrad direkt am Bremshebel so lange zu drehen, bis die Bremsbacken wieder genug Biss haben. Das geht schnell und einfach ohne Werkzeug. Über das Rändelrad bringt man den Bowdenzug wieder auf Spannung und die Bremsbacken näher an die Felge heran, was die Bremsleistung erhöht. Manchmal allerdings ist es nötig mit Werkzeug an die Bremse selbst heranzugehen, vor allem dann, wenn man die Bremsbeläge erneuern will. In den meisten Fällen reicht ein Inbus und ein Gabelschlüssel.

  1. Um die Bremsbeläge zu erneuern bzw. zu justieren, muss man nur eine einzige Schraube öffnen. Und zwar jene, die den Bolzen des Belags mit dem Hebel an der Gabel verbindet. Bei dieser Gelegenheit lohnt es sich auch, das Bremsseil zu fetten, den Schmutz zu entfernen und bewegliche Teile etwas zu ölen.
  2. Nachdem der neue Bremsschuh eingesetzt wurde, muss man ihn so ausrichten, dass er etwa 2-3mm Abstand zur Felge hat und senkrecht zu ihr steht. Bei einigen Bremsschuhen muss man auf die Laufrichtung achten. Diese sind mit einem Pfeil gekennzeichnet und haben meist ein asymmetrisches Profil. Jetzt die Schraube leicht anziehen, bis der neue Bremsbelag leicht fixiert, aber noch beweglich ist.
  3. Im Feintuning stellt man die Bremse so ein, dass der vordere Teil des Bremsschuhs die Felge zuerst berührt. Dies verhindert lästiges Quietschen. Der hintere Teil des Bremsbelags sollte etwa 1-2mm weiter von der Felge entfernt sein als der vordere Teil. Ist der Belag ausgerichtet, kann man die Schraube wieder fest anziehen.
  4. Am besten macht man gleich nach der Reparatur eine kleine Probefahrt. Sollte die Bremse noch etwas schleifen oder noch nicht richtig beißen, hat man nach wie vor das Werkzeug zur Hand, um den Fehler zu beheben. Außerdem fühlt man sich sicherer im Sattel, wenn man weiß, dass die Bremsen auch wirklich funktionieren. Und nur so sind Sie ein sicherer Fahrradfahrer.

Gute Fahrt!

Diese Anleitung
Bruno Franke
25.07.2011 Videoproducer Bruno Franke

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  • Annika | 16.05.2011, 22:30

    Bei meinem Rad war die hintere Bremse enorm locker, das Problem ließ sich aber leider nicht per Rändelrad beheben (sowas ist da glaub ich garnicht dran). Beim verstellen der Sattelhöhe hatte sich das Widerlager des Bowdenzuges verstellt, weil beides mit ein und derselben Schraube fixiert ist. Also ruhig auch da mal schauen ob das Widerlager sich bewegt wenn man die Schraube lockert und gegebenenfalls wieder Zug draufbringen.

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