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Espresso kochen ohne Maschine - so funktioniert's

Espresso kochen ohne Maschine - so funktioniert´s1:14
Video von Bruno Franke1:14

Man benötigt nicht unbedingt eine professionelle Espressomaschine, um einen schmackhaften Espresso mit Crema zu kochen. Es gibt nämlich zwei traditionelle Methoden, mit denen man ohne Maschine leckeren Espresso kochen kann.

Was Sie benötigen:

  • Bialettis Kanne oder Ibrik
  • Espressopulver oder türkisches Kaffeepulver (Minas)
  • Wasser
  • Kochstelle

Ein Espresso in einem italienischen Restaurant oder in einer Cafeteria wird dann als besonders gelungen angesehen, wenn er auf seiner Oberfläche eine samtene und bräunliche Schaumschicht, auch Crema genannt, aufweist. Diese entsteht bei der besonders fein gemahlenen, dunkel gerösteten Espressomischung vor allem durch den hohen Druck des kochenden Wassers. Allerdings wird dieser Druck nur in professionellen Maschinen erreicht. Auch einige Modelle für den Hausgebrauch ermöglichen solch eine Crema, beide haben allerdings ihren Preis. Aber es gibt noch zwei traditionelle Methoden.

Espresso mit Bialettis Kanne kochen

  • Eine traditionelle Möglichkeit, Espresso zu kochen, bietet die Kanne "Moka Express" aus Aluminium. Geschmacklich reicht dieser Espresso durchaus an professionelle Geräte heran, allerdings ist durch den geringen Druck nur ein Schäumchen auf dem Espresso zu erzielen.
  • Die Kanne besteht aus einem unteren Behältnis, das Sie mit Wasser befüllen. In den Trichtereinsatz geben Sie das Espressopulver. Nun erhitzen Sie die Kanne auf einer Kochstelle. Das Wasser im Unterteil beginnt zu kochen. Nach einiger Zeit entsteht ein Überdruck, so dass das kochende Wasser durch das Kaffeepulver im Einsatz gedrückt wird. Der Espresso fließt durch ein feines Sieb im oberen Teil und steigt im innen befindlichen Röhrchen der Kanne nach oben. Von dort fließt er in den oberen Teil der Espressokanne. 
  • Neuere Modell besitzen ein Hochdruckventil, das das Wasser im Kessel zurückhält. Dadurch wird ein höherer Druck  erreicht. So ist auch mit dieser Kanne eine schöne Crema zu erzielen.

Im Ibrik Espresso zubereiten

  • Bei dieser sehr einfachen Methode ähnelt der Espresso dem türkischen Mokka, bei dem der gewünschte Schaum durch die Zuckerbeigabe entsteht. Doch auch ohne Zucker gelingt eine flüchtige Crema.
  • Sie benötigen den für Mokka bekannten kleinen Aluminium- oder Kupferbehälter, der in der Türkei "Cevze" und in Griechenland "Ibrik" genannt wird. Zunächst füllen Sie 2 Teelöffel staubfein gemahlenes Kaffeepulver, das man in türkischen Läden unter der Bezeichnung "Minas" kaufen kann oder Espressopulver auf 1 Tasse Wasser mit 1-4 Teelöffel Zucker in den Ibrik und bringen die Mischung zum Kochen.
  • Nach dem ersten Aufschäumen füllen Sie den Schaum in die erwärmten Espresso- oder Mokkatassen, gießen wenig Wasser in den Ibrik nach und erhitzen den Kaffee erneut, bis er kocht.
  • Nun den Kaffee unter häufigem Schwenken, das zusätzlichen Schaum erzeugt, in die Tassen füllen. Beim Mokka wird der Kaffeesatz mit in die Tasse gefüllt, für Espresso ist dies jedoch nicht erforderlich.
  • Vor dem Trinken sollten Sie einige Minuten warten, bis sich der Satz abgesetzt hat. Bei dieser Zubereitung müssen Sie aufpassen, dass der Sud nicht samt Schaum aus dem Ibrik überkocht. Sobald Sie die Schaumbildung bemerken, sollte der Espresso mitsamt Schaum ausgeschenkt werden. 

Verwenden Sie bei beiden Methoden bitte spezielles Espresso- bzw. Mokkakaffeepulver. Mit normalem gemahlenem Kaffee erzielen Sie schlechtere geschmackliche Ergebnisse.

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