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Den Angebotsüberhang berechnen - so machen Sie das

Den Angebotsüberhang berechnen - so machen Sie das1:04
Video von Benjamin Elting1:04

In der Marktwirtschaft redet man von einem Angebotsüberhang, wenn von einer Ware weniger verkauft als produziert wird. Diesen Wert können Sie exakt berechnen.

Als zukünftiger Unternehmer, der ein Wirtschaftsgut produzieren möchte, sollten Sie den Markt genau beobachten. Ganz besonders wichtig dabei ist, zu berechnen, ob es bereits einen Angebotsüberhang gibt.

So berechnen Sie einen Angebotsüberhang

  • Ein Angebotsüberhang entsteht immer dann, wenn die Produktion eines Wirtschaftsguts höher ist als die Nachfrage. In einem derartigen Fall könnten Sie eine Ware nur noch zu einem reduzierten Preis verkaufen.
  • Den Angebotsüberhang können Sie nach folgender Formel berechnen: Aü = Xa - Xn. AÜ steht dabei für Angebotsüberhang, Xa ist die Angebotsmenge und Xn ist die Angebotsnachfrage.
  • Diese Formel soll anhand eines Beispiels verdeutlicht werden. Stellen Sie sich vor, Sie wären ein Unternehmer und produzieren von einem Artikel 1000 Stück pro Tag. Es werden aber nur 650 Stück von dem Artikel verkauft. Dann könnten Sie den Angebotsüberhang so berechnen: Aü = 1000 - 650. Das Ergebnis ist 350. In diesem Beispiel beträgt der Angebotsüberhang 350 Stück pro Tag.

Richtige Konsequenzen ziehen aus einem Angebotsüberhang

  • Einen geringen Angebotsüberhang können Sie bedenkenlos tolerieren. Dadurch stehen bei einer plötzlich steigenden Nachfrage nach dem Produkt immer einige Reserven zur Verfügung. Das gilt natürlich nur für Waren, die nicht schon nach kurzer Zeit verderben. Beispielsweise sollten Sie bei Lebensmitteln immer versuchen, das Marktgleichgewicht zu halten.
  • Aber auch bei sogenannten Non-Food-Produkten kann ein Angebotsüberhang zu einem niedrigeren Gewinn führen. Die Produktionskosten laufen unentwegt weiter und der Absatz stagniert. Zusätzlich fallen für nicht verkaufte Waren Lagerkosten an. Deshalb sollten Sie bei einem großen Angebotsüberhang unverzüglich handeln.
  • Sie könnten beispielsweise für einen begrenzten Zeitraum den Verkaufspreis reduzieren. Dadurch könnten Sie Lagerbestände verkaufen.
  • Langfristig gesehen bleibt Ihnen aber nichts anderes übrig, als den Verkaufspreis zu senken oder die Produktion etwas herunterzufahren. Welche Alternative die beste für Ihr Unternehmen ist, sollten Sie sorgfältig berechnen.

Das Berechnen eines Angebotsüberhangs ist für alle produzierenden Betriebe enorm wichtig. Ein Unternehmen kann nur dann dauerhaft erfolgreich bleiben, wenn das Angebot die Nachfrage nicht übersteigt.

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