Woher die Calla stammt und welche Grundbedürfnisse sie hat

  • Die Calla liebt Wärme. Sie stammt ursprünglich aus den Sumpfgebieten Südafrikas, wächst also zum einen in feuchtem, warmen Klima (tropisch bis subtropisch) auf, zum anderen trocknen diese Sumpfgebiete im Sommer völlig aus.
  • Das stellt bereits die erste Besonderheit bei ihrer Pflege dar. Während die Calla innerhalb ihrer Blühperiode niemals austrocknen darf, benötigt sie danach eine Ruhezeit in völliger Trockenheit und bei niedrigen Temperaturen.
  • Diesen Wechsel müssen Sie sowohl bei einer im Zimmer gehaltener Calla als auch bei der im Garten unbedingt beachten. Dass (bis auf eine Ausnahme, siehe weiter unten) die Calla in unseren Breiten nicht winterhart ist und während ihrer Ruheperiode frostfrei untergebracht werden muss, versteht sich im Wissen um ihrer Herkunft von selbst.

Vermehrung und Anzucht dieser Pflanze

  • Callas werden aus Wurzelknollen gezogen. Durch die Bildung von Tochterknollen werden sie vermehrt.
  • Es ist möglich, Callas im Frühling oder auch im Herbst zu pflanzen. Eine Pflanzung im Herbst sollten Sie in Erwägung ziehen, wenn Sie schöne Zimmerpflanzen haben möchten. Die im Frühjahr gepflanzten Callas sind für Kübel oder Garten bestimmt.
  • Die während ihrer Ruheperiode trocken und gut gelagerten Calla-Knollen können im Frühjahr ( ab März) vorgetrieben werden, bevor sie nach draußen kommen. Pflanzen Sie die Knollen in einen Topf mit frischer Erde und zwar ins untere Topfdrittel, ca. 10 cm Erde sollten sie bedecken. Achten Sie auch darauf, die Knollen nicht zu dicht zu setzen, damit sie sich während ihres Wachstums nicht behindern.
  • Gießen Sie zunächst moderat, aber regelmäßig. Wenn sich die ersten Blätter zeigen, können Sie stärker gießen. Vor allem: Achten Sie unbedingt darauf, dass die Calla besonders jetzt nicht austrocknet.
  • Wichtig ist auch die Temperaturentwicklung für ein gutes Wachstum: Während die Knollen sich bis ca. März bei 10 bis 12 Grad wohlfühlen, benötigen Sie nach dem Einpflanzen 16 bis 18 Grad. Wenn sie dann blüht, sollten 21 Grad nicht überschritten werden, sonst verblüht sie zu schnell.
  • Übrigens können Sie ab Mai Ihre Calla-Knollen auch direkt ins Freie pflanzen, dann blühen die Pflanzen lediglich etwas später.
  • Düngen Sie Ihre Calla regelmäßig (normaler Flüssigdünger für Blühpflanzen genügt) während sie wächst alle zwei Wochen und während der Blüte wöchentlich. Ein paar Hornspäne im Kübel oder im Boden sorgen für gleichmäßige zusätzliche Stickstoffgabe.

Und das ist fürs Überwintern der Calla wichtig

  • Überwintern müssen Ihre Callas frostfrei. Holen Sie sie dazu aus dem Boden und lassen die Knollen gut abtrocknen. Locker übereinander in ein Gefäß gelegt, werden sie dann - zum Beispiel im Keller - einfach zwei bis drei Monate völlig in Ruhe gelassen, bei Temperaturen um die 10 Grad ist es optimal.
  • Wenn Sie die im Herbst vertrocknete Calla im Topf belassen, was auch möglich ist, dann beachten Sie unbedingt, dass die Knollen komplett austrocknen müssen, also nicht gießen! Nach der Ruhepause sollte die Pflanze in einen neuen Topf mit frischer Erde kommen. Das ist wichtig, weil Callas empfindlich sind was verschiedene Pilzkrankheiten und Bakterien angeht.
  • Lediglich eine Sorte, die "Crowsborough" ist winterhart und kann im Freien überwintern. Vorsichtshalber sollten Sie aber für Sie dennoch einen geschützten Platz wählen und sie im Winter mit einem Schutz versehen.