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Radieschen pflanzen

Radieschen pflanzen - so gelingt's2:20
Video von Heike Kadereit2:20

Radieschen können Sie ganz einfach bei sich im Garten oder sogar im Blumenkasten pflanzen. Ohne viel Pflege können Sie eine gute Ernte erwarten.

Radieschen - typische Sorten

Radieschen gibt es in verschiedensten Züchtungen von Weiß bis Rot und von länglich bis rund. Alle haben dabei den typischen Radieschen-Geschmack, wobei die Schärfe von der Art des Anbaus abhängt. Freilandradieschen sind in der Regel etwas schärfer als die aus dem Gewächshaus.

Radieschen-Sorten
Sorte Info
Saxa

frühe Sorte für den Anbau

unter Folie oder Glas und Freiland

Eiszapfen

früher Anbau, auch unter Glas

sehen aus wie Minirettiche

Halbrot-halbweiß

rot mit weißer Spitze

Anbau im Frühjahr und Herbst

Rudi

ganzjähriger Anbau

platzt nicht auf

Raxe

Anbau im Freiland über gesamte Zeit

platzt nicht auf

French Breakfast

mittelfrüher Anbau und Sommer

länglich und zweifarbig

Riesenbutter

Anbau im Sommer

große Knolle

Die Aussaat vorbereiten

  • Radieschen nicht in Nachbarschaft zu Gurkenpflanzen anbauen.
  • Hülsenfrüchte, Salat, Tomaten und Möhren als Nachbargewächse wählen.
  • Beeterde vor der Aussaat mit reifer Komposterde anreichern.
  • Auf Außentemperatur von circa zehn bis zwölf Grad achten.

So werden die Radieschen gesät

Der Anbau von Radieschen ist einfach und gelingt sowohl im Garten als auch auf dem Balkon.

  1. Boden auflockern. Lockern Sie den Boden zunächst gut auf. Dies geht am besten mit Hacke und Harke. Die Erde sollte nachher luftig und krümelig sein.
    Im lockeren Boden gedeihen die Knollen besonders gut.
    Im lockeren Boden gedeihen die Knollen besonders gut. © Samuel Klemke
  2. Mit Kompost düngen. Arbeiten Sie beim Harken den reifen Kompost gut unter. Dadurch geben Sie dem Boden alle Nährstoffe, die die Radieschen später benötigen.
    Kompost sorgt für ausreichend Nährstoffe.
    Kompost sorgt für ausreichend Nährstoffe. © Samuel Klemke
  3. Die Saatreihen anlegen. Ziehen Sie dann mit dem Stiel der Hacke oder eines anderen Arbeitsgerätes circa zwei Zentimeter tiefe Rillen in die Erde, indem Sie den Stiel auf die Erde legen und leicht hin- und herbewegen. Der Reihenabstand sollte dabei etwa zwölf Zentimeter betragen.
    Der Besenstiel ist für Saatrillen gut geeignet.
    Der Besenstiel ist für Saatrillen gut geeignet. © Samuel Klemke
  4. Was gibt es Schöneres, als eigenes Gemüse zu ernten? Radieschen eignen sich gut für …

  5. Die Aussaat. Legen Sie nun die Samen in die Rillen. Achten Sie dabei auf einen Abstand von etwa drei Zentimetern zwischen den Samen, damit sich die Knollen später nicht gegenseitig im Wachstum behindern.
    Die einzelnen Samen müssen gut verteilt werden.
    Die einzelnen Samen müssen gut verteilt werden. © Samuel Klemke
  6. Mit Erde bedecken. Schließen Sie nun die Saatrillen mit etwas Erde und drücken diese leicht an. Zum Schutz vor Vögeln, die die Samen wegfressen könnten, sollten Sie das Beet mit einem Vogelnetz ausstatten.
    Zum Schluß alles mit Erde bedecken.
    Zum Schluß alles mit Erde bedecken. © Samuel Klemke
  7. Wässern der Aussaat. Abschließend bewässern Sie die Samen mit der Gießkanne, damit die Saat gut angehen kann.
    Die Saat braucht ausreichend Wasser.
    Die Saat braucht ausreichend Wasser. © Samuel Klemke

Pflege der jungen Pflanzen

Sollte es nicht ausreichend regnen, müssen Sie die Radieschen bis zur Ernte jeden Tag gießen. Der Boden muss immer gut feucht sein. Nach zwei Wochen sollten Sie zudem die Abstände der Triebe kontrollieren und eventuell einige Radieschen entfernen, damit der Abstand der einzelnen Pflanzen circa drei Zentimeter beträgt. So haben die Knollen ausreichend Platz zu wachsen und behindern sich nicht gegenseitig.

Achten Sie bei der regelmäßigen Pflege auch auf eventuelle Schädlinge und vernichten befallene Pflanzen, damit sich der Schaden nicht ausweiten kann. Insbesondere im Mai fressen die Maden der kleinen Kohlfliege Gänge in die Radieschen. Aber auch die Pilzerkrankung Rettichschwärze kann das Beet befallen. Erkrankte Pflanzen sollten vernichtet und das Beet für drei Jahre nicht für den Anbau von Radieschen verwendet werden.

Die Radieschen ernten

Je nach Wetter und Temperatur ist es nach vier bis acht Wochen endlich so weit und Sie können die leckeren Knollen ernten. Da Sie bereits ab Mitte April aussäen können, ist eine Ernte im günstigsten Fall schon Mitte Mai möglich.

Ab etwa vier Wochen kann dazu vorsichtig einmal ein einzelnes Radieschen herausgezupft und kontrolliert werden, wie groß es nun ist. Je nach Geschmack können die Radieschen etwas kleiner oder auch erst groß geerntet werden. Je größer die Radieschen jedoch werden, desto eher besteht die Gefahr, dass sie holzig werden und nicht mehr schmecken.

Die Knolle im Balkonkasten anbauen

Im Kleinen kann der obige Vorgang natürlich auch in einem Blumenkasten auf dem Balkon stattfinden. Der Ertrag ist nicht so groß wie in einem Beet, die Freude über den eigenen Anbau bei Gärtnern und Kindern fällt aber sicherlich nicht minder aus. Verwenden Sie feinkrümelige Erde und am besten einen länglichen Balkonkasten.

Achten Sie stets darauf, dass die Erde zwar gut gewässert ist, das überschüssige Wasser aber auch gut abtropfen kann. Da die Radieschen auf dem Balkon meistens nicht dem Regen ausgesetzt sind, müssen Sie hier besonders auf das Gießen achten. Die Radieschen vom Balkon schmecken meist etwas milder als vom Beet.

Sie sehen, Radieschen anzubauen ist eigentlich recht einfach, da die Pflanzen ziemlich anspruchslos sind. Ganz einfach können Sie so eine leckere Salatzutat im eigenen Garten heranziehen.

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