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Elefantenfuß - was tun gegen braune Spitzen?

Beim Elefantenfuß braune Spitzen beheben - so geht`s1:57
Video von Bianca Koring1:57

Der Elefantenfuß ist eine ungewöhnlich dekorative Pflanze. Leider neigt das Gewächs bei Pflegefehlern zu braunen Spitzen an den Blättern.

Elefantenfuß mag wenig Wasser

Der Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata) kommt von seiner warmen mittelamerikanischen Heimat in unsere Breitengrade. Er ist an starke Regenfälle, denen eine lange trockene Periode folgt, gewöhnt. Oftmals liegt es an zu gut gemeinter Pflege, wenn er als Zimmerpflanze braune Blattspitzen bekommt.

Ist die Erde im Topf zu nass, faulen die Wurzeln, was zu den Verfärbungen führt. Heben Sie ihn aus dem Pflanzgefäß, damit die Erde schneller trocknen kann. Schneiden Sie faule Wurzeln weg, bevor Sie den Baum in trockene Kakteenerde umtopfen.

Gewöhnen Sie sich an, den Topf ins Wasser zu tauchen, bis sich die Erde vollgesaugt hat. Lassen Sie das Wasser ablaufen. Wiederholen Sie den Vorgang erst, wenn das Substrat völlig trocken ist.

Braune Spitzen durch Sonne

Ein anderer Grund für die unschöne Veränderung der Blattfarbe kann ein Standortproblem sein. In der Regel schaden hohe Temperaturen und direkte Sonne dem tropischen Gewächs nicht. Ein plötzlicher Standortwechsel von einem schattigen Ort in die Mittagssonne führt zu Brandschäden an den Blättern. Gleiches gilt für Plätze, an denen die Sonne durch Glas auf die Pflanze brennt.

Beschatten Sie den Standplatz der Pflanze über Mittag, um die Pflanze langsam an die Sonne zu gewöhnen. Meist wirft der Elefantenfuß die Blätter ab und bildet neue. Sie können den oberen Teil des Stammes abschneiden und die Wunde mit Wachs versiegeln, falls der Blattschopf insgesamt unansehnlich ist. Der Baum treibt unter der Schnittstelle neu aus.

Elefantenfuß - Probleme im Winter

Der Elefantenfuß braucht im Winter einen kühlen hellen Raum. Ideal sind fünf bis zehn Grad. Steht er im Warmen über der Heizung, trocknen die Blattspitzen aus. Sie werden braun.

Suchen Sie einen kühleren Platz für den Baum und schneiden Sie im Frühjahr die braunen Spitzen ab. Die Pflanzen erholen sich Sommer rasch.

Blattschäden durch Dünger

In der Natur stehen die Pflanzen in mageren Böden. Deshalb genügt es, einmal im Monat von April bis September, zu düngen. Es schadet nicht, wenn Sie lediglich im Frühjahr dem Wasser Dünger zusetzen. Falls Sie bisher kräftig gedüngt haben, ist es sinnvoll, die Pflanze umzutopfen und im ersten Jahr völlig auf Düngemittel zu verzichten.

Schädlinge gezielt bekämpfen

Solange der Stamm des Elefantenfußes nicht fault, geht die Pflanze nicht ein. Das Absterben der unteren älteren Blätter ist normal.

Gefährlich ist, wenn sich Schädlinge auf ihr ansiedeln. Sprühen Sie etwas Wasser auf die Blätter. Wenn Sie Gespinste erkennen, sind Spinnmilben am Werk. Besorgen Sie sich Raubmilben (Phytoseiulus).

Falls braune erhabene Punkte auf den Blättern zu sehen sind oder kleine weiße flauschige Punkte, haben Sie Schild- oder Wollläuse auf der Pflanze. Hier helfen Marienkäferlarven oder Schlupfwespen (Metaphycus flavus, Microterys flavus oder Leptomastix dactylopii).

Pflege des Elefantenfußes im Überblick

Der Elefantenfuß ist robust und daher für Anfänger geeignet. Zuviel Pflege schadet mehr als sie nützt.

 
Pflegeanleitung  

Maßnahme

Hinweise

Standort

sonnig

vor Mittagssonne im Raum schützen

Substrat

Kakteenerde

Gießen

wenn die Erde trocken ist, reichlich Wasser geben

Substrat trocknen lassen

Düngen

von April bis September

alle vier Wochen oder nur im Frühjahr

Umtopfen

selten, nur wenn Topf zu klein wird

Überwintern

hell

fünf bis zehn Grad Celsius

Schädlinge

Spinnmilben, Schildläuse, Wollläuse mit Nützlingen bekämpfen

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