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Einen Elefantenbaum kultivieren und pflegen

Der Elefantenbaum, auch oft als "Elefantenfuß" erhältlich, ist eine einfach zu kultivierende Pflanze. Holen Sie sich exotische Flair in Ihr zu Hause.

Der Elefantenbaum ist leicht zu pflegen, er mag nur keine Nässe.
Der Elefantenbaum ist leicht zu pflegen, er mag nur keine Nässe.

Ein Name für viele Pflanzen

Die deutschen Namen sind oft missverständlich, weil verschiedene Pflanzen die gleiche Bezeichnung tragen. Mit Elefantenbaum kann zum Beispiel ein Marula-Baum (Sclerocarya birrea), der ausschließlich in den Steppen Afrikas wächst, gemeint sein. In der Regel ist aber von einer Beaucarnea, die auch Elefantenfuß heißt, die Rede. Einige Gärtner bezeichnen auch Portulacaria afra oder Crassula ovata als Elefantenbaum, dies ist allerdings selten der Fall.

Die Beauvarnea gehört zu den Spargelgewächsen und kommt in Süd- und Mittelamerika vor. Sie ähnelt mit dem blattlosen Stamm und dem buschigen Blattwerk am oberen Ende einer Yucca. Mit dieser ist die Pflanze auch eng verwandt. Der Stamm ist am unteren Ende stark verdickt, die Form erinnert an das Bein eines Elefanten, beziehungsweise an eine Flasche. Der Exot ist aus diesem Grund auch als Flaschenbaum bekannt.

In ihrer Heimat werden die Pflanzen zehn Meter hoch. Als Zimmerpflanze bleibt sie kleiner und lässt sich durch Rückschnitt kürzen.

Der Elefantenbaum ist eine einfach zu pflegende Pflanze, die aber Gifte (Saponin) enthält. Dieses löst bei Verzehr in der Regel heftiges Erbrechen aus.

Pflege des Elefantenbaums im Überblick

  • ​Der Elefantenbaum ist nicht winterhart, also nur für den Kübel geeignet.
  • Lassen Sie ihn bei fünf bis zehn Grad überwintern und halten ihn fast trocken.
  • Stellen Sie ihn im Sommer am besten ins Freie.
  • Schützen Sie ihn als Zimmerpflanze vor der Mittagsonne.
  • Geben Sie ihm Zeit, sich nach dem Überwintern langsam an die Sonne zu gewöhnen. Später platzieren Sie ihn dann in der vollen Sonne.
  • Pflanzen Sie ihn in Kakteenerde oder eine Erde-Sand-Mischung.
  • Gießen Sie ihn im Sommer kräftig und lassen Sie den Baum vor erneuter Wassergabe Erde fast völlig austrocknen.
  • Setzen Sie von April bis September einmal im Monat dem Gießwasser Dünger zu.

Einen Elefantenfuß pflegen

Stellen Sie Ihre Pflanze nach dem Kauf oder der Winterruhe an einen hellen, aber nicht sonnigen Platz. Im Freien muss der Baum zunächst im Schatten stehen.

Nach einigen Tagen darf die Beaucarnea an ein Südfenster oder an einen sonnigen Platz im Freien. Damit die Blätter nicht verbrennen, braucht Sie am Fenster Schutz vor der Mittagssonne.

Der Elefantenbaum ist eine Sukkulente. Dies bedeutet nichts anderes, als dass er Wasser speichert. Er reagiert auf zu viel Nässe empfindlich. Ideal ist, wenn Sie den Topf in einen Eimer mit Wasser stellen, damit sich die Erde vollsaugen kann. Danach lassen Sie das Substrat völlig abtrocknen. Dies simuliert die Verhältnisse in der Heimat der Pflanze.

Die Beaucarnea braucht wenige Näherstoffe. Topfen Sie die Pflanze alle vier bis fünf Jahre im zeitigen Frühjahr um. Da Blumenerde Dünger enthält, düngen Sie in diesem Jahr nicht, in den folgenden Jahren braucht der Baum nur im Sommer alle vier Wochen Volldünger.

Wenn Ihnen der Elefantenbaum über die Jahre zu groß wird, schneiden Sie den Stamm an einer beliebigen verholzten Stelle waagerecht durch. Tropfen Sie Kerzenwachse auf die Wunde. Der Baum treibt kurz unter der Schnittstelle neu aus.

Bei guter Pflege kann der Elefantenfuß blühen. Eine Blüte ist allerdings ein seltenes Ereignis. Freuen Sie sich, wenn es dazu kommt, ansonsten lassen Sie sich von der exotischen Form der Pflanze begeistern..

Überwintern der Beaucarnea

Bereiten Sie die Pflanze ab Oktober auf die Ruheperiode vor. Stellen Sie diese an einen hellen kühlen Ort, an dem es zwischen acht und 14 Grad warm ist. Gießen Sie nicht mehr. Im November soll der Elefantenbaum noch kühler stehen, am besten bei Temperaturen von fünf bis zehn Grad. 

Die Pflanze neigt im Winter zu langen dünnen Trieben, falls es an Licht mangelt. Wenn Sie keinen kühlen hellen Raum haben, brauchen Sie eine Pflanzlichtlampe.

Den Flaschenbaum vermehren 

Die Pflanze lässt sich auf drei Arten vermehren. Ältere Pflanzen bilden am Stamm Ableger, sogenannte Kindel. Außerdem lässt sich aus dem abgeschnitten Stamm eine neue Pflanze ziehen oder durch Samen.

Ein Kindel brauchen Sie nur vorsichtig vom Hauptstamm abzutrennen. Der beste Zeitpunkt ist, wenn sich die ersten kleinen Blattbüschel bilden. Stellen Sie den Ableger in ein Glas mit Wasser auf die Fensterbank. Warten Sie, bis die junge Pflanze genügend Wurzeln hat, und setzen Sie diese in Erde. Den oberen Teil, den Sie abgeschnitten haben, können Sie auf die gleiche Weise bewurzeln und problemlos einsetzen.

Die Nachzucht aus Samen ist etwas komplizierter. Legen Sie den Samen 24 Stunden in lauwarmes Wasser, bevor Sie ihn auf Saaterde geben. Die Samen sind Lichtkeimer, decken Sie nur wenig Erde darüber. Die Samen gehen am besten von Februar bis April bei 20 bis 25 Grad unter einer durchsichtigen Haube auf.

Die jungen Pflanzen sind empfindlich. Gießen Sie sehr sparsam und gewöhnen Sie die Pflänzchen vorsichtig an die Sonne. Nach drei bis vier Monaten sind sie so robust wie große Elefantenbäume.

Krankheiten sind selten

Es ist völlig normal, dass der Elefantenfuß die unteren Blätter abwirft. Sollten die jungen Blätter sich gelb verfärben und sich weich anfühlen, steht der Baum zu nass. Heben Sie ihn aus dem Topf, damit die Erde rasch abtrocknet,

Im Zimmer treten manchmal Spinnmilben, Schild- oder Wollläuse auf. Sprühen Sie ein wenig Wasser auf die Blätter um die Gespinste der Milben besser zu erkennen. Waschen Sie die Schädlinge mit Seifenwasser ab. 

Die beiden Läusearten sind sehr hartnäckig, da sie Blätter und Wurzeln befallen. Die meisten Hausmittel nützen nichts, selbst chemische Gifte versagen. Topfen Sie die befallene Pflanze um. Spülen Sie unbedingt die Erde von den Wurzeln und verwenden Sie einen neuen Topf.

Besorgen Sie sich zusätzlich Schlupfwespen der Gattung Leptomastix dactylopii oder Marienkäfer. Diese natürlichen Fressfeinde wirken ausgezeichnet. Damit die Wespen ans Werk gehen, sind Temperaturen von über 24 Grad erforderlich.

Der Elefantenbaum ist ideal, wenn Sie wenig Zeit für Pflanzenpflege haben. Es macht ihm nichts aus, wenn Sie ihn selten wässern und das Düngen vergessen.

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