Bei EXE-Dateien handelt es sich um in Windows auszuführende Dateien, die Sie unter einem anderen Betriebssystem wie Mac OS oder Linux grundsätzlich nicht öffnen bzw. ausführen können. Allerdings haben Sie mit verschiedenen Programmen die Möglichkeit, diese Dateien auch auf einem Mac zu starten.

Windows als Zweitsystem auf dem Mac

  • Eine Möglichkeit besteht darin, dass Sie eine Windows-Version neben Ihrem Mac-System laufen lassen.
  • Dazu könnten Sie zum Beispiel auf einer zweiten Partition ein Windows-Betriebssystem installieren. Dieses Vorgehen wird auch von Apple mit dem "Boot Camp" unterstützt. Dadurch können Sie nicht nur einfach Windows XP, Vista und Windows 7 installieren sondern auch die Hardware von Ihrem Mac (zum Beispiel die Grafikkarte) vollständig ausnutzen.
  • Alternativ könnten Sie eine Windows-Version über eine virtuelle Maschine einbinden. Dies hat den Vorteil, dass Sie Ihren Mac nicht jedes Mal neu starten müssen, wenn Sie Windows nutzen möchten oder müssen. Allerdings müssen Sie dabei mit Leistungsnachteilen rechnen, weil Sie ja vereinfacht gesagt zwei Betriebssysteme zur gleichen Zeit benutzen.  
  • Um eine virtuelle Maschine zu nutzen, benötigen Sie neben einer Windows-Version nur noch eine zusätzliche Software. Sie können dabei auf Freeware (zum Beispiel "Sun VirtualBox") oder auf kostenpflichtige Software wie beispielsweise "Parallels"oder "VM Ware" zurückgreifen.

Keine Windows-Lizenz? - CrossOver hilft

Wenn Sie keine Windows-Lizenz haben sollten und sich auch keine zulegen möchten, können Sie auch das Programm "CrossOver" nutzen.

  • Mit der Software können Sie Windows-Programme (also auch EXE-Dateien) auf Ihrem Mac installieren und ausführen oder Dateien zu bearbeiten.
  • Im Gegensatz zu den virtuellen Maschinen brauchen Sie keine Windows-Lizenz, da es sich bei der Software um einen Emulator handelt, der das Windows-System mit allen Komponenten nachbildet.
  • Die Software basiert zwar auf der kostenlosen Linux-Software "Wine", ist allerdings nicht kostenlos. Sie haben aber die Möglichkeit, die Software 30 Tage kostenlos zu nutzen.

Selbstextrahierende EXE-Dateien öffnen - nicht kompliziert

Bei einer EXE-Datei kann es sich allerdings auch um ein Archiv handeln, das sich mit einem Doppelklick selbst entpackt.

  • Um solche Dateien zu öffnen, benötigen Sie keine komplizierten Programme, sondern können die EXE-Dateien mit dem "Stuffit Expander" entpacken.
  • Die kostenlose Software unterstützt dabei alle gängigen Archiv-Formate wie RAR oder ZIP.
  • Dabei können Sie Dateien sowohl über das Kontextmenü öffnen bzw. entpacken oder einfach per Drag&Drop in das Programm ziehen und danach entscheiden, was Sie mit der Datei machen möchten.