Immanuel Kant - was sein kategorischer Imperativ bezwecken sollte

  • Immanuel Kant war der Aufklärungsphilosoph Deutschlands und hat die Deutschen in ihrem Denken stark geprägt.
  • Kant äußerte als erster Philosoph öffentlich, dass die Menschen sich ihres eigenen Verstandes bedienen sollen und sich kein Gedankengut von anderen Menschen eintopfen lassen sollten. Dies war zur Zeit der Aufklärung und der Ablösung von der Kirche von elementarer Wichtigkeit.
  • Um zu verstehen, was Kants kategorischer Imperativ bedeutet, müssen Sie den Pflichtbegriff und die moralischen Ansichten Kants nachvollziehen können.
  • Kant postulierte, dass menschliches Handeln frei von jeglichen Neigungen sein muss. Handlungen müssen "aus Pflicht" geschehen, denn nur dann sind sie moralisch. Sie müssen also aus Achtung vor dem Gesetz (dem kategorischen Imperativ) geschehen. Handlungen, die pflichtgemäß aber durch Neigung geschehen, wie zu Beispiel das Spenden von Geldern an Bedürftige, oder aber Handlungen, die pflichtwidrig sind, wie zum Beispiel Diebstahl, sind nach Kant nicht moralisch anerkennbar.
  • Kants Ethik, eben die Grundlagen aller Handlungen des Lebens, ist eine Pflichtenethik basierend auf der reinen Vernunft, fern von Neigungen. Um der Menschheit begreifbar zu machen, was er damit meinte, hat er ein allgemeines Gesetz formuliert, welches sich kategorischer Imperativ nennt. Nach diesem sollten die Menschen handeln und ihr Leben dadurch an die Universalität anpassen.
  • Wenn alle Menschen nach dem Prinzip des kategorischen Imperativs handeln würden, dann gäbe es laut Kant keine Bosheiten und Unruhen mehr. Da es jedoch kaum Menschen gibt, die Ihr Leben frei von Neigungen gestalten können, ist Kants Ethik schwer umsetzbar.

Kants kategorischer Imperativ einfach erklärt

  • Kant hat seinen kategorischen Imperativ in mehreren Formeln verschriftlicht. Die Grundformel des kategorischen Imperativs lautet: "Handle nur nach derjenigen Maxime, von der du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde."
  • Für Kant ist dies die einzig wahre Handlungsgrundlage. Wenn ein Mensch wissen möchte, ob seine Handlungen moralisch sind, solle er sich die Formel des kategorischen Imperativs ins Gedächtnis rufen.
  • Diese Formel bedeutet, dass ein Mensch immerzu kontrollieren muss, ob seine Handlung objektiv ist und nicht eine Neigung eine Rolle spielt. Die Objektivität der Handlung ist besonders wichtig, da so kein Mensch Schaden nimmt. Die Handlung würde durch die Universalität des kategorischen Imperativs jeder andere Mensch auf die gleiche Weise ausführen. Wenn Sie also merken, dass Ihr Handlungsprinzip nicht universell anwendbar ist, dann ist Ihre Handlung nicht aus Pflicht und auch nicht gemäß des kategorischen Imperativs.
  • Kants kategorischer Imperativ birgt das Geheimnis des ewigen Friedens, da Menschen jedoch nur Menschen sind, ist dieser sehr schwierig einzuhalten.