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Handschrift verbessern - einfache Übungen

Handschrift verbessern - einfache Übungen2:01
Video von Laura Klemke2:01

Es heißt die Handschrift eines Menschen spiegelt sein Inneres wider und verrät so einiges über des Schreibers Sorgfalt und Ausgeglichenheit. Das mag ein Grund sein, aus dem das doch aus der Mode gekommene handschriftliche Schreiben so langsam wieder an Relevanz gewinnt: Einige Arbeitgeber fordern heute sogar graphologische Gutachten an, um mehr über Ihren Bewerber in Erfahrung zu bringen. Weil keiner wirklich begeistert ist, seinem zukünftigen Chef ein hingeschmiertes Gekritzel zukommen zu lassen, gibt es einige Tricks und einfache Übungen, mit denen Sie Ihre "Sauklaue" unter Kontrolle bringen können.

 Handschrift analysieren und verbessern

  • Wenn Sie schön schreiben wollen, sollten Sie vor allem darauf achten, was für einen Stift Sie benutzen. Ein Kugelschreiber schmiert dabei generell mehr als ein dünner Stabilo. Weil Stabilos aber teilweise Patzer auf den Folgeseiten hinterlassen, wählen Sie einfach einen Füller. Durch das Schreiben mit Füller sieht die Schrift automatisch eleganter aus, weil sie mit einem gewissen Schwung versehen wird. Außerdem helfen Füller bei langsamem Schreiben und führen so zu einem sauberen Schreibbild.
  • Ein Trick, mit dem Sie Ihre Handschrift verbessern können, liegt in der Vergrößerung Ihrer Schrift. Je kleiner Sie schreiben, desto unleserlicher wirkt die Schrift auf den Leser. Größere Buchstaben verschmelzen seltener miteinander und lassen sich sauberer nebeneinander stellen als zu kleine.
  • Grundsätzlich scheint es für die meisten Menschen einfacher zu sein in Druckschrift schön zu schreiben als in Schreibschrift. Daher sollten Sie Ihre Handschrift gegebenenfalls auf Druckbuchstaben umstellen. Sobald Sie die dann enigermaßen leserlich und ordentlich ausschreiben, können Sie wieder zur Schreibschrift zurück wechseln.
  • Bezüglich der Handhaltung sollten Sie keinesfalls um den Stift zu verkrampfen. Wer schön schreiben will, muss den Stift entspannt und ruhig über das Papier gleiten lassen, um keine unschönen Druckstellen entstehen zu lassen.
  • Raues Papier eignet sich zum handschriftlichen Schreiben kaum. Weil jede Unebenheit sich als Assymetrie im Schreibbild widerspiegelt, sollten Sie am besten glattes Papier ohne Struktur verwenden, so dass der Füller beim Gleiten durch nichts aufgehalten werden kann.

Einfache Übungen, um das Schriftbild zu verbessern

Um Ihre Handschrift wirkungsvoll und dauerhaft zu verbessern, müssen Sie mit einem Training von täglich mindestens 5 bis 10 Minuten rechnen.

  • Eine geeignete Übung für Ihre Handschrift wäre es, zuert einmal Ihre Grundschulhefte heraus zu suchen und die Schreibschriftbuchstaben in den Büchern einzeln nachzufahren. Sobald Sie sich erneut an den gleichmäßigen Schwung der Linien gewöhnt haben, können Sie sich Übungshefte mit Mittellinien kaufen und die neu erlernten Schriftbilder darin "malen". Es ist hierbei vor allem wichtig, dass Sie den Buchstaben in seiner Gesamtheit wahrnehmen und nicht nur die dahinterliegende Bedeutung, sondern tatsächlich seine Form verstehen und nachahmen.
  • Als zweiten Schritt zu einer Verbesserung Ihres Schriftbildes bietet es sich Ihnen an, eine Textpassage gezielt und konzentriert abzuschreiben. Achten Sie vordergründig darauf, dass Ihnen der Text vertraut ist, am besten können Sie ihn sogar auswendig. Je weniger Sie nachdenken müssen und je seltener Sie das Schreiben unterbrechen, desto schöner und gleichmäßiger wird Ihr Ergebnis sein, weil Ihr Stift auf dem Papier einfach nur dahingleiten kann. Während Sie schreiben, sollten Sie Ihr Augenmerk sowohl auf die geometrischen Figuren der Buchstaben, als auch auf ihre gleichmäßige Höhe und Einpassung in die Hilfslinien richten.
  • Auch im Schriftbild anderer können Sie sich Anregungen holen. Lesen Sie öfter als gewöhnlich handgeschriebene Texte und nehmen Sie den Linienverlauf der Buchstaben bewusst wahr. Genauso sollten Sie auch Ihre eigenen geschriebenen Texte sorgsam vergleichen und bestimmen, was es noch zu verbessern gibt und was Ihnen schon von Anfang an gefällt.
  • Im letzten Schritt fügen Sie Ihrer Handschrift schließlich eine persönliche Note bei. Sie wenden sich nun von einer formengetreuen Übernahme der Buchstaben ab und versuchen, sich und Ihren Charakter in die Linienführung und die Schwünge miteinlaufen zu lassen. Dabei arbeiten Sie zunächst jene Züge in Ihrer Schrift aus, die Sie schon immer als leserlich und schön empfunden haben.

Vielleicht wird es Ihnen Anfangs vorkommen als ruiniere Ihre persönliche Note Ihr neu antrainiertes Schriftbild wieder, aber merken Sie sich dabei: Einem möglichen Arbeitgeber kommt es nicht wirklich auf die Formentreue der einzelnen Buchstaben an, sondern auf deren Bezug zu Ihrem Charakter. Wahre Charakterstärke verliert sich in der Schrift nicht mit einer Abweichung von der Formentreue, eher wird sie dadurch verstärkt hervorgehoben.

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