Schöner schreiben - so verbessern Sie Ihre Handschrift

Schöner schreiben: Benutzen Sie wieder einen Füller! Schöner schreiben: Benutzen Sie wieder einen Füller!
Spätestens bei einer Bewerbung, die einen handgeschriebenen Lebenslauf fordert, wird klar: Sie müssen Ihre Handschrift verbessern, nicht mehr "krakeln", sondern einfach schöner schreiben, um anzukommen.
Dr. Hannelore Dittmar-Ilgen
10.03.2011 Dr. Hannelore Dittmar-Ilgen
Was Sie benötigen
  • Leider Zeit und Übung, wohl auch etwas Mühe!

Schöner schreiben - so verbesseren Sie Ihre Handschrift

  • Wahrscheinlich geht es Ihnen wie den meisten Menschen: Im Laufe der Jahre ist Ihre Handschrift "wilder" geworden, man könnte es auch "persönlicher" nennen. Auf jeden Fall hat Ihre Handschrift nichts mehr mit dem zu tun, was Sie einmal als Ausgangs- oder Schönschreibschrift in der Schule gelernt haben. Und nicht wenige Menschen schreiben eine eher hässliche wirkende Druckschrift.
  • Sie müssen als das "schöner Schreiben" üben, aber es wird Zeit und Mühe, vielleicht sogar Nerven kosten. 
  • Wichtig ist zunächst das geeignete Schreibgerät. Schreiben Sie noch mit Füller? Dann sollten Sie das unbedingt beibehalten, denn ein Füller - egal ob mit Tinte oder Patronen - sorgt dafür, dass die Hand beim Schreiben nicht so schnell ermüdet und dabei statt Schönschrift nur verkrampftes Gekrakel herauskommt. Auch leichte Filzschreiber oder Inkys können geeignet sein. Schreiben Sie jedoch keinesfalls mit einem Kugelschreiber, schon gar nicht Ihren Lebenslauf.
  • Achten Sie als nächstes auf Ihre Schreibhaltung. Man kann es bei Schülern, die mit dem Schreiben anfangen, beobachten: Sie schreiben quasi mit den Fingerspitzen, die vorderen Fingerglieder sind abgeknickt, die Hand verkrampft. Solch eine Anfängerhaltung dürfen Sie keinesfalls einnehmen. Fassen Sie daher den Füller etwas länger, also weiter oben und versuchen Sie, beim Schreiben mehr aus dem Handgelenk zu arbeiten. Der Daumen ist dabei relativ weit hinten, eigentlich wird der Füller nur noch von Zeige- und Mittelfinger gehalten. Aber: Das müssen Sie üben, damit die Schrift flüssig aussieht, harmonischer und glatter eben. 
  • Als nächstes sollten Sie an Ihrem Schreibfluss arbeiten. Viele haben sich im Laufe der Entwicklung einer persönlichen Schreibschrift angewöhnt, einzelne Buchstaben nur noch hie und da zu verbinden. Diese Schriften wirken nicht harmonisch, geschweige denn schön. Versuchen Sie also als nächste Übung für das "Schöner Schreiben" zusammengehörige Buchstaben eines Wortes auch wieder zusammen zu schreiben, also die Verbindungen für einen vermeintlichen Zeitgewinn nicht einfach wegzulassen. Keinesfalls müssen Sie dafür wieder die Ausgangsschrift aus der Schule lernen, Sie können durchaus persönliche Buchstabenformen (sind die auch lesbar??) verwenden, aber Sie müssen sich Gedanken machen, wie diese Buchstaben verbunden werden können.
  • Und wenn gar nichts mehr geht? Lernen Sie die heute übliche Ausgangsschrift wieder, wenn alles nichts hilft und das Schriftbild immer noch schrecklich ist. Anregungen dazu finden Sie in der Wikipedia (Stichwort: Ausgangsschrift). Die Suchmaschinen liefern dazu übrigens auch Seiten, bei denen man Übungsblätter ausdrucken kann. Macht natürlich Mühe, aber mit etwas Arbeitseifer wird es klappen.
Diese Anleitung
Leser-Tipps (1) Ihren Tipp zur Anleitung schreiben
  • ukimiku | 23.04.2011, 21:00

    Wichtig ist für mich gewesen, langsamer zu schreiben. Ich hatte anfangs das Gefühl, daß meine Finger meinen davoneilenden Gedanken nicht hinterherkamen, da habe ich möglichst schnell (und zunehmend unleserlich) geschrieben, um das zumindest teilweise auszugleichen. Als ich mir die Ruhe gönnte, im Kopf den Gedanken weiter zu formen (und manchmal auch zu verbessern), während meine Finger - ungehetzt - bereits den Anfang zu Papier brachten, wurde meine Schrift sofort leserlicher. Dafür braucht man nicht unbedingt einen Füller, aber mit einem Füller kann man meist nicht so schnell schreiben wie mit einem Kugelschreiber, was automatisch zum langsameren Schreiben nötigt - ein erster Schritt. Wer auf Papier schreibt, tut dies meist ja ohnehin nicht, um schnell zu sein; dazu gibt es geeignetere Medien (E-Mail). Als zweiter Gedanke: ich mag schöne Buchstabenformen, und mir macht es Spaß, zu lernen, Buchstaben und Buchstabenverbindungen allmählich immer harmonischer zu formen, schön in meinen Augen. Das geht, besonders anfangs, gar nicht gut schnell, sondern nur bewußt auf die unter dem Stift entstehenden Formen achtend und diese korrigierend. Schließlich: seit ich nun in Mußestunden möglichst "automatisch" schreibe (die Hand führt den Stift übers Papier, und einige nicht-bewußt gedachte Wörter entstehen) und mich überraschen lasse von Schreibprozeß und Ergebnis, macht Schreiben mehr Spa

1400 Zeichen verbleibend.