Was Sie benötigen:
  • Umrechnungsfaktor von Rohstoff zu Estrich

Der Estrich im Wandel der Zeit

  • Estrich besteht im allgemeinen Verständnis aus Beton. Eine Sonderstellung nimmt der sogenannte Trockenestrich ein. Er wird nicht gestampft oder gerüttelt, sondern er besteht aus vorgefertigten Elementen, die anstelle von Beton oder anderen Stoffen auf einem geeigneten Unterbau verlegt werden.
  • Bis zum Beginn der Neuzeit war Beton unbekannt, Estriche gab es aber schon lange. Dafür verwendeten die alten Baumeister in großem Stil Lehm, der mit Stroh vermischt eine durchaus strapazierfähige und wärmedämmende Oberfläche ergab. In manchen Ländern wird streng darauf geachtet, dass solche Lehmestriche wegen ihrer guten Eigenschaften erhalten bleiben und nicht abgerissen werden.

Die Berechnung der benötigten Menge an Material

  • Verdeutlichen Sie sich bei der Berechnung, dass ein Rohstoff umso weniger Fertigestrich hergibt, je lockerer er vorliegt. Bei Lehm zum Beispiel können Sie davon ausgehen, dass ein massiver, trockener Block eine Estrichmenge im Verhältnis 1 :1 liefert. Ist der Lehm aber gemahlen, wie er im Handel angeboten wird, sinkt das Verhältnis um bis zu 50 Volumenprozente.
  • Fragen Sie beim Lieferanten nach, welche Menge Rohmaterial Sie brauchen für das vorgesehene Volumen an Estrich. Bei Estrichbeton kann der Hersteller verbindliche Angaben machen. Als Richtwert zur Berechnung können Sie mit einer Ausbeute von 45 bis 50 % Volumen in Liter je kg rechnen.
  • Berechnen Sie zuerst das Volumen, das der Estrich einnehmen wird. Beachten Sie dabei die einheitliche Verwendung der Maßeinheit, um ein korrektes Ergebnis zu erhalten. Ein Beispiel soll das verdeutlichen: Die angenommene Größe des Raumes ist 15 m2, die Estrichstärke soll 10 cm sein, dann beträgt das Volumen: 15 m2 x 0,1 m = 1,5 m3 Beton. Das sind 1500 Liter, die eine Menge von rund 2850 bis 3000 kg Rohware, also mindestens 75 Sack Estrichbeton je 40 kg erfordern.