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Aprikosenkerne ziehen - so geht's

Aprikosenkerne ziehen - so geht's3:14
Video von Heike Funke3:14

Auch Aprikosenkerne eignen sich dazu, eine echte Pflanze aus ihnen zu ziehen. Allerdings ist dies wegen der harten Schale des Kerns nicht besonders einfach.

Was Sie benötigen:

  • Küchenpapier
  • kleine Schale
  • Kühlschrank
  • grobes Sandpapier
  • Zange
  • Blumentopf
  • Anzuchterde oder Gemisch aus ungedüngtem Torf oder Torfersatz und Sand

Aus einem Aprikosenkern ein kleines Bäumchen zu ziehen, ist ein Gedulds-, aber auch ein kleines Glücksspiel. Es empfiehlt sich daher, nicht nur einen, sondern gleich mehrere der Aprikosenkerne zu setzen und darauf zu hoffen, dass sie mit der Zeit einen Keimling ausbilden.

So keimen Aprikosenkerne

  • Ehe der Keimungsprozess beginnen kann, muss der Kern vollständig vom Fruchtfleisch befreit werden. Waschen Sie ihn hierfür unter fließendem Wasser gründlich ab und tupfen Sie ihn danach mit einem Küchenpapier trocken.
  • Da die Aprikose ein Frostkeimer ist, sollten Sie die Pflanze für einige Wochen in einer kleinen Schale in Ihren Kühlschrank legen.
  • Durch die harte Schale der Aprikosenkerne braucht der Prozess des Keimens etwas länger als beispielsweise bei Äpfeln oder Birnen. Daher müssen Sie Geduld an den Tag legen. Wenn Sie den Prozess etwas beschleunigen möchten, können Sie den Kern mit grobem Sandpapier bearbeiten und so für Unebenheiten auf der Oberfläche sorgen. Wenn die Aprikosenkerne angeraut sind, können Sie mehr Feuchtigkeit aufnehmen und platzen hierdurch eher auf.
  • Eine weitere Möglichkeit, den Kern schneller keimen zu lassen, liegt darin, die äußere Hülle vollständig zu entfernen. Im Innern schlummert der mandelförmige Samen der Aprikose, aus dem Sie später die Pflanze ziehen können. Da der Keim nicht erst die harte Schale aufbrechen muss, benötigt der Prozess in der Regel weniger Zeit. Mit einer Zange können Sie versuchen, den festen Mantel vorsichtig aufzubrechen, um den Samen nicht zu beschädigen.
  • Füllen Sie einen Blumentopf mit Anzuchterde oder einem Gemisch aus ungedüngtem Torf beziehungsweise Torfersatz und Sand.
  • Drücken Sie den aufgeplatzten oder noch geschlossenen Kern - beziehungsweise den inneren Samen - seitlich in den Pflanzboden. Ein Stückchen darf aber gerne noch oben herausgucken, damit Sie den Keimungsprozess beobachten können.
  • Halten Sie die Erde in den nächsten Wochen bis Monaten angenehm feucht. Dabei darf jedoch keine Staunässe entstehen.
  • Weiterhin können Sie nun nichts unternehmen, außer zu hoffen, dass es Ihnen gelingt, einen kleinen Aprikosenbaum zu ziehen.

Sie können aber ebenso der Natur freien Lauf lassen. Pflanzen Sie die Aprikosenkerne hierfür in etwa fünf bis sechs Zentimeter tief in Ihren Garten. Nach einem Winter, der die nötige Kälte geliefert hat, wird mit Glück der eine oder andere Kern aufkeimen.

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