Wie eine Thrombose entsteht

Bei einer Thrombose im Bein (meist Unterschenkel) hat sich ein Blutgerinnsel gebildet. Dadurch fließt das Blut schlechter aus dem Bein in Richtung Herz zurück, es schwillt an und ist schmerzhaft.

  • Wenn man von einer Thrombose im Bein spricht, meint man fast immer die Thrombose im tiefer liegenden Venensystem, auch tiefe Beinvenenthrombose (TBVT) genannt.
  • Daneben existiert auch ein oberflächliches Venensystem, welches oft in Form von Krampfadern sichtbar wird. Eine Thrombose dort ist meist ungefährlich und entzündet sich ganz gerne, man spricht dann von einer Thrombophlebitis.
  • Mögliche Ursachen einer Thrombose im Bein ist eine Immobilität durch längeres Sitzen (Flugzeug, Bus, Zug oder Auto) oder nach einer Verletzung. Auch die Kombination aus Pille und Rauchen begünstigt die Entstehung einer Thrombose im Bein.

Richtiges Verhalten bei einem Blutgerinnsel im Bein

  • Wichtig! Lassen Sie jede schmerzhafte Schwellung im Bein unverzüglich vom Arzt abklären! Es kann sich immer um eine Beinvenenthrombose handeln!
  • Wenn der Arzt bei Ihnen eine Beinvenenthrombose diagnostiziert hat, müssen Sie gewisse Verhaltensregen einhalten.
  • Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit! Eine große Trinkmenge sorgt für eine leichte Verdünnung des Blutes und wirkt der Thrombose damit entgegen.
  • Tragen Sie Kompressionsstrümpfe! Durch die Kompression der Venen von außen kommt es zu einem veränderten Blutstrom in den Venen, der sich ebenfalls günstig auswirkt.
  • Bewegen Sie sich ausreichend! Aber nur unter gerinnungshemmender Therapie! Bei der ersten Thrombose werden Sie für 6 Monate gerinnungshemmende Medikamente einnehmen müssen (bei einer Störung im Gerinnungssystem oder bei einer wiederholten Thrombose mit oder ohne Lungenembolie lebenslang).
  • In Frage kommt entweder Heparin (1 bis 2 mal täglich als Spritze in den Bauch) oder mittels eines Cumarinderivates (Phenpro, Markumar) als Tablette (meist gegenüber der Spritze bevorzugt). Dies erfordert eine regelmäßige Kontrolle der Gerinnungswerte, die im Blut messbar sind. Wenn diese Blutgerinnungswerte im therapeutischen Bereich sind, ist die Gefahr einer Lungenembolie gleich hoch, egal ob sie sich bewegen oder nicht.

Hören Sie mit dem Rauchen auf. Wenn möglich, vermeiden Sie Medikamente wie Kortison oder Ovulationshemmer (Pille), die sich förderlich auf die Entstehung einer Thrombose auswirken. 

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