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Schleimbeutelentzündung im Ellbogen - Symptome & Therapie

Eine Schleimbeutelentzündung am Ellbogen ist schmerzhaft und schränkt ein. In der Regel ist eine konservative Therapie ausreichend.

Eine Schleimbeutelentzündung am Ellbogen ist schmerzhaft.
Eine Schleimbeutelentzündung am Ellbogen ist schmerzhaft.

Der folgende Text kann keinen ärztlichen Rat ersetzen!

Symptome einer Bursitis am Ellbogen

Bei der Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen finden Sie die klassischen Entzündungszeichen. Der Ellenbogen ist geschwollen. Bei einem akuten Geschehen ist das Gelenk gerötet, schmerzt bei Druck und kann zudem überwärmt sein. Bei der chronischen Bursitis olecrani ist die Stelle nicht gerötet.

Die Symptome der akuten Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen sind:

  • Schwellung
  • Rötung
  • Schmerzen
  • Eventuell Überwärmung

Definition und Ursachen der Bursitis olecrani

Der Schleimbeutel, medizinisch Bursa synovalis, ist ein Hohlraum, der Gelenkschmiere enthält. Sie finden Schleimbeutel in druckbelasteten Gelenken. Er hat die Aufgabe, den Druck, der auf das Gelenk wirkt, gleichmäßig zu verteilen, was das Gleiten der Gelenkteile aufeinander erleichtert.

Der Schleimbeutel kann sich entzünden. Man spricht dann von einer Bursitis. Die Endung -itis meint in der Medizin immer eine Entzündung. Ist der Ellenbogen betroffen, heißt das Krankheitsbild Bursitis olecrani.

Eine Bursitis kann akut oder chronisch auftreten. Bei der akuten Form enthält die Schwellung Eiter oder seröse Gewebeflüssigkeit, die nicht eitrig und flüssig ist. Bei der chronischen Bursitis verdickt sich die Wand oder es bilden sich Fibrinstänge, die für die Schwellung sorgen.

Ursachen von Schleimbeutelentzündungen können stumpfe Traumen oder Infektionen bei Verletzungen des Ellenbogens, die den Schleimbeutel penetrieren, sein. Denken Sie an chronische Druckreize, wie Sie beispielsweise beim Aufstützen des Ellenbogens entstehen. Auch Grunderkrankungen wie Gicht, Rheumatiode Artritis oder Tuberkulose können hinter der Bursitis stecken.

Was Sie selbst tun können

Da bei der akuten Schleimbeutelentzündung eine Entzündung vorliegt, begegnen Sie dieser mit Kühlung. Achtung: Bei der eitrigen Bursitis ist ein operativer Eingriff angezeigt.

Geben Sie zum Kühlen Eiswürfel in Leitungswasser, damit Sie die zum Kühlen optimale Temperatur von 1 Grad erreichen. Tauchen Sie einen Schwamm ein, den Sie auf den geschwollenen Schleimbeutel legen, und fixieren Sie diesen mit einem elastischen Verband. Das Manöver wiederholen Sie alle 20 Minuten.

Alternativ kühlen Sie mit einem Cool-Pack. Legen Sie dieses Sie nicht unmittelbar auf die Haut, da diese sonst Schaden nimmt (Verbrennungen). Wickeln Sie das Cool-Pack in ein Baumwolltuch oder Handtuch und legen Sie es auf den Ellbogen.

Quark wirkt abschwellend, entzündungshemmend, schmerzlindernd und angenehm kühlend. Für Quarkwickel geben Sie den gut gekühlten Quark einen halben Zentimeter dick in die Mitte eines Geschirrtuchs. Schlagen Sie das Tuch wie ein Päckchen von beiden Seiten ein und legen Sie es mit der eingequarkten Seite auf den Ellbogen. Kühlen Sie mit dem Quark drei- bis viermal am Tag für 20 bis 30 Minuten.

Zum Kühlen können Sie auch Salbenverbände anlegen. Hierzu eignet sich zum Beispiel Voltaren® Emulgel®. Kühlende Salben empfehlen sich besonders in der Nacht.

Wichtig bei einer Schleimbeutelentzündung ist die Ruhigstellung. Schonen Sie Ihren Ellbogen und bewegen Sie ihn nicht. Ein elastischer Verband hilft dabei.

Zur Unterstützung können Sie Medikamente einnehmen, die schmerzstillend und  entzündungshemmend wirken wie beispielsweise Ibuprofen®. Nicht empfehlenswert ist Aspirin®, das zwar die gleiche Wirkung hat, aber Blut verdünnend wirkt. Das kann zu Nachblutungen führen, sollte eine Punktion des Schleimbeutels erforderlich sein.

Wann zum Arzt?

Sollte die Schleimbeutelentzündung am Ellbogen unter Ihren Maßnahmen innerhalb weniger Tage keine Rückbildungstendenz aufweisen, kommen Sie um einen Arztbesuch nicht herum.

Suchen Sie einen Orthopäden auf, der Ihnen eventuell zur konsequenten Ruhigstellung eine Gipsschiene anlegt. Handelt es sich um eine eitrige Bursitis, schneidet ein Chirurg die betroffene Stelle auf und räumt den Eiter heraus. Bei einer chronischen Bursitis olecrani kann eine Operation mit Entfernung des Schleimbeutels nötig sein.

Sollten Sie Fieber entwickeln oder eine zunehmende Rötung und Anschwellung bemerken, die sich auf Ober- und Unterarm ausbreitet, gehen Sie sofort zum Arzt. Dies sind Anzeichen einer bakteriellen Infektion, die mit einem Antibiotikum behandelt werden muss. Am Wochenende suchen Sie die Notaufnahme eines Krankenhauses auf.

Der Schleimbeutelentzündung vorbeugen

Der Schleimbeutelentzündung beugen Sie vor, indem Sie Verletzungen und chronische Reize vermeiden. Tragen Sie bei Sportarten wie Inlineskating, Skateboard- oder Schlittschuhfahren Ellenbogenschützer. Das gilt für alle Sportarten, bei denen Sie schnell stürzen können.

Vermeiden Sie chronischen Druckreiz. Achten Sie insbesondere darauf, die Ellenbogen nicht durch permanentes Aufstützen auf den Tisch zu reizen.

  • Stürze vermeiden
  • Ellbogenschützer beim Sport tragen
  • Druckreiz durch Aufstützen vermeiden

Die Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen ist unangenehm, aber behandelbar. Gehen Sie nicht zu spät zum Arzt, falls es sich um eine eitrige Bursitis handelt.

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