Alle Kategorien
Suche

Bilder entpixeln – so gelingt's

Bilder entpixeln – so gelingt's1:46
Video von Steven Selig1:46

Sie stehen vor der Frage, wie Sie die niedrig auflösenden Bilder, die Sie vom Kunden bekommen haben, größer bekommen? Wenn Sie sie skalieren und auf die für den Druck erforderlichen 300 dpi hochrechnen, werden Sie die Bilder entpixeln müssen. Möglichkeiten dazu finden Sie im Folgenden.

Bevor Sie anfangen: Betrachten Sie Ihr Bild bei 100 % Darstellungsgröße. Beim Vergrößern der Darstellung auf über 100 % wird nämlich jedes pixelbasierte Bild pixelig. Erst dann entscheiden Sie, ob eine Bearbeitung notwendig ist.

So entpixeln Sie

  • Bei Bildern mit wenigen Farben markieren Sie in Adobe Photoshop die zu bearbeitende Fläche durch Drücken von "Strg" und Klick auf die Miniaturvorschau der betroffenen Ebene in der Ebenenpalette.
  • Wechseln Sie zum Reiter "Pfade".
  • Klicken Sie auf den kleinen Pfeil rechts in der Palette und wählen Sie "Arbeitspfad erstellen". Experimentieren Sie mit der Toleranz.
  • Klicken Sie erneut auf den kleinen Pfeil rechts und wählen Sie "Pfadfläche füllen" und eventuell "Pfadkontur füllen".
  • Alternativ können Sie versuchen, das Bild mittels Adobe Illustrator oder der Freeware Inkscape zu vektorisieren.
  • Es gibt auch eine Online-Version zum Vektorisieren.
  • Ohne Pfade entpixeln Sie so: Treffen Sie mittels Zauberstab eine Farbauswahl, füllen Sie die ausgewählte Fläche über "Bearbeiten - Fläche füllen".
  • Bei Fotos mit vielen unterschiedlichen Farben entpixeln Sie anders: Wählen Sie in Adobe Photoshop "Filter - Störungsfilter - Störungen entfernen" (die entsprechenden Menüpunkte sind bei allen guten Bildbearbeitungsprogrammen vorhanden, aber eventuell an anderer Stelle im Menü zu finden). Spielen Sie mit den Einstellmöglichkeiten, bis Sie ein gutes Ergebnis sehen.
  • Verwenden Sie einen der Weichzeichnungsfilter. Probieren Sie mehrere Varianten aus. Anschließend lassen Sie wieder den Scharfzeichnungsfilter darüberlaufen.

Als Freeware zur Bildbearbeitung seien GIMP und Photoscape genannt. Eine günstige Alternative zum Schlachtschiff Adobe Photoshop ist Adobe Photoshop Elements, das Sie mit der Erweiterung "Elements+" äußerst kostengünstig (ca. 10 Euro) aufmotzen können. Das Programm bietet in dieser Kombination sehr viele Möglichkeiten des großen Bruders, kann aber trotzdem kein CMYK, das für Offsetdruck erforderlich ist. Wenn Sie Bilder fürs Internet aufbereiten, reicht es aber allemal.

Die Fleißarbeit für Bilder gleich vermeiden

  • Achten Sie beim Kauf von Bildern auf die richtige Auflösung. Fürs Internet reichen 72 dpi, für Offsetdruck (Flyer etc.) benötigen Sie 300 dpi. Dasselbe gilt beim Scannen von Bildern. Denn: Ein schlechtes Bild wird immer ein schlechtes Bild bleiben. Bildinformationen, die nicht da sind, kann kein Programm dieser Welt herzaubern. Das Entpixeln ist also eine Aufgabe, die nicht immer geeignete Ergebnisse liefert.
  • Wenn Sie Bilder von Dritten für Drucksachen geliefert bekommen, weisen Sie darauf hin, dass Sie hochauflösende Dateien benötigen.
  • Wenn Sie Printmedien erstellen, achten Sie darauf, dass Bilder nicht mehr als 15 % skaliert werden, da sie sonst im Druck pixelig werden. Bei Vektorgrafiken gibt es das Problem nicht, da sie mit einem Vektorprogramm (Adobe Illustrator, Inkscape) problemlos und ohne Qualitätsverlust in jede beliebige Größe skaliert werden können, von drei Millimetern bis zu zehn Metern.

Verwandte Artikel

Redaktionstipp: Hilfreiche Videos