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Bilanz lesen - so geht's

Bilanz lesen - so geht's1:39
Video von Valentin Falkenrot1:39

Sie interessieren sich dafür, eine Bilanz richtig lesen zu können? Dies hilft Ihnen dabei, die Lage eines Unternehmens richtig einzuschätzen und Informationen zu erhalten. Verschaffen Sie sich einen kleinen Überblick darüber, wie Sie eine Bilanz lesen.

Die rechtlichen Grundlagen der Bilanz

  • Laut HGB sind Kaufleute sowie Unternehmen dazu verpflichtet, einen Jahresabschluss zu erstellen. Je nachdem, wie groß das Unternehmen ist, beinhaltet ein Jahresabschluss sowohl die Bilanz als auch die Gewinn-und-Verlust-Rechnung und einen Lagebericht.
  • Beim Lesen ist zu beachten, dass sie laut HGB immer aus zwei Seiten besteht, die jeweils die gleiche Summe zeigen, also ausgeglichen sein muss. Auf der linken Bilanzseite finden Sie die Aktiv-, auf der rechten Seite die Passiv-Konten (Aktiva und Passiva). Die Aktiv-Seite listet das Unternehmensvermögen auf, während Sie auf der Passiv-Seite Angaben zur Herkunft des jeweiligen Kapitals und der Vermögensfinanzierung finden. Deshalb werden das Vermögen und das Kapital des Unternehmens gegenübergestellt. Beide Seiten müssen im Gleichgewicht sein.

So lesen Sie die Aktiv- und Passivseite einer Bilanz

  • Die linke Aktiv-Seite gibt somit Auskunft zu den Werten der einzelnen Vermögensgegenstände, die in einer bestimmten Reihenfolge angeordnet sind. Die Reihenfolge richtet sich danach, ob ein Vermögenswert lang- oder kurzfristig zur Verfügung steht und wie schwierig dessen Liquidation oder besser Umwandlung in Geld ist. Zuvorderst stehen Unternehmensgebäude und -grundstücke, während flüssige Mittel im unteren Bereich zu finden sind.
  • Auf der rechten Passiv-Seite erfahren Sie beim Lesen die Art der Kapital- oder Mittelherkunft. Hier gibt es wiederum zwei Arten zu unterscheiden: Eigenkapital und Fremdkapital. Zum Eigenkapital zählen Mittel des Unternehmens, die durch die Eigentümer des Unternehmens ohne weitere zeitliche Begrenzung bereitgestellt werden. Bilanziell ergibt sich das Eigenkapital durch die Differenz zwischen Vermögen und Fremdkapital; es ist das Reinvermögen. Zum Fremdkapital zählen Darlehen und Verbindlichkeiten des Unternehmens, also Gelder, die im Moment fremdfinanziert sind und nicht vom Unternehmen selber kommen.
  • Mit den Angaben der Bilanz können Sie weitere Informationen durch die Berechnung von Kennzahlen erhalten. Hier steht dann die Finanz- und Ertragslage im Zentrum des Interesses. 

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