Was Sie benötigen:
  • Astschere
  • Astsäge
  • Messer
  • Wundverschlussmittel
  1. Anders als bei vielen anderen Bäumen ist es beim Kirschbaum empfehlenswert, die Äste im Sommer zurückzuschneiden. Auf diese Weise kann ein übermäßiges Wachstum gebremst werden, was die Fruchtbarkeit im nächsten Jahr erhöht. Zudem ist es im Sommer trockener, was die Schnittwunden Ihres Kirschbaumes vor Pilzen und Bakterien schützt.
  2. Verwenden Sie beim Beschneiden Ihres Kirschbaumes je nach Bedarf eine Astschere oder -säge. Sollte sich beim Sägen von Ästen stellenweise die Rinde des Kirschbaumes zerfasern, sollten Sie diese Stellen in jedem Fall mit einem Messer nachschneiden und glätten. So können Sie verhindern, dass Pilze oder Bakterien in die Rinde des Kirschbaumes eindringen. Zudem unterstützt ein gerader Schnitt in Kombination mit einem geeigneten Wundverschlussmittel die schnelle Heilung der Wunden und damit die Gesundheit des ganzen Baumes.
  3. Schneiden Sie zunächst sämtliche Seitentriebe komplett ab, die in das Innere der Krone des Kirschbaumes hineinwachsen. Anschließend müssen Sie die stark verzweigten und kräftigen Äste, an denen weitere Seitentriebe herabhängen, deutlich zurückschneiden. Vorsicht: Um dem Kirschbaum nicht zu schaden, ist es wichtig diese Äste immer genau über einem jungen Seitentrieb abzuschneiden. Die Kraft des Kirschbaumes kann in der Folge direkt und ungehindert in diesen Trieb fließen, der so wiederum den abgeschnittenen Ast ersetzen kann.
  4. Sollten Sie beim Beschneiden Ihres Kirschbaumes auf kurze Seitentriebe stoßen, die in der Form eines Quirls angeordnet sind, handelt es sich vermutlich um Bukett-Triebe. Diese bringen in der Regel sehr viel Blütenknospen und damit auch viele Früchte hervor. Vermeiden Sie es daher möglichst, sie abzuschneiden – es sei denn, dass einzelne dieser Bukett-Triebe steil nach oben wachsen. Derartige Triebe würden später anderen Ästen die Wachstumskräfte entziehen, weshalb sie ebenfalls abgeschnitten werden müssen.
  5. Nach dem Beschneiden des Kirschbaumes müssen die Schnittwunden mit einem Wundverschlussmittel behandelt werden, um ihn vor Krankheiten zu schützen und die Heilung zu fördern. Dieses wird einfach auf die abgesägte Stelle aufgetragen. Schnittwunden, deren Durchmesser weniger als zwei cm beträgt, müssen allerdings nicht mit dem Wundverschlussmittel verstrichen werden.