Alle Kategorien
Suche

Wo befinden sich in Deutschland große Steinsalzlagerstätten?

Etwa 70% der Salzgewinnung stammt aus Steinsalzlagern und die restlichen 30% werden aus dem Meer oder aus salzhaltigen Seen gewonnen. Doch wo befinden sich Deutschlands große Steinsalzlagerstätten?

Heute ist der Abbau von Steinsalz hauptsächlich maschinell geregelt.
Heute ist der Abbau von Steinsalz hauptsächlich maschinell geregelt.

Zu früheren Zeiten war Salz ein Luxusgut. Wer Salz hatte, galt als reich. Bei den Römern erhielten Soldaten oder Beamte ihren Lohn oft in Form von Salz, der heutige Begriff "Sold" rührt genau daher. Heute ist Salz ein günstiges Alltagsprodukt und wird in großen Mengen gewonnen. Es befinden sich auch in Deutschland große Steinsalzlagerstätten.

Wo sich in Deutschland die Anfänge der Salzgewinnung befinden

  • Im Jahr 1812 ließ König Friedrich im württembergischen Jagstfeld bei Heilbronn Bohrungen nach dem begehrten Mineral durchführen. Drei Jahre später stießen die Arbeiter in 142 Meter Tiefe tatsächlich auf eine Steinsalzlagerstätte vor. 
  • Heute ist die Gewinnung von Steinsalz um ein Vielfaches einfacher. Mittels zwei Schächten werden Arbeiter und Maschinen in die Tiefe verbracht und das Salz an die Oberfläche befördert. Dass auf diesem Weg in einer Stunde mehr als 1.000 Tonnen Salz an die Oberfläche befördert werden, ist Normalität.
  • Das älteste bergmännisch abbauende Salzbergwerk liegt im baden-württembergischen Stetten im Regierungsbezirk Tübingen auf der Zollernalb. Um die 70 Beschäftigte bauen etwa 500.000 Tonnen Salz pro Jahr ab.

Große Steinsalzlagerstätten aus der heutigen Perspektive

  • Das Salzbergwerk Berchtesgaden blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seit 1517 wird in der bayrischen Region Salz abgebaut und Besucher sind hier gern gesehene Gäste. Während einer Untertage-Führung erwarten den Interessierten spannende Details zur Salzgewinnung unter Tage.
  • Im nordrhein-westfälischen Borth steht das europaweit größte Salzbergwerk. Pro Jahr werden hier 2.000.000 Tonnen Salz gefördert. Das Salzvorkommen wurde im Jahr 1897 entdeckt, und zwar bei der Suche nach Kohle.
  • In Grasleben im Landkreis Helmstedt befindet sich ein weiteres Salzbergwerk. Etwa eine Million Tonnen werden hier pro Jahr gefördert. Der Betrieb läuft seit dem Jahr 1911 und heute arbeiten in dem Bergwerk um die 180 Mitarbeiter.

Auf das ganze Land verteilt befinden sich Deutschlands große Steinsalzlagerstätten. Allerdings landet nur ein winziger Teil des Salzes als Speisesalz in der Nahrung. 



Teilen: