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Was heißt Gigolo? - Eine Erläuterung

Den Begriff des Gigolo kennt jeder - aber nicht jeder hat dieselbe Bedeutung dafür im Kopf. Wenn auch Sie sich nicht sicher sind, ob es sich dabei um eine männliche Prostitutierte oder einen Verführer handelt, sollten Sie wissen, dass beides stimmt. Eigentlich heißt Gigolo aber nur "Eintänzer".

Ein Gigolo ist in der Regel ein Verführer - für Geld oder auch nicht.
Ein Gigolo ist in der Regel ein Verführer - für Geld oder auch nicht.

Herkunft des Begriffs

Das Wort Gigolo stammt aus dem Französischen und wird daher auch französisch ausgesprochen. Die korrekte Aussprache lautet "Dschigolo", wobei das D sehr weich klingen sollte. Der Duden geht davon aus, dass der Begriff ursprünglich einen Mann bezeichnete, der sich oft auf Tanzveranstaltungen herumtreibt. Dies ergibt sich aus dem französischen Wort "gigoter" (sprich: dschigoter), das "herumzappeln", umgangssprachlich aber auch "tanzen" heißt. Die Männer, von denen die Rede ist, waren häufig auch bei Tanzlokalen fest angestellt, um den dort feiernden Frauen als Tanzpartner zu dienen. Dadurch wird Gigolo auch häufig mit "Eintänzer" übersetzt.

Der Gigolo als Escort

  • Vielleicht kennen Sie den Film Dirty Dancing. Der Protagonist Johnny Castle arbeitet als Tanzlehrer in einem Ferienressort und lebt zum Teil auch davon, dass er den reichen weiblichen Gästen nicht nur das Tanzen beibringt. Stattdessen geht er mit ihnen aufs Zimmer und kümmert sich auch privat um sie.
  • Auch im echten Leben war es bei den Gigolos in den Tanzlokalen oft üblich, dass sie eben nicht nur mit den Frauen tanzten. Verwunderlich ist das nicht - der Schritt vom schon sehr körperlichen Tanz zu etwas Näherem ist nicht allzu groß.
  • Daher gingen viele Eintänzer dazu über, sich von den Frauen, mit denen sie sich privat oder nach Tanzabenden trafen, aushalten zu lassen. Und so wurde aus den Eintänzern eine Art männliche Prostituierte. Die Gigolos übernahmen und übernehmen noch heute am ehesten den Gegenpart zu einer weiblichen Escort-Dame.
  • Das bedeutet, dass sie mit den Frauen eben nicht nur ins Bett, sondern auch ausgehen, reisen und sich in der Öffentlichkeit als ihr Partner darstellen.

Darum heißt auch ein Verführer Gigolo

Ein Mann, der als Gigolo arbeitet, zeigt sich naturgemäß oft mit wechselnden Frauen. Weiß man nicht, dass er damit sein Geld verdient, kommt man schnell auf die Idee, er sei ein Frauenheld. Durch diesen Eindruck hat es sich etabliert, dass Gigolo nicht nur "Escort" heißt, sondern auch eine Art Casanova bezeichnet. Sollte man Sie so nennen, wundern Sie sich also nicht. Es kann sein, dass Ihr Gegenüber nur auf Ihren Erfolg bei Frauen anspielt.

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