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Warum verändern Pupillen ihre Größe?

Pupillen verändern ihre Größe mit einfallendem Licht, sodass besseres Sehen möglich ist. Daneben üben stimulierende Substanzen und Drogen einen wichtigen Einfluss aus. Doch auch Krankheiten oder großes psychisches Leid können das Aussehen der Pupille maßgeblich beeinflussen.

Die Pupillengröße ist ein Indikator für das Gefühlsleben.
Die Pupillengröße ist ein Indikator für das Gefühlsleben.

Pupillen verändern sich mit dem Licht

  • Die Pupille im Zentrum der Iris ist verantwortlich für den optimalen Lichteinfall auf die dahinterliegende Netzhaut. Um diesen zu garantieren, verfügt dieser Teil des Auges über einen wichtigen Reflex - den Pupillenlichtreflex.
  • Dieser lässt sich mit einer Taschenlampe künstlich auslösen. Liegen bestimmte Erkrankungen oder Hirnschäden vor, lässt sich der Reflex nicht mehr auslösen. Reagiert die Pupille nicht mehr, nennt man dies Licht- oder Pupillenstarre. Typisch ist eine Lichtstarre bei Drogenkonsum, Entzündungen, Schädigungen des Mittelhirns, Lähmungen des Hirnnervs und Komas.
  • Dieser Teil des Auges lässt sich mit der Blende eines Fotoapparats vergleichen. Abhängig von den Lichtverhältnissen wird die Blende geschlossen oder weiter geöffnet, die Größe der Pupille verändert sich.
  • Am hellen Tag oder bei künstlichem Licht sind die Pupillen sehr klein, mit Abnehmen des Lichts, etwa in der Abenddämmerung oder bei Kerzenschein, stellen sie sich weit.
  • Die Größe ist auch abhängig davon, ob Objekte in der Ferne oder im Nahen wahrgenommen werden sollen. So findet eine Verengung (Miosis) statt, wenn sich ein Gegenstand sehr nah am Auge befindet. Zu einer Erweiterung (Mydriasis) kommt es, wenn Objekte in der Ferne fokussiert werden.

Unterschiedliche Größen - verschiedene Faktoren

Doch auch zahlreiche andere Faktoren beeinflussen die Pupillengröße.

  • So kommt es zu einer Erweiterung oder Verengung der Pupillen, wenn stimulierende und aufputschende Drogen oder Medikamente eingenommen werden. Halluzinogene Drogen wie Cannabis oder LSD bewirken eine Erweiterung, Opiate wie Heroin führen zu einer Verengung. Oftmals verändern sich nicht nur die Augen, auch eine Lichtstarre tritt ein.
  • Auch Medikamente haben einen Einfluss, so führen Augentropfen zur Senkung des Augeninnendrucks und zu einer Pupillenverengung.
  • Stimulierende Drogen regen das sympathische Nervensystem an, diesem wird ein Stresszustand simuliert, daraufhin kommt es zu einer Ausschüttung des Botenstoffs Noradrenalin. Als Folge kommt es zu einer Pupillenerweiterung.
  • Da dieser Botenstoff aber auch bei Erregung, großer Angst, Stress oder Emotionen wie Hass oder Wut ausgeschüttet wird, zeigen die Augen jetzt ebenfalls die typischen Anzeichen einer Pupillenerweiterung. Im Rahmen der medizinischen Diagnostik kann dies also nicht nur auf Drogenkonsum, sondern auch auf eine immense, innere Anspannung hindeuten.

Einige Menschen können mittels Biofeedback und anderer Verfahren das Aussehen ihrer Pupille bewusst verändern und kontrollieren.

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