Alle Kategorien
Suche

"Warum bewegen sich die Erdplatten?" - Wissenswertes über die Erde

Nach einer langen Schiffsreise sind manche Menschen heilfroh, wenn sie wieder festen Boden unter ihren Füßen spüren. Doch so fest, wie man zunächst annimmt, sind die Erdplatten, auf denen wir uns bewegen, gar nicht. Ganz im Gegenteil - die Platten sind ständig in Bewegung. Wie diese sich verhalten und welche Folgen das für uns hat, erfahren Sie in diesem Artikel.

Die Erdplatten sind in ständiger Bewegung.
Die Erdplatten sind in ständiger Bewegung.

Der Aufbau der Erde

Um die Bewegungen der Erdplatten zu verstehen, muss man zunächst einmal wissen, wie unsere Erde aufgebaut ist.

  • Unser Planet besitzt, wie eine Zwiebel, mehrere Schichten. Bei der äußeren Schale, auf welcher wir uns bewegen, spricht man von der Erdkruste. Diese bildet zusammen mit dem litusphärischen Mantel die Litusphäre. Die Litusphäre ist in sieben sogenannte Litusphärenplatten aufgeteilt.
  • Diese bewegen sich auf der Asthenosphäre, welche den äußeren Teil des Erdmantels bildet. Der Erdkern bildet das Innere unseres Planeten. Hier herrschen Temperaturen bis zu 2900 °C und ein unglaublicher Druck von vier Millionen Bar. Wissenschaftler vermuten, dass der Erdkern aus einer massiven Eisenkugel besteht und dass diese auch die Ursache für unser planetarisches Magnetfeld ist.

Eine Erklärung für die Erdplattenbewegung

  • Die Litusphärenplatten schwimmen quasi auf der flüssigeren Asthenosphäre und befinden sich ständig in Bewegung. Die Erdplatten bewegen sich zwar nur wenige Zentimeter im Jahr, dennoch sind die Folgen dieser Bewegung für uns Menschen sehr wohl spürbar. Diese sollen jedoch später besprochen werden.
  • Die genaue Ursache für die Dynamik der Platten ist bis heute noch nicht genau bekannt. Jedoch geht man davon aus, dass Konvektionsströme zwischen Erdkern und Erdmantel die Erdplatten in Bewegung versetzen. Konvektionsströme entstehen, indem erhitztes Material vom Erdkern aufsteigt, dieses sich im Erdmantel wieder abkühlt und dann wieder gen Erdkern sinkt, wo es erneut aufgeheizt wird.

Die verschiedenen Bewegungsarten der Erdplatten

Die Erdplatten verhalten sich auf vier verschiedene Weisen zueinander. Man unterscheidet zwischen:

  • Divergente Plattengrenzen. Hier bewegen sich zwei Litusphärenplatten voneinander weg, wobei im Grenzbereich heiße Lava austritt und an der Oberfläche erstarrt. Hierdurch entsteht neue Erdkruste.
  • Konvergente Plattengrenzen. Bei Konvergenz stoßen zwei Platten aufeinander. Stößt eine Kontinentalplatte auf eine ozeanische Platte, so taucht die schwerere ozeanische unter die kontinentale Platte. Die Stellen, an denen dies geschieht, nennt der Vulkanologe Subduktionszonen. An Subduktionszonen kommt es häufig zu vulkanischen Aktivitäten, da die absinkende Erdplatte im Erdmantel teilweise aufschmilzt, wobei Magma entsteht, welches dann nach oben steigt und an Vulkanen wieder austritt. Stoßen zwei leichte Kontinantalplatten aufeinander, schieben sie sich gegenseitig nach oben, wodurch ein Gebirge entsteht. Hierbei spricht man von Orogenese.
  • Konservative Plattengrenzen: An dieser Grenze schrammen zwei Erdplatten aneinander vorbei. Hierbei kann es vorkommen, dass sich die Erdplatten verkeilen und ruckartig wieder lösen. Geschieht dies, ist ein Erdbeben/Seebeben die Folge.
  • Passive Plattengrenzen: Von passiven Plattengrenzen spricht man, wenn zwei Litusphärenplatten aneinandergrenzen, man zurzeit jedoch keine akuten Bewegungen messen kann.
Teilen: