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Stinkender Käfer in der Wohnung - was tun?

Gerade in der warmen Jahreszeit ist man es gewohnt, dass Mücken, Fliegen und auch andere Insekten gern Kurzbesuche in der Wohnung abstatten. Doch sobald sich ein stinkender Käfer unter den ungebetenen Gästen befindet, nutzt man natürlich die Chance, um das Tierchen auf dem schnellsten Wege wieder loszuwerden.

Ein stinkender Käfer ist unangenehm.
Ein stinkender Käfer ist unangenehm.

Was Sie benötigen:

  • Insektengitter
  • Handfeger
  • Kehrblech
  • Staubsauger
  • Glas
  • Postkarte
  • Pappe

Stinkender Käfer - Vorkommen und Erkennungsmerkmale

Stinkender Käfer oder Graue Gartenwanze, Graue Feldwanze (Rhaphigaster nebulosa) im Volksmund genannt, gehört zur Familie der Baumwanzen und ist mit seinen 14 bis 16 mm die Größte unter den heimischen Landwanzen.

  • Erkennbar ist diese Gartenwanze an der Färbung des grau-gelben bis braunen Rückenpanzers mit ungleichmäßig verteilten Punkten. Zu Hause ist diese tagaktive Wanze in Asien und Europa, wo es auf diversen Baumgehölzen in Gärten, Parkanlagen und Wäldern lebt.
  • Seine Nahrung besteht vorwiegend aus Pflanzensäften, wobei sie auch nicht abgeneigt sind, tote Insekten zu verzehren.
  • Droht den Tieren eine Gefahr, sondern sie zur Verteidigung aus ihren Drüsen ein übel riechendes Abwehrsekret ab, diese Strahlen können durchaus eine Weite von 20 cm betragen.
  • Im Spätsommer und Herbst sind Mannschaften stinkender Käfer an Hauswänden und Fensterscheiben vorzufinden. Hier genießen die Gartenwanzen noch die letzten warmen Sonnenstrahlen, bevor sie sich auf die Suche nach einem Winterquartier begeben. Die Suche endet oftmals in den Räumlichkeiten oder Dachböden von Wohngebäuden, wo sich die harmlosen Tiere in Ritzen, Spalten, Rollladenkästen und hinter Möbelstücken zum Winterschlaf zurückziehen.
  • Im Frühjahr, sobald es draußen wärmer wird, erwachen sie aus ihrem Winterschlaf und sehnen sich dann nach der Freiheit, wobei es dann auch in den Räumlichkeiten unverhofft zu einer Begegnung kommen kann.
  • Sollen die Krabbler keine Dauergäste bleiben und hier zur Plage werden, dann können diese auch mit verschiedenen Mitteln und Methoden bekämpft werden.

Die Baumwanzen effektiv vertreiben

Vorbeugung ist die beste Methode, damit Käfer und andere Insekten erst gar nicht ins Haus eindringen können.

  • Meistens befinden sich die Baumwanzen an der warmen Südseite eines Gebäudes. Sobald Sie bemerken, dass sich die Tiere an der Hauswand befinden, sollten Sie auf eine Dauer-Kipplüftung der Fenster verzichten und stattdessen für kurze Zeit eine Stoßlüftung vornehmen. Ein sicherer Schutz vor diesen Käfern bietet auch das fachgerechte Anbringen von Insektengittern bzw. Fliegengittern an Fenster- und Außentüren.
  • Einzeln im Wohnbereich aufgetreten, kann man den Käfer mithilfe eines Handfegers und Kehrblech schnell und einfach beseitigen. Denken Sie bei der Bekämpfung aber daran, dass Sie anschließend nicht die Duftnote eines Eau de Toilette umgibt, sondern ein unangenehmer, stinkender Duftstrom des Käfers.
  • Handelt es sich um eine größere Anzahl dieser Artgenossen, dann können Sie die Käfer auch mit einem Staubsauger bekämpfen. Nach dieser Kampagne sollten Sie allerdings den verschlossenen Beutel des Saugers sofort draußen entsorgen.
  • Graue Gartenwanzen sind schwerfällige Flieger. Krabbelt ein einzelnes Tier die Wände hoch, dann nehmen Sie ein Glas zur Hand und stülpen das Gefäß über den Käfer. Schieben Sie nun eine Postkarte oder ein Stück Pappe vorsichtig zwischen Glasöffnung und der Wand und befördern Sie die Wanze so gefangen wieder nach draußen. Aufgeschreckt wird die Wanze auch hier, sodass während der Fang-Aktion diese auch Spuren stinkender Duftessenzen hinterlässt.
  • Trotz Vorsicht und Maßnahmen kann es passieren, dass diese Wanzen im Haus auch zu einer Plage werden. Sollte das der Fall sein, dann ist es erforderlich, dass Sie hierbei einen Fachmann zurate ziehen, der diese, wenn auch unschädlichen Tierchen, dann mit biologischen oder chemischen Mitteln effektiv bekämpft.

Richten Sie die Maßnahmen nach dem Befall mit den stinkenden Käfern, denn in den meisten Fällen können Sie auf schädliche Chemikalien verzichten.

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