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Schäfer - dieses Zubehör wird benötigt

Auch heute gibt es noch den Beruf des Schäfers, auch wenn viele Schafe mittlerweile in Koppelschafhaltung gehalten werden. Ein Schäfer hat umfangreiche Aufgaben und benötigt bestimmtes Zubehör, um seine Arbeit ausführen zu können.

Der Schäfer benötigt einen Hütehund, um die Tiere zusammenzuhalten.
Der Schäfer benötigt einen Hütehund, um die Tiere zusammenzuhalten. © RainerSturm / Pixelio

Die Arbeit eines Schäfers

Der Beruf des Schäfers hat eine lange Tradition, schon immer wurden meist junge Männer zum Schafhirt ausgebildet. Heute lautet die korrekte Bezeichnung jedoch Tierwirt mit der Fachrichtung Schäferei.

  • Die Ausbildung dauert 3 Jahre und endet mit einer Abschlussprüfung. Interessierte Schafhirten haben anschließend noch die Möglichkeit, eine Meisterprüfung abzulegen.
  • Die Aufgaben eines Schafhirten sind vielfältig. Er ist zuständig für die sogenannte Ablammung und Aufzucht der Jungtiere. Er muss über die Anatomie und Physiologie der Tiere Kenntnis haben und sein Wissen über alle Rassen, Züchtung und Reproduktion sollte umfassend sein.
  • Ein Schäfer muss sich in der Weidewirtschaft auskennen, um beispielsweise eine Überweidung zu verhindern und wissen, wie er ausreichend Futter für seine Herde gewinnt.
  • Er lernt den Umgang mit den Schafen und deren korrekte Haltung. Entsprechend muss er einen Stall bauen können, die Pferchtechnik beherrschen und alle vorkommenden Tierkrankheiten kennen und erkennen können.
  • Da kaum ein Schäfer ohne einen Hütehund arbeitet, muss er die Hütetechnik mit dem Hund erlernen sowie dessen Ausbildung zum Hütehund.
  • Natürlich gehört auch die Vermarktung aller produzierbaren Produkte wie Wolle, Fleisch und Milch zu seinen Aufgaben. Aus diesem Grund muss ein Schäfer auch wissen, wie er seine Schafe tierschutzgerecht schlachtet.

Die Schäferschippe gehört zum Zubehör des Schafhirten

Die Schäferschippe wurde und wird von den Hirten immer und vielseitig eingesetzt. Sie ist aus der traditionellen Schafhaltung nicht mehr wegzudenken. Sie hat 4 Haupteinsatzmöglichkeiten.

  • Zunächst einmal kann sie dem Schäfer dienen, um dem Hütehund optische Zeichen zu geben, wenn die Entfernung für ein Rufsignal zu groß wird. Der Hund wird bestimmte Bewegungen mit der Schäferschippe zu deuten wissen und kann dementsprechend handeln.
  • Des Weiteren dient sie zum Aufnehmen von Hundekot von der Weide, um eine Bandwurmvermehrung unter den Schafen zu verhindern. Ebenso muss der Hirte sich nicht bücken, um Kotproben seiner Schafe für eine tierärztliche Untersuchung zu sammeln. Giftige oder sehr ungesunde Kräuter und Gewächse lassen sich mit ihr ebenfalls mühelos ausheben und beseitigen.
  • Neben der Schaufel ist ein sogenannter Beinfanghaken angebracht. Dieser ermöglicht es dem Hirten, einzelne Tiere aus der Herde auszusondern, indem er sie an einem Bein festhält. Jedoch muss der Schafhirt im Umgang mit dem Fanghaken sehr geübt sein, um den Tieren keinen Schaden und Schmerzen zuzuführen.
  • Auf die Spitze gestellt dient die Schippe als Stütze, denn am Knauf ist üblicherweise eine breite Gummiauflage angebracht. Da ein Schafhirt oft stundenlang neben seinen weidenden Schäfchen ausharren muss, kann er so bequem stehen.

Weiteres Zubehör eines Schafhirten

  • Früher führte er einen Schäferkarren mit sich, in welchem er des Nachts sein Lager aufschlug. Der Karren war aus Holz gezimmert und wurde von einer Kuh oder einem Pferd gezogen. Zusätzlich bot er den nötigsten Utensilien und Essens- und Futtervorräten Platz..
  • Als wichtiges Zubehör wird natürlich witterungsfeste Kleidung benötigt. Besonders gegen Feuchtigkeit und Regen muss sich ein Hirte gut schützen, hierfür benötigt er einen wasserundurchlässigen, warmen Mantel und einen breiten Krempenhut.
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