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Natürliche Mittel gegen Ameisen - so vertreiben Sie die kleinen Arbeitstiere

Zu Ihren Mitbewohnern gehört ein Ameisenbär? Glück gehabt - denn das Säugetier mit den scharfen Krallen ist sicher das beste natürliche Mittel gegen Ameisen. Kein Ameisenbär in Sicht? Kein Problem! Sie werden die kleinen Arbeitstiere auch anders wieder los.

Ameisen sind nützliche Arbeitstiere.
Ameisen sind nützliche Arbeitstiere.

Was Sie benötigen:

  • Duftstoffe (Lavendel, Eukalyptus, Lorbeer oder Zeder)
  • Wasser
  • Blumenkübel
  • feuchtes Stroh
  • Köderfalle
  • Kies
  • Tafelkreide
  • Haarspray
  • Zuckerwasser
  • Honigwasser
  • kochendes Wasser
  • Essig
  • Natron

Ameisen sind nützlich: Sie entfernen zum Beispiel tote Insekten, und das sehr gründlich und schnell. Doch Ameisen im Garten und im Haus - das kann lästig werden! Unternehmen Sie etwas gegen die kleine "Reinigungskolonne".

Natürliche Mittel beenden das "große Krabbeln"

Sie haben kleine "Sandhäufchen" in Ihrem Garten entdeckt? Vermutlich handelt es sich hier nicht um einen Miniatur-Maulwurfhügel - hier sind fleißige Ameisen am Werk.

  • Verzichten Sie auf den Einsatz von "chemischen Waffen" - wählen Sie möglichst ungiftige (und natürliche) Mittel gegen Ameisen. Verwenden Sie keine Insektensprays, denn die schaden nicht nur den Ameisen - das Gift aus der Sprühdose gefährdet auch Ihre Gesundheit.
  • Vertreiben Sie die kleinen Arbeitstiere mit Gerüchen. Von Lavendel-, Lorbeer-, Zedern- oder Eukalyptusduft haben die emsigen Insekten schnell die Nase voll. Versuchen Sie es einmal - verteilen Sie die Duftstoffe entlang der Ameisenstraße. Das "große Krabbeln" wird sicher bald ein Ende haben.
  • Eine weitere Möglichkeit: Stiften Sie Unruhe - stören Sie die Ameisen. Bewässern Sie das Heim der kleinen Insekten und (oder) zerstören Sie den Ameisenhügel. Nach einer Weile werden die fleißigen Arbeitstierchen so genervt sein, dass sie das Weite suchen.
  • Sie wollen Ihre Ameisen nicht unnötig verärgern? Dann versuchen Sie doch einfach einmal, das krabbelnde Volk umzusiedeln: Befüllen Sie einen Blumenkübel mit feuchtem Stroh und stellen Sie ihn anschließend umgedreht über die Kolonie. Den Ameisen wird das gefallen, schon nach wenigen Tagen werden Sie in den Kübel umgezogen sein. Sie können die Insekten nun problemlos - in ihrem neuen Heim - an einen anderen Ort transportieren.

Wenn Sie nicht wissen, wo sich das Nest der Ameisen befindet, können Sie die sichtbaren Ameisen mit einigen Hausmitteln vernichten:

  • Sprühen Sie Haarspray auf die Ameisen, dies führt zum Ersticken der Insekten.
  • Stellen Sie Fallen auf: Dazu geben Sie eine für die Ameisen attraktive Flüssigkeit (Zuckerwasser, Honigwasser) auf einen flachen Teller, und stellen diesen auf den Boden. Die Ameisen gehen der Futterquelle nach, und ertrinken in der Flüssigkeit. Solange Sie jedoch nicht das Nest bekämpfen, wird der Erfolg bei diesen Maßnahmen vermutlich nur von geringer Dauer sein, da stets neue Ameisen nachfolgen werden.

Leiten Sie die Ameisenstraße mit einfachen Hausmitteln um

  • Ameisen verfügen über einen sehr feinen Geruchssinn. Zum einen spüren sie auf diese Weise jede nur erdenkliche Futterquelle auf. Zugleich sind sie aber auch anfällig für Störungen. Versuchen Sie daher, die Ameisen durch das Ausstreuen aromatischer Kräuter (Lavendel, Thymian, Majoran, Kerbel usw.) fernzuhalten, bzw. umzuleiten. Sämtliche Mittel, die einen intensiven Geruch verbreiten, können hierbei verwendet werden, so auch Deodorants.
  • Ameisen, die an Wänden hochkrabbeln, können Sie umleiten, indem Sie mit Kreide (Tafelkreide ist hierfür völlig ausreichend) einen Strich auf der Wand ziehen - klingt seltsam, soll aber tatsächlich funktionieren.
  • Wenn ein Vorratsschrank oder ein anderes Möbelstück von den Ameisen betroffen ist, so können Sie diesen bzw. dieses vor den Ameisen schützen, indem Sie die Füße des Möbelstücks in Behältnisse stellen, die mit Wasser oder Öl gefüllt sind. Dies geht natürlich nur bei Einrichtungsgegenständen, die keine Holzfüße haben.

Wie Sie das Nest der Ameisen vernichten können

  • Sobald Sie das Nest bzw. den Bau der Ameisen entdeckt haben, können Sie dieses vernichten, indem Sie kochendes Wasser oder Essig in das Nest schütten.
  • Sollte dies nicht möglich sein, weil sich das Nest zum Beispiel im Haus befindet, so können Sie es mit Natron versuchen, welches Sie in die Ameisenlöcher streuen.

Professionelle Schädlingsbekämpfung

Sollten alle genannten Mittel zu keiner Verbesserung führen, so ist es ratsam, sich professionelle Hilfe zu holen. Dies gilt umso mehr, wenn die Plage das Haus oder die Wohnung betrifft. Hier ist es oft nur schwer, den Ausgangspunkt der Ameisen zu finden. Zudem sind viele der Hausmittel für die Anwendung in Räumlichkeiten nur beschränkt geeignet.

Vorsicht: Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie sich die kleinen Krabbeltiere nicht ins Haus holen. Oft passiert das schnell und ungewollt, beispielsweise, wenn man einen Blumenkübel aus dem Garten ins Haus holt. Sollten es sich einige der Insekten dann doch in Ihrem Haus gemütlich machen, dann befördern Sie die kleinen Störenfriede umgehend zurück in die freie Natur. Wenn nichts mehr hilft, dann besorgen Sie sich eine Köderfalle.

Vorsorgemaßnahmen gegen Ameisen

Beugen Sie vor! Besser als jedes noch so natürliche Mittel gegen Ameisen ist eine sinnvolle Prophylaxe:

  • Befindet sich Sand unter den Steinplatten Ihrer Gartenwege oder unter den Terrassenplatten? Weg damit! Ersetzen Sie den Sand durch möglichst groben Kies, denn das gefällt den kleinen Arbeitstieren ganz und gar nicht. Im Kies fühlen sich die Ameisen unwohl und bauen keine Nester.
  • Achten Sie auf Blattläuse an Ihren Gartenpflanzen. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob diese mit Läusen befallen sind. Sie haben eine befallene Pflanze entdeckt? Dann befreien Sie das Gewächs von der Plage. Die Läuse scheiden einen süßen Honigtau aus und genau den lieben die Ameisen ganz besonders.
  • Achten Sie insbesondere darauf, den Ameisen keine exklusiven Futterquellen zu bieten. Vermeiden Sie also, beispielsweise beim Grillen, dass Essensreste auf dem Boden zurückbleiben, schütten Sie keine Getränke in die Wiese usw.

Weiterer Autor: Matthias Bornemann

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