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Nähen zu Ostern - so schneidern Sie süße Tiere aus Stoff

Sie nähen gern? Und Sie haben Lust auf eine ganz besondere Osterdekoration? Prima, denn das passt beides wunderbar zusammen. Wie wäre es denn mit einem lustigen Huhn zu Ostern?

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Setzen Sie doch einfach Ihr zu Ostern genähtes Dinkelhuhn dazu.
Setzen Sie doch einfach Ihr zu Ostern genähtes Dinkelhuhn dazu.

Was Sie benötigen:

  • ein altes Frotteetuch (nicht weiß)
  • bunte Stoffreste (gern geringelt für die Beine, rot für den Kamm, Füße und Kehllappen)
  • Schere und Nähmaschine, Nadel und Faden
  • Knöpfe für die Augen
  • Dinkel zum Füllen
  • Pappe für die Schablonen

Sie haben alles beisammen, was Sie zum Schneidern Ihres dinkelgefüllten Osterhuhns benötigen? Dann kann es ja sofort losgehen.

Vor dem Nähen kommen Schablone und Zuschnitt

  • Zuerst stellen Sie sich Pappschablonen her - so groß, wie Sie das Huhn eben haben möchten. Den Körper des Huhns stellen Sie sich am besten als Sack mit einer kreisrunden Stell- oder Sitzfläche vor. Das heißt, Sie benötigen eine Schablone für einen Kreis und eine für einen halben "Sack". Der Kreisumfang entspricht dabei der doppelten Länge der "Sackhälften-Schablone".
  • Die nächste Schablone wird für die Flügel benötigt und sollte in der Größe dem Hühnerkörper angepasst sein. Stellen Sie sich den Flügel als Rechteck plus an einer Seite angesetztes Dreieck vor.
  • Hühnerfüße (jedenfalls die, der extra zu Ostern gebastelten Hühner) haben drei Krallen - die hintere, vierte Kralle, können Sie vernachlässigen. Sie liegen also richtig, wenn Sie sich die Vorlage als dreizinkige Gabel vorstellen. Die Zinken sollten jedoch nicht zu klein sein, denn auch die Füße sollen später noch eine Füllung bekommen.
  • Für den Schnabel brauchen Sie einen Rhombus, die Kehllappen haben eine Tropfenform, der Schwanz kann aus einem Dreieck hergestellt werden.
  • Nun schneiden Sie alles aus: 1x den Sitzkreis, 2x den "Halbsack", 4x die Flügel sowie 2x den Schwanz aus dem Frotteetuch, 4x den Fuß, 2x den Schnabel, 4x die Kehllappen aus roten Stoffresten.
  • Wenn Ihr Huhn "Baumelbeine" bekommen soll, was sehr lustig aussieht, wenn es später zum Beispiel an einer Tisch- oder Regalkante sitzt, brauchen Sie noch ein rechteckiges Stück Stoff (eventuell geringelt), das später zu einer Röhre zusammengenäht wird.

Ein Huhn zu Ostern - Einzelteile werden ein Ganzes

  • Zuerst sollten Sie die Kleinteile zusammennähen, denn so können Sie diese beim Zusammennähen des Hühnerkörpers gleich mit einnähen. Lassen Sie deshalb immer jeweils die Seite der Kleinteile ein wenig offen (zum Umkrempeln und Befüllen notwendig),die später in den Körper eingenäht werden können.
  • Alle Teile werden links auf links zusammengenäht und dann umgekrempelt. Sind beispielsweise Beinröhren und Füße sehr klein und eng, hilft dabei später zum Beispiel ein Stift. Wenn Sie die Füße fertiggestellt und umgekrempelt haben, füllen Sie ein Paar Dinkelkörner hinein, nähen Sie anschließend an die Beinröhren und füllen auch diese mit Dinkel (etwa zu 2/3, damit sie später schön schlenkern).
  • In Schwanz und Flügel kommt ebenfalls ein wenig Dinkel. Wenn Sie mögen  - es sieht sehr lustig aus - können Sie in die Spitze des Schwanzes noch vor dem Umkrempeln ein paar Federn oder Wollfäden etc. einnähen. Kehllappen und Schnabel brauchen keine Füllung.
  • Beim Zusammennähen der "Sackhälften" müssen Sie darauf achten, dass Sie das spätere Innen und Außen nicht verwechseln. Beide Körperhälften legen Sie vor sich auf den Tisch, und zwar mit der Außenseite nach oben. An ein Teil nähen Sie nun unten die Beine (Rand auf Rand, Beine zeigen Richtung Kopf!) und an die Seiten ebenfalls Rand auf Rand die Flügel (nach innen zeigend). An das zweite Teil nähen Sie an den unteren Rand den Schwanz, der auch nach innen zeigen muss.
  • Legen Sie nun beide Körperhälften so aufeinander, dass alle angenähten Kleinteile innen liegen, und nähen Sie die Ränder zusammen. Unten bleibt noch offen, denn dort hinein nähen Sie abschließend rundherum ebenfalls auf links den Kreis für die Sitzfläche ein. Lassen Sie eine Öffnung, die groß genug ist, das ganze Huhn abschließend auf rechts krempeln zu können.
  • Füllen Sie das Huhn mit Dinkel. Je nachdem, wie schlabberig Sie es mögen, kann das mehr oder weniger sein, nur sitzen sollte das Huhn können. Immerhin ist Ostern, da könnten Sie es zum Beispiel in ein Nest setzen. Vernähen Sie die offene Naht abschließend per Hand.
  • Jetzt fehlt noch das Gesicht. Den Schnabel-Rhombus falten Sie in der Mitte zur Schnabelform, darunter kommen die beiden Kehllappen. Die Knöpfe für die Augen sehen am schönsten aus, wenn Sie sie auf einen kleinen, weißen Filzkreis nähen. Wo genau Sie das Gesicht platzieren, können Sie vorher ausprobieren, auch, ob Ihr Huhn vielleicht schielen soll. Der Ausdruck kann sehr variieren, das gibt Ihrem Huhn echte Persönlichkeit.
  • Auf den Kopf kommen nun noch ein paar Federn oder wilde bunte Fussel, ein Kamm, vielleicht ein Hut - da sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Auch eine Brille oder eine Umhängetasche sind denkbar (worin soll das Osterhuhn schließlich sein Ei transportieren?)

Übrigens können Sie nach dieser Vorlage auch Eierwärmer basteln. Machen Sie alles ein wenig kleiner, den Körper (zum Warmhalten) doppellagig und lassen Sie die Sitzfläche weg, denn da hinein gehört das Ei.

Frohe Ostern!

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