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Motivationsschreiben: Studium für soziale Arbeit - darauf sollten Sie achten

Der Fachbereich soziale Arbeit beschäftigt sich mit den zwischenmenschlichen Beziehungen und befähigt dazu, etwa in Beratungsstellen zu arbeiten, Arbeitssuchende zu unterstützen, bei Jugendämtern tätig zu werden oder auch in bestimmten Bereichen als Mediator andere bei der Lösung von Problemen und Streitigkeiten zu unterstützen. Ein anspruchsvoller Beruf also, der oftmals an Fachhochschulen studiert werden kann. Wie sollte Ihr Motivationsschreiben für das Studium aussehen, um zu überzeugen?

Auch Bilder werden pädagogisch genutzt.
Auch Bilder werden pädagogisch genutzt. © Dieter_Schütz / Pixelio

Im Motivationsschreiben stellen Sie Ihre Kompetenzen dar und beschreiben auch Vorerfahrungen im sozialen Bereich.

Interesse am Studium für soziale Arbeit bekunden

  • Im ersten Teil Ihres Motivationsschreibens können Sie darauf eingehen, warum Sie sich für das Studium interessieren, wo es etwa schon einmal Berührungspunkte mit entsprechenden Tätigkeiten gab oder Sie passende Erfahrungen gesammelt haben.
  • Daher könnte eine Einleitung folgendermaßen lauten: Während meiner Tätigkeit bei einer Kindertagesstätte war ich für die aktive Freizeitgestaltung der Kinder, entsprechend dem integrativem pädagogischen Betreuungskonzept der Einrichtung, zuständig. Hier habe ich musikalische Gruppen geleitet, mit den Kindern Texte eingeübt, altersgerechte Tänze vermittelt und in gemeinsamen Spielen die Kommunikation und Kooperation der Kinder untereinander gefördert. Der erste Satz beginnt dabei immer klein, weil er sich an die Grußformel anschließt.
  • Tragen Sie also ruhig etwas auf, denn Bewerbungen sind ein Mittel zur Selbstpräsentation, sodass Bescheidenheit hier weniger sinnvoll wäre. Beschreiben Sie in Ihrem Motivationsschreiben möglichst genau Ihre Vorerfahrungen und auch bestimmte pädagogische Konzepte, die dabei eine Rolle spielten (wie etwa im Beispiel der integrative Ansatz für die gemeinsame Betreuung behinderter und nicht-behinderter Kinder).
  • Für die Bewerbung sind dabei alle Arten von Erfahrungen im Bereich Betreuung oder Beratung relevant. Das können auch ein freiwilliges soziales Jahr oder ein Bundesfreiwilligendienst im Krankenhaus sein, ein Praktikum beim Jugend- oder Arbeitsamt oder auch Gremienfunktionen (im Schüler- oder Elternrat, in der Jugendhilfe usw.).
  • Leiten Sie dann dazu über, dass diese Vorerfahrungen Ihr Interesse an der Fachrichtung geweckt haben und Sie die bisherigen Kenntnisse durch ein Studium weiter ausbauen wollen. Da soziale Themen nicht einfach nur "kühl und trocken" sind, sondern hier Interaktionen und auch Emotionen eine Rolle spielen, können Sie durchaus eigene Empfindungen aufgreifen.
  • Hier ein Beispiel: Es war ein beeindruckendes Erlebnis, die Kinder ein Stück weit beim Austesten ihrer Fähigkeiten und in ihrer Entwicklung zu begleiten. Dies möchte ich gern beruflich fortsetzen und meine Tätigkeit auf ein fundiertes Studiums an der Fachhochschule XY aufbauen. Daher bewerbe ich mich für den Studiengang "soziale Arbeit".

Abschlussformulierungen im Motivationsschreiben

  • Viele Fachhochschulen, die das Studium soziale Arbeit anbieten, haben eine spezifische Ausrichtung, etwa evangelische bzw. katholische Hochschulen. Diese können Sie im Motivationsschreiben aufgreifen und betonen, dass Sie die Hochschule gerade wegen dieser Prägung gewählt haben, um eigene religiöse Überzeugungen in Ihre Ausbildung einfließen zu lassen.
  • Bei anderen Instituten ist das Studium eher allgemein angelegt. Hier können Sie ebenso weitere Vorerfahrungen anbringen, die Sie bisher noch nicht genannt hatten, etwa ein Praktikum im Bereich der sozialen Arbeit oder Erfahrungen, die zeigen, dass Sie sicher mit manchmal auch schwierigen Menschen umgehen können oder Ihre Durchsetzungsfähigkeit unterstreichen.
  • Der letzte Satz des Motivationsschreibens ist dann wieder eine typische Abschlussformulierung, wie etwa "Da ich gern anderen bei der Bewältigung sozialer Probleme helfe, freue ich mich über einen Studienplatz an Ihrer Hochschule". Genauso können Sie aber auch den Konjunktiv ("würde ich mich freuen") einsetzen.
  • Dies wird zwar in manchen Bewerbungsratgebern eher negativ interpretiert, aber es geht letztlich darum, eine Formulierung zu finden, die angenehm zu lesen ist. Genau wie im Alltag auch, macht es praktisch keinen Unterschied, ob Sie hier einen Konjunktiv wählen oder nicht, zumal letztere Formulierung sehr verbreitet ist und daher nicht als unüblich gilt.
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