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Einen Master in Heilpädagogik machen - so kann es klappen

Zur Heilpädagogik führen verschiedene Wege, darunter auch ein Bachelor-Studium, an das sich der Master anschließen kann. Wenn es klappen soll, müssen Bewerber bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Ein Master-Studiengang für Heilpädagogen ist möglich.
Ein Master-Studiengang für Heilpädagogen ist möglich. © S._Hofschlaeger / Pixelio

Die Heilpädagogik - ein interessantes Berufsfeld

Heilpädagogen können in vielerlei Bereichen eingesetzt werden.

  • Heilpädagogen kümmern sich um Menschen, die auf unterschiedliche Weise beeinträchtigt sind, beispielsweise um Menschen mit geistiger oder Mehrfachbehinderung, um chronisch Kranke oder auch um verhaltensgestörte Kinder und Jugendliche. Sie fördern und schulen ihre Fähigkeiten und unterstützen sie bei der Bewältigung des Alltags. Dabei gehört es vor allem auch zu ihren Aufgaben, entsprechende Konzepte zur Erziehung, Förderung und Unterstützung der Betroffenen zu erarbeiten, die dann teilweise auch von anderen Fachkräften, zum Beispiel Heilerziehungspflegern, ausgeführt werden.
  • Entsprechend vielfältig sind die Einsatzmöglichkeiten der Heilpädagogen. Sie können in Behinderten- oder Pflegeheimen, in Kindergärten oder Horten, in integrativen Einrichtungen aller Art, in der ambulanten Behindertenbetreuung, beispielsweise in Tagesstätten, in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, in großen Kliniken oder in therapeutischen Zentren arbeiten. Heilpädagogen können sich außerdem mit einer eigenen Praxis selbstständig machen, oder als Berater und Gutachter selbstständig arbeiten.
  • Bei der Heilpädagogik handelt es sich um einen sogenannten reglementierten Beruf, das heißt, der Beruf darf nur ausgeübt und die Berufsbezeichnung nur geführt werden, wenn eine entsprechende Ausbildung und staatliche Anerkennung nachgewiesen werden kann. Diese Ausbildung kann auf mehrerlei Weise erfolgen. Eine häufig genutzte ist die Weiterbildung an einer Fachschule oder -akademie. Voraussetzung dafür ist eine Ausbildung zum Erzieher/zur Erzieherin oder eine gleichwertige Ausbildung, zum Beispiel im Bereich der Sozial- oder Religionspädagogik, der Heilerziehungs- oder auch der Altenpflege. Außerdem wird in der Regel eine mindestens zweijährige entsprechende berufliche Tätigkeit erwartet. Neben der Fachschulausbildung besteht aber auch die Möglichkeit, Heilpädagogik an einer Hochschule zu studieren, zunächst als Bachelorstudiengang und darauf aufbauend als Masterstudiengang.

So kann es mit dem Master klappen

Um einen Studienplatz für den Master zu bekommen, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein.

  • Sind Sie an einem Master-Abschluss in Heilpädagogik interessiert, müssen Sie zunächst einen Bachelor-Studiengang absolvieren. Um an einer Hochschule, die den Studiengang anbietet, meist sind es Fachhochschulen, angenommen zu werden, brauchen Sie mindestens die Fachhochschulreife oder eine gleichwertige Qualifikation.  Nötig ist außerdem eventuell ein Vorpraktikum oder eine einschlägige abgeschlossene Berufsaufbildung, hierüber informieren Sie die betreffenden Hochschulen. Hinzu kommen kann außerdem, je nach Hochschule, ein Auswahlverfahren. Kriterien hierbei sind meist der Notenschnitt im Reifezeugnis und das Abschneiden in einer hochschulinternen Eignungsprüfung.
  • Um an einer Hochschule für den Master in Heilpädagogik angenommen zu werden,  müssen Sie, neben einem zwingend erforderlichen Bachelor, oft zusätzlich ein Auswahlverfahren bestehen, bei dem Ihre Noten im Bachelor-Studium eine entscheidende Rolle spielen. Dazu kommt meist ein Eignungsgespräch oder eine Eignungsprüfung. Letztere ist abhängig von der jeweiligen Hochschule. Master-Studiengäng in Heilpädagogik bieten beispielsweise die Katholische Hochschule für Sozialwesen in Berlin, die Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, die Evangelische Fachhochschule Darmstadt, die Katholische Fachhochschule Freiburg sowie die Universität Erfurt an.
  • Erwächst Ihr Interesse an der Heilpädagogik erst nach einem bereits absolvierten Bachelor-Studium, besteht dennoch die Chance auf einen Master für Heilpädagogen, wenn Sie Ihr Bachelor-Studium in einer verwandten Disziplin absolviert haben. Dies kann beispielsweise Psychologie oder Soziale Arbeit sein. An manchen Fachhochschulen werden auch Bewerber mit einem Bachelor in Logopädie, Sonderpädagogik, Physio- oder Ergotherapie angenommen.
  • Mit einem Master-Studiengang klappen kann es auch, wenn Sie Geld verdienen müssen. Ein paar Hochschulen, darunter die Katholische Hochschule für Sozialwesen in Berlin und die Evangelische Fachhochschule Nürnberg bieten berufsintegrierende oder berufsbegleitende Master-Studiengänge an.

Wenn Sie ein geeignetes Bachelor-Studium absolviert haben und ein eventuell zusätzlich erforderliches hochschulinternes Auswahlverfahren bestehen, haben Sie also gute Chancen auf einen Master in Heilpädagogik.

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