Alle Kategorien
Suche

Meerrettich reiben - so geht's

Meerrettich wird bereits seit 1.000 Jahren in Mitteleuropa zur Verfeinerung von Speisen verwendet. Haben Sie zum ersten Mal eine Meerrettichwurzel vor sich liegen, möchten diese reiben und wissen nicht wie? Die Zubereitung ist simpel. Doch sollten Sie sich im Voraus auf die immense Schärfe der Wurzel einstellen.

Geschälten Meerrettich können Sie mit einer Küchenreibe zerkleinern.
Geschälten Meerrettich können Sie mit einer Küchenreibe zerkleinern.

Für die Speisezubereitung wird die lange weiße Wurzel der Meerrettichpflanze verwendet. Verwenden Sie nur feste Wurzeln, die keine weichen Stellen aufweisen. Beim Schneiden und Reiben werden ätherische Öle freigesetzt, die Ihnen schnell die Tränen in die Augen treiben können. Deshalb sollten Sie die Zubereitung möglichst unter einer Dunstabzugshaube oder am offenen Fenster durchführen. Um der beißenden Schärfe der ätherischen Öle zu entkommen, können Sie sich auch eine Taucherbrille aufsetzen. Dies mag zwar in der Küche eigenartig erscheinen, aber dafür gibt es nicht so viele Tränen.

Die Wurzel selbst reiben

  1. Schneiden Sie zuerst die benötigte Menge von der Meerrettichwurzel ab.
  2. Dieses Stück schälen Sie anschließend mit einem Sparschäler.
  3. Nehmen Sie nun eine Küchenreibe mit möglichst kleinen Löchern und reiben das Stück in feine Raspeln. Damit sich beim Reiben keine Fasern bilden, halten Sie das Meerrettichstück genau senkrecht zur Reibefläche.
  4. Natürlich können Sie Meerrettich auch mithilfe einer Küchenmaschine zerkleinern. Eine Küchenmaschine eignet sich besonders dann, wenn Sie Sahnemeerrettich zubereiten wollen. Diese sollte die Wurzel jedoch fein genug pürieren können.
  5. Für die maschinelle Verarbeitung schneiden Sie die geschälte Wurzel zuerst in dünne Scheiben. Danach geben Sie diese in die Küchenmaschine.
  6. Nun können Sie den geriebenen Meerrettich individuell zubereiten.
  7. Um eine Braunfärbung zu vermeiden, beträufeln Sie den Meerrettich sofort nach dem Reiben mit etwas Zitronensaft oder Essig.

Meerrettich richtig aufbewahren

Meist ist nach der Zubereitung noch genügend Meerrettich übrig, den sie aufheben können.

  • Eine frische Wurzel ist bei kühler und dunkler Lagerung etwa vier Wochen lang haltbar. Am besten legen Sie sie zur Aufbewahrung in das Gemüsefach Ihres Kühlschranks.
  • Damit die Wurzel nicht austrocknet, können Sie diese vorher in feuchtes Küchenpapier wickeln.
  • Ebenso gut lässt sich geriebener Meerrettich aufbewahren. Geben Sie diesen sofort nach dem Reiben in ein Schraubglas mit einem gut verschließbaren Deckel. Im Kühlschrank hält sich die geriebene Wurzel circa zwei bis drei Wochen.

Verwendung von Meerrettich in der Küche

Meerrettich können Sie sowohl in der warmen als auch in der kalten Küche verwenden.

  • Hierzulande wird die Wurzel traditionell zur Verfeinerung von Fleischspeisen und der Kreation von leckeren Soßen genutzt. Damit das scharfe Aroma nicht verloren geht, sollten Sie Meerrettich erst zum Schluss dem Gericht beifügen.
  • Die Wurzel passt ebenso zu Fisch, wie zum Beispiel Lachs, Makrele oder Forelle. Zu kaltem Rindfleisch und Fisch passt hervorragend Sahnemeerrettich.
  • Abwechslung bringen auch die Blätter des Meerrettichs auf den Tisch. Sie können die Blätter roh im Salat verwenden, aber auch gemeinsam mit Mangold, Grünkohl oder Spinat dünsten.
Teilen: