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Kündigungsschreiben als Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen - so formulieren Sie rechtssicher

Arbeitnehmer, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sind, ihrer Arbeit nachzukommen, werden eine Kündigung in Erwägung ziehen. Bevor Sie das Kündigungsschreiben jedoch aufsetzen, sollten Sie einige Voraussetzungen prüfen und die nötigen Formalitäten beachten.

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Was Sie benötigen:

  • Arbeitsvertrag
  • Tarifvertrag
  • ärztliches Attest

Eigenkündigung aus gesundheitlichen Gründen -  was Arbeitnehmer beachten sollten

  • Bevor Sie als Arbeitnehmer ein Kündigungsschreiben aufsetzen, sollten Sie vorab in einem persönlichen Gespräch mit dem Arbeitgeber klären, ob er eventuell bereit ist, eine Kündigung aus gesundheitlichen Gründen auszusprechen.
  • Bitten Sie vor Ihrer Kündigung auch die Arbeitsagentur um einen Gesprächstermin. Der zuständige Sachbearbeiter kann Ihnen nach dem Gespräch ein Formular geben, das Ihr Arzt in Absprache mit Ihnen ausfüllt.
  • Normalerweise verhängt die Arbeitsagentur bei einer Eigenkündigung eine Sperrzeit, in der Sie kein Arbeitslosengeld bekommen. Wer jedoch einen wichtigen Grund nachweisen kann, hat vom ersten Tag der Arbeitslosenmeldung an Anspruch auf die staatliche Unterstützung.
  • Als wichtigen Grund akzeptiert es das Arbeitsamt, wenn körperlich das Leistungsvermögen nicht gegeben und die Arbeit nicht mehr zumutbar ist.
  • Die Unzumutbarkeit der Weiterbeschäftigung muss der Arbeitnehmer nachweisen. Als Nachweis gilt ein ausführliches ärztliches Attest, das dem Antrag auf Arbeitslosengeld im Idealfall gleich beigefügt werden sollte.
  • Eventuell empfiehlt es sich, zusätzlich einen auf Ihr gesundheitliches Problem ausgerichteten Facharzt um ein schriftliches Attest zu bitten.
  • Lassen Sie sich so detailliert wie möglich attestieren, warum und welche Arbeiten Sie wegen Ihrer Gesundheitsprobleme nicht mehr ausüben dürfen. 
  • Die Kündigungsfrist laut Arbeits- oder Tarifvertrag ist auch bei einer Eigenkündigung aus gesundheitlichen Gründen einzuhalten.
  • Eine Krankschreibung bis zum Kündigungstermin entbindet den Arbeitnehmer, weiterhin bis zum Ende des Beschäftigungsverhältnisses zur Arbeit zu erscheinen.
  • Parallel mit der Kündigung ist es möglich und sinnvoll, den Antrag auf Arbeitslosengeld bei der Arbeitsagentur einzureichen.
  • Bei schwerer gesundheitlicher Beeinträchtigung ist es ratsam, zusätzlich einen Antrag auf Feststellung der Schwerbehinderung zu stellen.

Wer als Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen plant, die Arbeit zu beenden, sollte den Betriebsrat oder einen Anwalt um Unterstützung bitten, um die Kündigung korrekt vorzunehmen und eventuelle Ansprüche (z. B. auf Betriebspensionen, Sonderzahlungen) zu klären.

Das sollte in Ihrem Kündigungsschreiben stehen

  1. In der ersten Zeile sollte Ihr kompletter Name, darunter die Anschrift stehen.
  2. Der Ausstellungsort bezieht sich auf Ihren Wohn- und nicht auf den Arbeitsort.
  3. Darunter muss das Datum erscheinen - auch dann, wenn es ein Sonntag sein sollte. 
  4. Im Adressfeld muss die vollständige Firmenanschrift des Arbeitgebers einschließlich Straße und Ort angegeben sein.
  5. Vermerken Sie auch den dazugehörigen Empfänger innerhalb der Firma (z. B. Personalabteilung).  
  6. In der Betreffzeile sollten Sie vermerken: „Kündigung meines Arbeitsverhältnisses vom (Ausstellungsdatum laut Arbeitsvertrag) aus gesundheitlichen Gründen“ sowie die Personalnummer.
  7. In der Anrede erwähnen Sie namentlich den korrekten Empfänger (z. B. „Sehr geehrter Herr Schulz“).
  8. Als Text empfiehlt es sich, im Kündigungsschreiben direkt Bezug auf die gesundheitlichen Probleme zu nehmen, wie z. B. „Hiermit kündige ich o. g. Arbeitsverhältnis fristgerecht zum (Endtermin laut Kündigungsfrist) auf Anraten meines Arztes und in Abstimmung mit dem Betriebsrat. Ich bedauere, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an der Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses festhalten zu können. Da ich fortlaufend bis zum Ende der Kündigungsfrist arbeitsunfähig sein werde, bitte ich, meinen restlichen Jahresurlaub von xx Tagen zu vergüten und mir ein qualifiziertes Arbeitszeugnis auszufertigen."
  9. Die Grußformel "Mit freundlichen Grüßen“ und die eigenhändige Unterschrift schließen das Schreiben ab.

Schicken Sie das Kündigungsschreiben per Einschreiben mit Rückschein an Ihren Arbeitgeber oder geben Sie diese persönlich in der Personalabteilung gegen eine Empfangsbestätigung ab.

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