Wenn Sie an Ihrer Mitgliedschaft beim Sportverein kein Interesse mehr haben, können Sie die Kündigung aussprechen. Als Sie die Mitgliedschaft beantragt haben, haben Sie auf dem Beitrittsformular in der Regel auch die Satzung des Vereins anerkannt. Die Satzung eines Sportvereins regelt die Rechte und Pflichten der Mitglieder, so auch die Kündigung der Mitgliedschaft.

Lesen Sie vor der Kündigung die Satzung

Nach § 39 BGB kann die Satzung bestimmen, dass der Austritt aus dem Sportverein nur zum Ende eines Geschäftsjahres oder erst nach dem Ablauf einer Kündigungsfrist zulässig ist. Allerdings darf die Kündigungsfrist allenfalls zwei Jahre betragen. Der Austritt kann jedenfalls durch die Satzung nicht ausgeschlossen werden.

  • Informieren Sie sich also anhand der Satzung über die Kündigungsmodalitäten. Achten Sie darauf, dass das Geschäftsjahr nicht mit dem Kalenderjahr identisch sein muss.
  • Bestimmt die Satzung, dass das Geschäftsjahr zum 31. März eines Jahres endet und die Kündigung der Mitgliedschaft beispielsweise einen Monat zum Schluss des Geschäftsjahres möglich ist, müssen Sie bis Ende Februar Ihre Kündigung beim Sportverein eingereicht haben. Das Ende des Kalenderjahres ist hingegen immer der 31. Dezember.
  • Zur Einhaltung der Frist muss die Kündigung vor dem Fristablauf dem Verein zugehen. Es genügt nicht, wenn Sie diese zur Post geben. Ist die Zeit zu knapp, sollten Sie das Kündigungsschreiben persönlich überbringen.
  • In der Regel verlangt die Satzung, dass Sie die Kündigung schriftlich erklären. Es genügt nicht, wenn Sie die Kündigung dem Vorsitzenden am Telefon erklären.
  • Es ist in der Regel ausreichend, dass Sie das Kündigungsschreiben einer Person aushändigen, die dem Vorstand des Vereins angehört und vertretungsberechtigt ist. Im Idealfall lassen Sie sich die Übergabe auf einer Kopie bestätigen.

Beitragspflicht beim Sportverein endet nicht direkt mit Austritt

  • Die Mitgliedsbeiträge müssen auch nach der Kündigung bis zum Ablauf der Mitgliedschaft noch bezahlt werden.
  • Widerrufen Sie zugleich mit der Kündigung die Ermächtigung zum Lastschrifteinzug der Mitgliedsbeiträge.
  • Im Fall des Ablebens eines Mitglieds erlischt die Mitgliedschaft automatisch, da die Vererblichkeit normalerweise ausgeschlossen ist.
  • Im Übrigen kommt auch die fristlose Kündigung in Betracht. Dazu müssen Sie sich auf einen wichtigen Grund berufen, der es Ihnen unzumutbar macht, die normale Kündigungsfrist einzuhalten. Teils bestimmt die Satzung, dass Sie dann trotzdem noch bis zum Ablauf des folgenden Kalendermonats den Beitrag zu zahlen haben.